Speicherkosten explodieren: iPhone 18 Pro könnte 1.399 Euro kosten
18.06.2026 - 09:44:12 | boerse-global.de
Konzernchef Tim Cook hat nun eingeräumt, dass die Preise für iPhones, Macs und Co. steigen werden. Grund ist der weltweite KI-Boom, der die Halbleiter-Lieferketten massiv belastet.
Speicherkosten außer Kontrolle
In einem Gespräch mit dem Wall Street Journal am Mittwoch zeichnete Cook ein düsteres Bild der aktuellen Lage. Die Preise für RAM-Speicher hätten sich seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt, berichten Branchenkenner. Analysten von Morgan Stanley gehen sogar davon aus, dass bestimmte Speicherchip-Preise innerhalb des letzten Jahres um das Sechsfache gestiegen sind.
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Der Grund: Der aggressive Ausbau von KI-Serverkapazitäten verschlingt enorme Mengen an DRAM- und NAND-Speicher – genau jene Komponenten, die auch in Smartphones und Laptops verbaut werden. Cook sprach von einer „seltenen und signifikanten Störung" des Marktes, wie er sie in über vierzig Jahren Branchenerfahrung noch nicht erlebt habe. Die aktuellen Preisniveaus seien für das Unternehmen nicht mehr intern zu kompensieren.
Verschärft wird die Situation durch einen Konflikt im Iran, der die Lieferung von Helium beeinträchtigt – ein unverzichtbares Gas in der Halbleiterproduktion.
iPhone 18 Pro könnte 1.399 Euro kosten
Die Auswirkungen auf die Verbraucher werden konkret. Branchendienst TechInsights hat berechnet, was die Speicherkomponenten für das kommende iPhone 18 Pro kosten dürften: Rund 196 Euro pro Gerät – ein gewaltiger Sprung gegenüber den geschätzten 52 Euro beim Vorgängermodell iPhone 17 Pro.
Allein 12 Gigabyte Arbeitsspeicher schlagen mit rund 145 Euro zu Buche, verglichen mit 39 Euro zuvor. Der 256-Gigabyte-Flash-Speicher verteuerte sich von 13 auf 51 Euro. Um die Gewinnmargen zu halten, müsste Apple den Preis des iPhone 18 Pro um etwa 270 Euro anheben. Marktbeobachter rechnen mit einem Einstiegspreis von 1.399 Euro – ein Plus von 300 Euro.
Offiziell hat Apple die Preise für den September-Launch, der neben der iPhone-18-Serie auch ein neues Faltmodell umfassen soll, noch nicht bestätigt. Bereits Anfang des Jahres zeigte sich jedoch der Trend: Der Einstiegspreis für den Mac Mini stieg um 200 Euro – erreicht durch die Streichung des günstigsten Basismodells.
Branche unter Druck
Apple steht mit diesen Problemen nicht allein. Die Marktforscher von Omdia erwarten für 2026 einen Anstieg der durchschnittlichen Smartphone-Preise um 20 Prozent auf Rekordniveau. Sony hat bereits die Preise für die PlayStation 5 erhöht, ähnliche Schritte werden für kommende Konsolen-Generationen erwartet. Morgan Stanley prognostiziert für die USA einen Anstieg der Preise für Smartphones und PCs um 15 Prozent im Laufe des Jahres 2026.
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Apple selbst will trotz der Engpässe keine eigenen Speicherfabriken bauen. Stattdessen könnte der Konzern seine milliardenschweren Barreserven nutzen, um sich langfristig Lieferungen zu sichern.
Führungswechsel im September
Die Preisstrategie fällt in eine Zeit des Umbruchs. Am 1. September 2026 wird Tim Cook nach über einem Jahrzehnt an der Spitze des Konzerns zurücktreten. John Ternus übernimmt dann den Chefposten. Der neue CEO steht vor der Herausforderung, die Inflation bei den Komponenten zu managen und gleichzeitig die nächste Hardware-Generation im Herbst auf den Markt zu bringen.
