Siri-Revolution, Apple

Siri-Revolution: Apple nutzt Googles KI für neue Intelligenz

25.06.2026 - 04:52:52 | boerse-global.de

Apple integriert Googles Gemini-Modell in Siri. Die neue Hybrid-Architektur soll den Sprachassistenten endlich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bringen.

Apple Siri-Revolution: Google Gemini macht Assistenten konkurrenzfähig
Siri-Revolution - A futuristic iPhone displaying a glowing, ethereal AI interface, symbolizing the integration of Google Gemini with Apple's Siri. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Apple revolutioniert seinen Sprachassistenten Siri: Künstliche Intelligenz von Google soll die virtuelle Helferin endlich konkurrenzfähig machen.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 präsentierte der iPhone-Konzern eine grundlegend überarbeitete Siri. Der Assistent kann künftig persönliche Daten aus verschiedenen Apps zusammenführen und Bildschirminhalte verstehen. Erste Tests laufen seit dem 22. und 23. Juni 2026 in der iOS 27 Beta 2 für Entwickler.

Hybrid-Architektur mit zwei KI-Welten

Die neue Strategie setzt auf ein mehrstufiges Modellsystem. Apples eigene Foundation Models (AFM) bilden das Rückgrat – mit Versionen direkt auf dem Gerät (AFM Core, AFM Core Advanced) und cloudbasierten Varianten (AFM Cloud Pro). Für alltägliche Aufgaben rechnet das iPhone lokal. Komplexe Anfragen und Planungsaufgaben wandert ein sogenannter System Orchestrator an Googles Gemini-Modell weiter.

Die Größenunterschiede sind gewaltig: Apples Cloud-Modell kommt auf 150 Milliarden Parameter, Googles Gemini Pro auf 1,2 Billionen. Branchenkreisen zufolge zahlt Apple rund eine Milliarde Euro jährlich für die Zusammenarbeit. Apple-Manager betonen, dass die internen Modelle keinen Gemini-Code enthielten – Google-Ergebnisse seien nur für das Training genutzt worden.

Datenschutz als Trumpf

Für die Cloud-Verarbeitung setzt Apple auf Private Cloud Compute. Das System stellt sicher, dass Daten, die für Gemini-Aufgaben an die Server gehen, weder geteilt noch gespeichert werden. Ein entscheidender Punkt im Vergleich zu Googles eigenem Android-Ökosystem.

Neue Funktionen im Detail

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Die zweite Beta von iOS 27 (Build 24A5370h) bringt konkrete Neuerungen:

  • „Schreiben mit Siri“: Aus den bisherigen „Schreibwerkzeugen“ wird ein lokaler KI-Assistent, der mit einem 3-Milliarden-Parameter-Modell auf dem Gerät Texte korrigiert und umformuliert. Eine Verknüpfung oberhalb der Tastatur ruft die Funktion auf.
  • RCS-Nachrichten: Endlich Unterstützung für Inline-Antworten und Emoji-Reaktionen via GSMA Universal Profile 2.7.
  • Siri als Chatbot: Der Assistent merkt sich Gesprächsverläufe, bekommt eine eigene App und kann Rechnungen aus Fotos splitten oder schwache Passwörter automatisch korrigieren.
  • Visuelle Überarbeitungen: Ein neuer „Liquid Glass“-Transparenzregler und eine optimierte „Jetzt läuft“-Ansicht auf dem Sperrbildschirm.
  • Mac-Integration: Am 24. Juni 2026 erschien macOS 27 Golden Gate Beta 2, die eine Terminal-Lücke schließt, mit der Tester die Siri-KI-Warteliste umgehen konnten.

Hardware-Hürde und Zeitplan

Die KI-Funktionen – von Apple unter dem Begriff Apple Intelligence zusammengefasst – bleiben neueren Geräten vorbehalten. Mindestens ein iPhone 15 Pro ist nötig. Nach der Entwickler-Beta folgt im Juli 2026 eine öffentliche Testversion, der finale Release ist für September 2026 geplant. Weltweit sollen die Funktionen ausgerollt werden – zunächst jedoch nicht in der EU und China. In der Volksrepublik sucht Apple nach einem lokalen Partner für vergleichbare KI-Dienste.

Führungswechsel und Personalkrise

Der KI-Vorstoß fällt in eine Phase des Umbruchs. Der designierte Apple-CEO John Ternus will die Designabteilung neu aufbauen, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Abgänge verkraften musste. Allein seit Juli 2025 habe das KI-Team Dutzende Mitarbeiter verloren, heißt es aus Branchenkreisen.

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Marktposition und Zukunftsszenarien

Mit 61,51 Prozent Marktanteil am US-Smartphone-Markt (Stand Mai 2026) dominiert Apple weiterhin. Doch Investoren sehen potenzielle Konkurrenz von unerwarteter Seite: Unternehmen wie SpaceX könnten theoretisch KI-gestützte Hardware mit Starlink-Konnektivität entwickeln und so etablierte Betriebssysteme herausfordern.

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