Siri AI: Apple sperrt KI-Assistent für EU-Nutzer aus
09.06.2026 - 15:34:49 | boerse-global.de
Die neue „Siri AI“ soll weltweit mit iOS 27 und iPadOS 27 kommen – nur EU-Nutzer bleiben außen vor. Grund sind regulatorische Hürden durch den Digital Markets Act (DMA).
EU-Regulierung stoppt KI-Rollout
Apple begründet die Entscheidung mit den strengen Anforderungen an sogenannte Gatekeeper-Plattformen. Es bestehe Unklarheit, wie die tief ins System integrierten KI-Funktionen mit den Interoperabilitätsregeln des DMA vereinbar seien. Der Konzern befürchtet, dass Drittanbieter von KI-Assistenten weitreichenden Zugriff auf Nutzerdaten erhalten müssten – ein Risiko für Privatsphäre und Datensicherheit.
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In Verhandlungen mit EU-Regulierern habe Apple einen „Trusted System Agent“ vorgeschlagen. Dieser sollte einen kontrollierten Datenaustausch gewährleisten. Auch ein 18-monatiger Rollout-Plan lag auf dem Tisch. Beides wurde Berichten zufolge abgelehnt. Software-Chef Craig Federighi und Marketing-Leiter Greg Jozwiak zeigten sich enttäuscht. Ein konkreter Zeitplan für eine spätere EU-Einführung auf iPhone und iPad existiert nicht.
Mac und Vision Pro bleiben verschont
Die Einschränkungen gelten nur für Mobilgeräte. Mac, Apple Watch und Vision Pro fallen nicht unter die gleichen Gatekeeper-Regeln. Deshalb plant Apple den KI-Start für macOS 27, watchOS 27 und visionOS 27 auch in Europa.
Technisch basiert die neue Siri auf einer Kooperation mit Google. Die Gemini-Modelle kommen auf rund 1,2 Billionen Parameter. Apple zahlt dafür schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar pro Jahr. Die KI soll künftig als separate App agieren, kontextbewusste Suchanfragen ermöglichen und systemübergreifende Schreib- sowie Bildanalyse-Werkzeuge bieten.
Strenge Hardware-Voraussetzungen
iOS 27 läuft grundsätzlich auf allen Geräten ab der iPhone-11-Serie. Die KI-Funktionen bleiben jedoch moderneren Modellen vorbehalten: mindestens iPhone 15 Pro oder neuer. Bei iPads und Macs ist ein M1-Chip Pflicht, neuere Features benötigen M3 oder M4 sowie 12 GB RAM.
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An den Finanzmärkten sorgte die Ankündigung für leichte Verluste. Die Apple-Aktie gab um 1,9 Prozent auf 301,54 US-Dollar nach. Branchenanalysten sehen darin eine strategische Weichenstellung im Konflikt zwischen Tech-Konzernen und EU-Regulierung.
Abschied von Tim Cook
Die WWDC 2026 markiert einen Wendepunkt: Es ist die letzte Entwicklerkonferenz unter Tim Cook. Sein Nachfolger John Ternus übernimmt im September. Eine erste Entwickler-Beta ist bereits verfügbar, die öffentliche Beta folgt im Juli. Der allgemeine Marktstart ist für den Herbst geplant.
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