Smartphone-Effekt, Sichtbarkeit

Smartphone-Effekt: Allein die Sichtbarkeit senkt Fokus um 12%

06.06.2026 - 13:15:40 | boerse-global.de

Studien belegen: Gezielte Bewegungsübungen verbessern kognitive Fähigkeiten und senken das Sterblichkeitsrisiko um bis zu 40 Prozent.

Neuroathletik: Koordinationstraining steigert Gehirnleistung und Fokus
Smartphone-Effekt - Eine verschwommene Athletenfigur in Bewegung mit leuchtenden neuronalen Verbindungen, die Gehirn-Körper-Zusammenspiel symbolisieren. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen: Gezieltes Koordinationstraining stärkt nicht nur Muskeln, sondern auch kognitive Fähigkeiten.

Sehen, Denken, Handeln – die visuelle Komponente

Ein zentraler Baustein modernen Bewegungstrainings ist die Arbeit mit dem visuellen System. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2025 belegt den Nutzen von Visualtraining: Wer seine Augenbewegungen, Antizipationsfähigkeit und das sogenannte stroboskopische Sehen trainiert, verbessert seine Entscheidungsfindung im Sport. Die Forscher untersuchten 27 kontrollierte Studien mit 669 Athleten – die positiven Effekte zeigten sich unabhängig von Trainingsdauer, Häufigkeit oder Leistungsniveau.

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Doch warum ist das so? Für komplexe Bewegungen wie eine Standwaage muss das Gehirn Informationen aus drei Quellen kombinieren: den Augen, dem Gleichgewichtssystem und der Eigenwahrnehmung des Körpers. Kraft allein reicht nicht. Das Nervensystem muss jederzeit wissen, wo sich der Körper im Raum befindet, um effizient steuern zu können.

Neuroathletik: Training fürs Gehirn

Das Feld der Neuroathletik gewinnt in der Trainingspraxis zunehmend an Bedeutung. In Essen fanden im Frühjahr und Juni 2026 mehrere Workshops statt – mit Fokus auf Koordination, Neuroathletik-Grundlagen und Behandlung chronischer Schmerzen. Die Idee: Die Informationsaufnahme und -verarbeitung im Gehirn gezielt optimieren, um motorische Abläufe zu verbessern.

Ergänzend setzen Experten auf Balance- und Faszientraining. Programme wie das Training mit Johanna Fellner, das im Juni und Juli 2026 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen läuft, setzen auf dynamische Ganzkörperübungen. Auch Bodyweight-Training spielt eine Rolle – mit einfachen Hilfsmitteln wie Parkbänken lassen sich effektive Übungen wie Split Squats oder Klimmzüge umsetzen.

Bewegung hält jung – und schlau

Die Auswirkungen von Bewegung auf Langlebigkeit und Gehirngesundheit sind durch aktuelle Untersuchungen belegt. In einem Experten-Podcast vom Juni 2026 erklärte Dr. Felix Bertram: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Sterblichkeitsrisiko um 20 bis 40 Prozent. Besonders förderlich seien Schlägersportarten und ein Pensum von etwa 7.000 Schritten pro Tag.

Der Hintergrund: Muskelabbau beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr, ab 50 beschleunigt er sich. Frühzeitiges Gegensteuern ist essenziell. Hinzu kommt die neuronale Plastizität. Tätigkeiten wie Klavierspielen aktivieren gleichzeitig den motorischen, auditorischen und visuellen Kortex sowie das limbische System. Das fördert die Zusammenarbeit der Gehirnhälften und stärkt Konzentration und Gedächtnis.

Wenn das Smartphone stört

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Doch die Konzentrationsfähigkeit ist auch äußeren Störfaktoren ausgesetzt. Eine Untersuchung vom Juni 2026 zeigt: Allein die sichtbare Präsenz eines Smartphones mindert die Konzentrationsleistung um 8 bis 12 Prozent. Die Neurowissenschaftlerin Barbara Studer und Neuropsychologin Katja Margelisch betonen: Die Konzentrationsfähigkeit bleibt lebenslang formbar – aber bewusste Pausen und Strategien wie die Pomodoro-Technik oder Power-Naps sind nötig, um den Fokus zu erhalten.

Bewegung für alle – auch für Kinder

Im Bereich der Jugendförderung setzen sich Organisationen wie die Deutsche Sportjugend für eine stärkere Verankerung von Bewegung im Alltag ein. Basierend auf Handlungsempfehlungen aus den Jahren 2025 und 2026 fordern sie: Sport- und Spielangebote müssen als festes Strukturprinzip in den Ganztag integriert werden. Ziel ist eine bewegungsfreundliche Kindheit für alle sozialen Schichten.

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