Siri-Revolution, Apple

Siri-Revolution: Apple partnert mit Google für 1,2-Billionen-KI

08.06.2026 - 19:36:22 | boerse-global.de

Apple investiert jährlich eine Milliarde Euro in ein maßgeschneidertes Google-KI-Modell für die überarbeitete Siri. Der Release von iOS 27 ist für September 2026 geplant.

Apple setzt bei neuer Siri auf milliardenschwere Google-Kooperation
Siri-Revolution - Abstract representation of Apple and Google AI models merging, symbolizing their partnership and impact on future technology. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple hat auf der WWDC 2026 eine grundlegend überarbeitete Version seines Sprachassistenten Siri vorgestellt. Das Herzstück: eine milliardenschwere Partnerschaft mit Google.

Der Konzern setzt damit auf die Künstliche Intelligenz des Konkurrenten. Rund eine Milliarde Euro pro Jahr investiert Apple in ein maßgeschneidertes Google-Gemini-Modell mit 1,2 Billionen Parametern. Die Ankündigung fällt in eine Zeit des Umbruchs: Noch in diesem Jahr wird CEO Tim Cook seinen Posten räumen.

Anzeige

Während Apple die künstliche Intelligenz revolutioniert, bleiben für viele Nutzer die Grundlagen der System-Bedienung eine Herausforderung. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, welche Einstellungen Sie nach jedem Update prüfen sollten, um Ihre Daten optimal zu schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Die Kehrtwende von 2025

Die Entwicklung des neuen KI-gesteuerten Betriebssystems iOS 27 begann nicht erst gestern. Bereits Anfang 2025 trafen sich Apple-Führungskräfte zu einem strategischen Krisengespräch. Die Sorge: Siri fiel im Vergleich zu ChatGPT und Co. immer weiter zurück.

Tim Cook gab damals grünes Licht für eine grundlegende Neuausrichtung. Im März 2025 übernahm Mike Rockwell – bis dahin Chef der Vision-Pro-Sparte – die Verantwortung für Siris Entwicklung. Die Folge: Der bisherige KI-Chef John Giannandrea verließ das Unternehmen im Frühjahr 2026. Sein Nachfolger wurde Amar Subramanya, ein ehemaliger Top-Mann von Google und Microsoft.

Der personelle Umbau ist Teil eines größeren Machtwechsels. Am 1. September 2026 wird John Ternus offiziell die Nachfolge von Tim Cook als CEO antreten.

Was die neue Siri kann

Die überarbeitete Version des Sprachassistenten bekommt eine eigene App mit Chat-Oberfläche. Sie versteht mehrstufige Aufgaben und lernt den persönlichen Kontext der Nutzer besser kennen. Apple setzt dabei auf eine Kombination aus Cloud-KI und lokaler Verarbeitung auf den hauseigenen Chips.

Spannend: Das System bleibt nicht exklusiv. Über eine Erweiterungsschnittstelle können Nutzer künftig auch andere KI-Modelle wie Claude oder ChatGPT einbinden.

Anzeige

Mit den neuen KI-Funktionen kommen auch viele neue Fachbegriffe auf iPhone-Nutzer zu. In diesem kompakten Lexikon werden die 53 wichtigsten Begriffe der Apple-Welt einfach und verständlich erklärt. iPhone-Lexikon jetzt gratis sichern

Die große Frage: Reicht das?

Branchenbeobachter sind gespannt, ob Apple aus dem Google-Deal einen echten Mehrwert schlagen kann. Analyst Ming-Chi Kuo warnte am Montag: Wenn Apple das native Gemini-Erlebnis von Google nicht übertreffe, setze die Partnerschaft eine natürliche Obergrenze für die KI-Ambitionen des Konzerns.

Die Finanzmärkte zeigen sich dennoch optimistisch. Das Investmenthaus Bernstein rechnet mit einem 13-prozentigen Gewinnsprung pro Aktie, ausgelöst durch den erwarteten iPhone-Erneuerungszyklus. Weitere 16 Prozent könnten durch Premium-KI-Abonnements hinzukommen. Morgan Stanley-Analysten sehen Potenzial für eine Apple-Bewertung zwischen 365 und 385 Euro – auch weil der Konzern weniger in eigene KI-Infrastruktur investieren muss als die Konkurrenz.

Nicht für alle Geräte

Die neuen KI-Funktionen bleiben exklusiv. Benötigt wird ein iPhone 15 Pro oder neuer – also mindestens der A17-Pro-Chip. Von den rund 2,5 Milliarden aktiven Apple-Geräten weltweit wird mehr als die Hälfte die erweiterten Funktionen nicht unterstützen.

Die Entwickler-Beta von iOS 27 steht seit Montagnachmittag bereit. Der öffentliche Release folgt voraussichtlich im September 2026. Der Zeitplan kommt nicht von ungefähr: Erst Anfang Mai hatte Apple einen 250-Millionen-Euro-Vergleich wegen irreführender Werbung zu früheren Siri-Versprechungen gezahlt.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69502969 |