Siri-KI, Apple

Siri-KI: Apple versteckt ChatGPT, Claude und Gemini in iOS 27

15.06.2026 - 00:05:35 | boerse-global.de

Apple präsentiert eine neue Siri-Architektur mit eigenen Modellen und externen KI-Partnern. Ein Milliarden-Deal mit Google Cloud und versteckte Erweiterungen für ChatGPT, Claude und Gemini wurden entdeckt.

Apple überarbeitet Siri-KI: Neue Partnerschaften und Milliarden-Deal
Siri-KI - A futuristic server room with glowing blue data streams, symbolizing AI integration and cloud computing. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juni eine grundlegend überarbeitete Siri-KI vorgestellt. Die neue Architektur kombiniert hauseigene Modelle mit externer Technologie – und ein verstecktes Framework deutet auf weitreichendere Pläne hin.

Versteckte Erweiterungen für ChatGPT, Claude und Gemini

Die Analyse der aktuellen iOS-27-Beta offenbart ein inaktives „Extensions-Framework". Es soll verschiedene externe KI-Modelle direkt in Siri integrieren. In den Systemeinstellungen und im App Store fanden Entwickler dedizierte Abschnitte für ChatGPT, Claude und Google Gemini. Auf der Bühne zeigte Apple diese Funktionen nicht – doch die Entdeckung spricht für fortgeschrittene Gespräche mit OpenAI, Anthropic und Google.

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Warum bleiben die Erweiterungen deaktiviert? Branchenbeobachter nennen mehrere Gründe. Apple will offenbar zuerst die eigene Siri-KI etablieren, ohne die interne Entwicklung zu untergraben. Hinzu kommen regulatorische Hürden, besonders in der EU, wo die KI-Funktionen zunächst nicht starten. Und dann ist da noch der Rechtsstreit: OpenAI erwägt offenbar rechtliche Schritte gegen die Details des Integrationsdeals mit Apple.

Milliarden-Deal mit Google Cloud

Die neue Siri-KI stützt sich auf zwei Säulen: Apples eigene „Apple Foundational Models" (AFM) und eine Version von Googles Gemini. Das integrierte Gemini-Modell verfügt über 1,2 Billionen Parameter und läuft auf Nvidia Blackwell B200-GPUs in der Google Cloud. Der Deal soll rund eine Milliarde Euro pro Jahr wert sein.

Am 12. Juni bestätigte Google Cloud die Zusammenarbeit beim Aufbau des „Private Cloud Compute"-Systems (PCC). Die Plattform nutzt Googles vertrauliche Rechenumgebung mit Intel-TDX- und Nvidia-Confidential-Computing-Technologien. Zur Sicherheit setzt Apple auf Titan-Chips und ein Titanium-Sicherheitsframework. Der Host-Stack wird als Open Source veröffentlicht – unabhängige Prüfungen sollen sicherstellen, dass kein privilegierter Runtime-Zugriff auf Nutzerdaten möglich ist.

Entwickler müssen umsteigen: SiriKit wird eingestellt

Mit der neuen KI-Architektur verabschiedet sich Apple von SiriKit. Entwickler müssen auf App Intents umsteigen – die neue Brücke zwischen Apps und den KI-Funktionen des Systems. Ohne diese Migration kann Siri keine Befehle in Drittanbieter-Apps ausführen. App Intents steuert künftig auch die Interaktion mit Spotlight, Kurzbefehlen, Widgets und dem Action-Button.

Die Hardware-Anforderungen sind happig. iOS 27 läuft zwar noch auf dem iPhone 11 – die vollen Siri-KI-Funktionen brauchen jedoch ein iPhone 15 Pro oder neuer. Laut Counterpoint-Analysten sind rund 450 Millionen Apple-Geräte im Umlauf, die die neuen „Apple Intelligence"-Anforderungen erfüllen.

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„Golden Gate": 30 Prozent schnellere Apps

Die neue Software-Generation – intern „Golden Gate" genannt – bringt deutliche Leistungssprünge. Interne Tests zeigen: App-Starts sind bis zu 30 Prozent schneller, die Fotoverarbeitung verbessert sich um 70 Prozent, und AirDrop überträgt Daten 80 Prozent schneller. Neue KI-Foto-Tools wie Reframe, Extend und Clean Up erhalten SynthID-Wasserzeichen für mehr Transparenz.

Abschied von Tim Cook

Die Entwicklerkonferenz markierte einen Wendepunkt für Apple. Es war Tim Cooks letzter großer Keynote-Auftritt – John Ternus übernimmt am 1. September 2026 die Führung. Nach den Ankündigungen am 8. Juni fiel die Apple-Aktie um knapp zwei Prozent.

Regional gibt es Einschränkungen: In der EU bleiben die KI-Funktionen zunächst auf macOS 27 und visionOS beschränkt, die mobilen Versionen kommen später. In anderen Märkten startet die Siri-KI-Beta im Laufe des Jahres 2026 – erste Tests beschreiben die frühen Versionen als funktionsfähig, aber fehleranfällig.

de | wissenschaft | 69541106 |