Siri AI: Apple sperrt fortgeschrittene Funktionen für iPhone 17 Pro
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 12:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit der neuen Softwaregeneration iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 Golden Gate, watchOS 27, visionOS 27 und tvOS 27 hat Apple seinen überarbeiteten Assistenten Siri AI sowie die nächste Generation von Apple Intelligence eingeführt.
Bemerkenswert an der Einführung ist weniger das Softwarepaket selbst als die Art, wie Apple den Zugang zu den KI-Funktionen an konkrete Hardware-Voraussetzungen knüpft. Wer von den anspruchsvollsten Funktionen profitieren will, benötigt teils sehr neue Geräte – ältere iPhones bleiben ganz außen vor.
Mindestanforderungen für Siri AI
Grundvoraussetzung für Siri AI ist mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein iPhone 16 beziehungsweise neuere Modelle. Wer noch ein iPhone 15 oder älter nutzt, erhält kein Apple Intelligence und damit auch keinen Zugriff auf den neuen Assistenten.
Die iOS-27-Software selbst läuft zwar auf deutlich älteren Geräten – kompatibel sind iPhone 11 und neuer sowie das iPhone SE der 2. Generation und neuer –, die KI-Funktionen bleiben diesen Geräten jedoch verwehrt.
Abstufung nach Modellklassen
Selbst innerhalb der unterstützten Geräte gibt es Abstufungen. Die iPhone-16-Reihe sowie das iPhone 15 Pro und Pro Max erhalten laut einem Bericht vom 14. September 2026 lediglich die Standardversion von Siri AI.
Die fortschrittlichsten Funktionen – darunter expressive Sprachausgaben, verbessertes Diktat und die tiefsten On-Device-Fähigkeiten – bleiben dem iPhone 17 Pro, dem iPhone 17 Pro Max sowie dem iPhone Air vorbehalten, und dies auch nur bei Geräten mit mindestens 12 GB Arbeitsspeicher.
Auch auf anderen Apple-Plattformen gilt eine ähnliche Logik: Auf dem iPad ist Siri AI auf Modelle mit M1-Chip oder neuer sowie das iPad mini mit A17-Pro-Chip beschränkt, auf dem Mac auf Geräte mit M1 oder neuer.
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Bei der Apple Watch sind Series 9 und neuer, Ultra 2 und neuer sowie die SE 3 vorausgesetzt. Auf der Vision Pro ist die Funktion dem M5-Modell vorbehalten.
Sprachverfügbarkeit und regionale Einschränkungen
Siri AI startet als Betaversion zunächst ausschließlich auf Englisch. Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen.
Regional gibt es weitere Einschränkungen: In der Europäischen Union ist Siri AI auf iPhone, iPad und Apple Watch aufgrund des Digital Markets Act nicht verfügbar, wohl aber auf macOS 27 und visionOS 27. In China steht die Funktion überhaupt nicht zur Verfügung.
Nutzer unter 13 Jahren erhalten ebenfalls keinen Zugriff auf den Assistenten. Aktiviert wird Siri AI über die Einstellungen als Opt-in, teilweise über eine Warteliste.
Technischer Unterbau und Nutzungsgrenzen
Siri AI basiert auf den Apple Foundation Models in Kombination mit Google Gemini. Zum Einsatz kommen die Modelle AFM 3 Core mit 3 Milliarden Parametern, AFM 3 Core Advanced mit 20 Milliarden Parametern (davon 1 bis 4 Milliarden aktiv) sowie AFM 3 Cloud für serverseitige Anfragen. Für die Server-Funktionen gelten tägliche Nutzungslimits; ein erweiterter Zugang soll künftig kostenpflichtig angeboten werden.
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Weitere Funktionen und Verzögerungen
Neben Siri AI bringt die Softwaregeneration eine Reihe weiterer Funktionen mit: Siri direkt in der Kamera, Visual Intelligence per Tastenkombination Shift-Command-Space, ein fotorealistisches Image Playground, neue Photos-Werkzeuge wie Spatial Reframing, Extend und Clean Up, Tab-Gruppierung und Erinnerungsfunktionen in Safari, per Beschreibung erstellbare Shortcuts, natürliche Sprachverarbeitung im Kalender, verbesserte Mail-Funktionen sowie Videobeschreibungen in HomeKit.
Zwei ursprünglich geplante Funktionen wurden hingegen verschoben: Vorschläge in Messages und eine KI-gestützte Passwort-Korrektur sollen erst in einem zukünftigen Update erscheinen.
Apple selbst nennt für die neue Softwaregeneration Performance-Verbesserungen von bis zu 30 Prozent schnelleren App-Starts, bis zu 70 Prozent schnellerer Fotoverarbeitung und bis zu 80 Prozent schnellerem AirDrop.
Für viele Nutzer bedeutet die neue Staffelung vor allem eines: Wer von den fortschrittlichsten KI-Funktionen profitieren möchte, kommt um ein aktuelles iPhone-17-Pro-Modell oder das iPhone Air kaum herum – während Besitzer älterer, aber noch gut funktionierender Geräte auf absehbare Zeit außen vor bleiben.
