Siri AI: Apple stellt KI-Assistent mit Google-Gemini vor
21.06.2026 - 04:16:28 | boerse-global.de
Der Sprachassistent Siri wird zur eigenständigen App – Apple setzt bei der Neugestaltung auf künstliche Intelligenz und eine Partnerschaft mit Google.
Auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni 2026 präsentierte Apple die grundlegende Neuausrichtung seines Sprachassistenten. Die als Siri AI bezeichnete Neuentwicklung ist Teil der kommenden Betriebssysteme iOS 27 und macOS 27 Golden Gate. Der Konzern hat den Assistenten von Grund auf neu aufgebaut – Basis ist moderne generative KI.
Partnerschaft mit Google als technisches Fundament
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Für die neue Siri AI setzt Apple auf eine im Januar 2026 bekannt gegebene mehrjährige Partnerschaft mit Google. Der Assistent nutzt demnach Gemini-gestützte Modelle, um sein Weltwissen und seine Konversationsfähigkeiten zu erweitern. Ziel der Neugestaltung sei ein deutlich leistungsfähigerer Assistent, der Kontexte über verschiedene Geräte hinweg verstehen kann, so Unternehmensvertreter.
Entwickler können Apples eigene Foundation Models bereits testen. Bisher wurden diese Modelle weniger als zwei Millionen Mal heruntergeladen. Die Integration zeigt sich auch in anderen Produkten: Das am 10. Juni veröffentlichte Update Claris FileMaker Go 2026 enthält ebenfalls Google-Gemini-Funktionen.
Chat-Design ersetzt klassische Oberfläche
Siri AI entfernt sich von der traditionellen Benutzeroberfläche und setzt auf ein chat-ähnliches Design – vergleichbar mit Messaging-Plattformen. Ein zentrales neues Element ist die „Search or Ask"-Schnittstelle in der Dynamic Island, die die bisherige Spotlight-Suche ersetzen soll.
Erste Tests von Branchenanalysten zeigen deutliche Fortschritte bei der Verarbeitung persönlicher Kontexte. Die KI kann Informationen aus E-Mails, Textnachrichten, Voicemails und Kalendereinträgen zusammenführen. So lassen sich etwa Geschenkideen generieren, die auf den in früheren Nachrichten erwähnten Interessen der Kinder basieren.
Die frühen Beta-Versionen zeigen allerdings noch typische Entwicklungsschwächen: gelegentliche Verzögerungen, Fehler in der Health-App und Schwierigkeiten bei der Erkennung bestimmter Akzente.
Strenge Hardware-Anforderungen
Die Umstellung auf Siri AI hat weitreichende Konsequenzen für die Hardware-Kompatibilität. macOS 27 Golden Gate, dessen öffentliche Beta im Juli startet und das im Herbst 2026 erscheinen soll, läuft ausschließlich auf Macs mit Apple Silicon. Damit endet der Software-Support für Intel-basierte Computer endgültig.
Die Geräteanforderungen im Überblick:
- iPhone: Kompatibel ab iPhone 15 Pro und Pro Max, einschließlich der iPhone-16- und iPhone-17-Serien
- iPad: Mindestens A14 Bionic oder M1-Chip erforderlich
- Apple Watch: watchOS 27 schließt die Serien 6, 7, 8, die erste Ultra sowie die SE 2 aus. Unterstützt werden nur Series 9, 10, 11, Ultra 2/3 und SE 3
- Apple TV: Kein Support mehr für das HD-Modell von 2015 und die erste 4K-Generation von 2017
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Regionale Einschränkungen in der EU
Apple bestätigte, dass Siri AI beim Start regionalen Beschränkungen unterliegt. Aufgrund laufender regulatorischer Prüfungen wird die eigenständige Siri-AI-App auf mobilen Geräten in der Europäischen Union zunächst nicht verfügbar sein. EU-Nutzer können die Funktionen aber unter macOS und visionOS 27 nutzen.
Die Börse reagierte verhalten auf die Ankündigungen: Die Apple-Aktie gab nach der WWDC-Präsentation um rund 25 Dollar nach. Analysten sehen die Ursache weniger in den KI-Fähigkeiten selbst, sondern eher in den strengen Hardware-Voraussetzungen und den regionalen Startbeschränkungen.
