Smartphone-Kurse für Senioren: Vier kostenlose Workshops starten in Münster
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kommunale Einrichtungen und regionale Netzwerke verstärken ihre Angebote, um die Eigenständigkeit älterer Menschen im Alltag zu unterstützen. Neben Schulungen zum sicheren Umgang mit Smartphones und digitalen Anwendungen stehen dabei Informationsformate zu Notfallvorsorge, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen im Fokus.
Ziel der Initiativen ist es, Seniorinnen und Senioren sowohl die digitale Teilhabe zu ermöglichen als auch rechtliche und persönliche Handlungssicherheit für den Ernstfall zu schaffen.
Praktische Schulungen für den sicheren Umgang mit Mobilgeräten
Im November organisiert die Stadt Münster im Rahmen des Projekts „Stadt Labor“ der Smart City Münster vier kostenlose Smartphone-Workshops. Das Vorhaben wird im Zuge der „Modellprojekte Smart Cities“ durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.
Die Reihe unter dem Titel „Digital sicher und informiert im Alltag“ wird vom Gerontologen und Medienexperten Marcel Scharf geleitet und findet parallel in den Stadtteilen Berg Fidel, Coerde und Gremmendorf statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich; Teilnehmende bringen ihr eigenes Gerät mit.
Die vier Einheiten bauen nicht aufeinander auf und behandeln Grundfunktionen sowie Sicherheitsaspekte:
- Workshop 1: Smartphone sicher einstellen und Notfallvorsorge
- Workshop 2: Sichere Passwörter und Schutz vor Betrugsmaschen
- Workshop 3: Sicheres Einkaufen und Bezahlen im Internet
- Workshop 4: Nachrichten und Mediatheken sicher nutzen
In Gremmendorf finden die Veranstaltungen ab dem 4. November jeweils mittwochs von 10:00 bis 11:30 Uhr im Gemeindehaus der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde (Zum Erlenbusch 15) statt, mit Folgeterminen am 11., 18. und 25. November.
In Berg Fidel gastiert das Angebot montags ab dem 9. November von 13:00 bis 14:30 Uhr im AWO Quartierstreff (Rincklakeweg 12), gefolgt vom 16., 23. und 30. November. Im Franziskushaus in Coerde (Schneidemühler Straße 23c) laufen die Workshops an denselben Montagen im November jeweils von 15:15 bis 16:45 Uhr.
Vernetzung und individuelle Beratung vor Ort
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Auf breite Informationsangebote setzt auch das Netzwerk „Frankfurter Plattform 55+“. Für Freitag, 23. Oktober, lädt die Initiative von 14 bis 17 Uhr zu einem Aktionstag unter dem Motto „Entdecken, was möglich ist“ in die Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt (Hasengasse 4) ein.
Nach der Eröffnung durch Bildungsdezernentin Sylvia Weber präsentieren sich 26 von 65 Netzwerkpartnern an eigenen Ständen. Die Schwerpunkte liegen auf Mobilgeräten und nützlichen Anwendungen wie der Nahverkehrs-App RMVgo oder der Bürgerplattform „Frankfurt fragt mich“, flankiert von Beratungen durch Seniorensicherheitsbeauftragte und Ausstellern für smarte Alltagshilfen.
Die Plattform besteht seit Mitte 2023, geht auf den Frankfurter Seniorenbeirat zurück und wurde im April 2025 beim Deutschen Seniorentag im Bundeswettbewerb „Kommunal.Digital.Genial“ ausgezeichnet.
Ergänzend zu Großveranstaltungen etablieren Städte regelmäßige Beratungsdienste. In Lörrach bieten die städtischen Digital-Lotsen der Senioreneinrichtung „PlusPunktZeit“ unter Leitung von Renate Riemensperger individuelle Hilfestellungen an.
Am Montag, 19. Oktober, können Bürgerinnen und Bürger von 15 bis 17 Uhr im Alten Rathaus Fragen zu Smartphones, Laptops und Tablets klären; eine Anmeldung ist bis zum Vormittag des Veranstaltungstags möglich.
Im Rahmen der Pforzheimer Smart City Days, die vom 26. Oktober bis zum 8. November unter dem Leitmotiv „Future coded. Pforzheim macht Zukunft.“ laufen, stehen am 27. Oktober und am 5. November ebenfalls spezielle Smartphone-Kurse für Einsteiger auf dem Programm.
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Rechtliche und gesundheitliche Vorsorge für den Ernstfall
Parallel zu digitalen Kompetenzen vermitteln Beratungsstellen Wissen zur persönlichen Vorsorge. Fachleute betonen regelmäßig, wie wichtig eine frühzeitige Auseinandersetzung mit Verfügungen ist. Eine rechtswirksame Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung kann nur verfasst werden, solange die betroffene Person voll einsichtsfähig ist.
Mit einer Vollmacht wird im Voraus geregelt, wer bei Krankheiten oder Notfällen behördliche Angelegenheiten übernimmt, Bankgeschäfte regelt oder die medizinische Vertretung gegenüber Ärzten ausübt. Eine Patientenverfügung dokumentiert zudem verbindlich medizinische Wünsche am Lebensende.
Um die Umsetzung im Alltag zu unterstützen, rücken bei vielen Informationsveranstaltungen praktische Hilfsmittel in den Blick: Neben Notfallfunktionen und Notfallkontakten auf dem Mobiltelefon kommen zunehmend Notfalldosen zum Einsatz, die wichtige Dokumente wie Medikamentenpläne und Verfügungen für Rettungskräfte griffbereit an einem festen Ort in der Wohnung hinterlegen.
