Siri-KI: Apple blockiert neue Features in EU wegen DMA
15.06.2026 - 22:53:19 | boerse-global.de
Nach der Vorstellung einer rundum erneuerten Siri-KI auf der WWDC 2026 bleiben Nutzer in der Europäischen Union – auch in Österreich und Deutschland – außen vor. Grund ist ein Streit um den Digital Markets Act (DMA), der Apple dazu veranlasst hat, seine fortschrittlichen KI-Tools in europäischen Märkten zurückzuhalten.
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Umgehungsmöglichkeiten: Mit Tricks zur neuen Siri
Doch wer nicht warten will, kann die Sperre umgehen. Technische Anleitungen, die Mitte Juni 2026 kursieren, zeigen, wie Nutzer in Österreich und Deutschland die Blockade durch bestimmte Geräteeinstellungen überwinden können.
Die Methode erfordert eine US-Apple-ID und eine Änderung der Systemeinstellungen. Konkret müssen Nutzer die Geräteregion auf die Vereinigten Staaten und die Systemsprache auf Englisch umstellen. Nach einem Neustart erscheint dann die Option „Join Waitlist" im Einstellungsmenü. Allerdings setzt der Trick die Installation der iOS 27 Beta voraus – und Technikexperten warnen: Diese Workarounds bieten keine Garantie für langfristige Funktionalität oder Stabilität.
Was die neue Siri kann: LLM und Kontextverständnis
Die überarbeitete Siri wurde auf Basis eines Large Language Models (LLM) neu aufgebaut, das auf Apples eigenen Foundation Models beruht. Branchenberichten zufolge wurden diese Modelle mit lizenzierten Daten von Google Gemini trainiert. Der assistent soll deutlich kontextbewusster und gesprächiger sein, Chatverläufe über iCloud synchronisieren und auf lokale Gerätedaten wie Nachrichten, E-Mails und Kalendereinträge zugreifen können.
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Eine echte Neuerung ist die eigenständige Siri-App mit einem speziellen Chat-Interface. Sie kann Bildschirminhalte und Dokumente analysieren und eigenständige Aufgaben übernehmen. Für Nutzer von macOS 26 Tahoe oder neuer gibt es zudem Open-Source-Kommandozeilen-Tools wie „apfel", die Apples Foundation Models direkt auf Apple-Silicon-Hardware nutzen – ganz ohne API-Schlüssel.
Zeitplan und Hardware-Voraussetzungen
Der breite Rollout der neuen Siri-Features ist für Herbst 2026 zusammen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 geplant. Eine öffentliche Beta soll bereits im Juli 2026 starten. Während das volle KI-Paket auf mobilen Geräten in der EU blockiert bleibt, plant Apple Berichten zufolge, die Funktionen zunächst für macOS- und visionOS-Nutzer in der Region freizugeben.
Die Hardware-Anforderungen sind streng: Mindestens ein iPhone 15 Pro oder Geräte mit M1-Chip oder neuer bei iPads und Macs werden benötigt. Um versehentliche Aktivierungen während der Vorstellung zu vermeiden, filterten Audioingenieure übrigens Frequenzen zwischen 3 und 6 kHz aus dem WWDC-Keynote-Video.
Neben dem KI-Assistenten bringt der kommende Software-Zyklus auch Updates für Apple Maps mit verbesserten Flyover-Bildern und erweiterten Offline-Karten. Neue Smart-Home-Funktionen in iOS 27 sollen es zudem erlauben, App-Benachrichtigungen als Auslöser für automatisierte Verknüpfungen zu nutzen – eine tiefere Integration mit Drittanbietersystemen inklusive.
