Siri AI: Apple präsentiert KI-Assistent mit Google-Technik
10.06.2026 - 05:34:23 | boerse-global.de
Auf der Entwicklerkonferenz WWDC26 präsentierte Apple eine völlig neue Generation seines Sprachassistenten. Siri AI soll mit künstlicher Intelligenz und Google-Technologie den Alltag der Nutzer grundlegend verändern.
Der Technologiekonzern aus Cupertino hat am Montag die bislang umfassendste Überarbeitung seines virtuellen Assistenten vorgestellt. Die neue Siri AI ist das Herzstück der nächsten Generation von Apple Intelligence und soll weit mehr können als ihre Vorgänger. Allerdings bleibt die volle Leistungsfähigkeit den neuesten Geräten vorbehalten.
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Komplexe Kompatibilitätsstruktur
Das neue Betriebssystem iOS 27 läuft auf einer breiten Palette älterer Geräte – vom iPhone 11 aufwärts sowie dem iPhone SE der zweiten Generation. Doch wer die KI-Funktionen nutzen möchte, braucht modernere Hardware. Die Standard-Features von Siri AI, darunter personenbezogene Kontexterkennung und ein neues Siri-App mit iCloud-synchronisiertem Gesprächsverlauf, stehen ab dem iPhone 15 Pro und Pro Max sowie der gesamten iPhone-16-Serie zur Verfügung. Auch iPads mit M1-Chip oder neuer sind kompatibel.
12 Gigabyte RAM als Schlüssel zur Höchstleistung
Für die rechenintensivsten KI-Modelle direkt auf dem Gerät setzt Apple eine harte Grenze: mindestens 12 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das bedeutet, dass nur das iPhone 17 Pro und das neue iPhone Air diese Funktionen lokal ausführen können. Alle anderen unterstützten Geräte weichen auf Apples Private Cloud Compute aus – mit potenziell langsameren Reaktionszeiten.
„Das ist ein klarer Bruch mit der bisherigen Strategie“, kommentiert ein Branchenkenner. „Apple zwingt die Nutzer zu teureren Modellen, wenn sie die volle KI-Power wollen.“ Bei den Macs reichen M3-Chips oder neuere mit 12 Gigabyte RAM für die lokale Verarbeitung.
Google an Bord: Neue Funktionen im Überblick
Die neue Siri AI setzt auf Apples eigene Foundation-Modelle, kombiniert sie aber mit Technologie von Google Gemini. Das Ergebnis ist ein Assistent, der deutlich mehr kann:
- Visuelle Intelligenz in der Kamera-App: Objekte erkennen, Rechnungen aufteilen oder Nährwerte ablesen
- Systemweite Schreibwerkzeuge zum Korrekturlesen, Umschreiben und Zusammenfassen von Texten
- Erweiterte Fotobearbeitung mit Funktionen wie „Clean Up“ und „Extend“ – inklusive SynthID-Wasserzeichen für KI-Inhalte
- App-übergreifende Steuerung: Siri kann Safari-Tabs organisieren oder Fotoalben auf natürliche Sprachbefehle hin erstellen
Die Performance soll ebenfalls spürbar steigen: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller, Fotos laden 70 Prozent und AirDrop 80 Prozent flotter.
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Zeitplan und regionale Einschränkungen
Bereits einen Tag nach der Ankündigung, am 9. Juni, startete die Entwickler-Beta für iOS 27. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der stabile Release ist für September 2026 geplant. Dann soll auch der angekündigte Führungswechsel stattfinden: John Ternus übernimmt den CEO-Posten von Tim Cook.
Doch nicht alle werden sofort in den Genuss der neuen Funktionen kommen. Der Start beschränkt sich auf die englische Sprache. Zudem werden die KI-Features in der Europäischen Union und China zunächst nicht verfügbar sein – Apple verweist auf regulatorische Hürden, insbesondere den Digital Markets Act (DMA) für iOS und iPadOS. Auf Macs und der Vision Pro hingegen sollen die Funktionen auch in diesen Regionen laufen.
Um die Server nicht zu überlasten, führt Apple tägliche Nutzungslimits für bestimmte KI-Funktionen ein. Abonnenten von iCloud+ erhalten höhere Kontingente. Die Ankündigung folgt auf einen Vergleich in Höhe von 250 Millionen Euro, den Apple kürzlich wegen früherer KI-Leistungsversprechen gezahlt hatte.
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