Siri, Apple

Siri 2.0: Apple nutzt Google Cloud und Nvidia-GPUs zur WWDC

04.06.2026 - 19:22:19 | boerse-global.de

Apple integriert Nvidia-GPUs und Google Cloud für die KI-gestützte Siri 2.0, nachdem eigene Server zu langsam waren.

Apple setzt auf Nvidia und Google Cloud für neue Siri KI
Siri - A sleek server room with glowing green circuit boards and a holographic Apple Siri icon, symbolizing AI integration. 04.06.2026 - Bild: über Pixybay

Der iPhone-Konzern ändert seine KI-Strategie grundlegend: Statt auf eigene Infrastruktur zu setzen, nutzt Apple für die überarbeitete Sprachassistentin Siri künftig externe Hardware von Nvidia und die Cloud von Google.

Partnerschaft mit dem Wettbewerber

Apple plant, die Anfragen der neuen KI-gestützten Siri über Google Cloud abzuwickeln, wie aus Berichten von Anfang Juni 2026 hervorgeht. Zum Einsatz kommen sollen Nvidias Blackwell B200-GPUs – ein bemerkenswerter Schritt, denn der iPhone-Hersteller hat jahrelang auf vollständige Kontrolle über seine Hardware- und Software-Infrastruktur gesetzt.

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Die Prozessoren werden die rechenintensiven Workloads der Google-Gemini-Modelle bewältigen, die Apple lizenziert hat, um Siri leistungsfähiger zu machen. Um die eigenen Datenschutzstandards zu wahren, setzt der Konzern auf Nvidias Confidential Compute-Technologie. Sie stellt sicher, dass Daten während der Cloud-Verarbeitung verschlüsselt bleiben.

Interne Lösung war zu langsam

Apple hatte zunächst versucht, die Gemini-Modelle auf der eigenen Infrastruktur namens Private Cloud Compute zu betreiben – mit Servern auf Basis von Mac-Chips. Doch diese interne Lösung war Berichten zufolge nicht schnell genug, um die Leistungsanforderungen der modernen KI-Modelle zu erfüllen.

Ein Strategiewechsel also: Statt auf vollständige Eigenentwicklung zu setzen, holt sich Apple nun externe Hilfe – und das ausgerechnet von zwei Unternehmen, die in vielen Bereichen direkte Konkurrenten sind.

Siri 2.0: Was kommt auf die Nutzer zu?

Die überarbeitete Siri, intern oft als Siri 2.0 bezeichnet, soll zum zentralen Thema der WWDC werden, die am 8. Juni 2026 beginnt. Der verbesserte Assistent verspricht:

  • deutlich besseres Kontextverständnis
  • die Fähigkeit, mehrschrittige Aktionen auszuführen
  • tiefere Integration in systemeigene und Drittanbieter-Apps

Während die erste Vorstellung im Frühsommer erfolgt, rechnen Beobachter mit dem öffentlichen Rollout im September 2026.

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Neue Hardware fürs Smart Home

Um die KI-Funktionen auch im Wohnzimmer nutzbar zu machen, hat Apple offenbar die Entwicklung neuer Geräte abgeschlossen. Dazu gehören:

  • Ein Apple TV 4K mit A17 Pro-Chip und 8 GB RAM
  • Eine zweite Generation des HomePod Mini mit S9-Chip

Beide Geräte sollen im Herbst auf den Markt kommen und die neuen Siri-Funktionen demonstrieren.

Wettbewerbsdruck wächst

Die Entscheidung, auf Nvidia und Google zu setzen, fällt in eine Zeit zunehmender Konkurrenz im KI- und Hardware-Sektor. Erst am 2. Juni 2026 stellte Nvidia seinen RTX Spark-Chip für Personal Computer vor – und sicherte sich Partnerschaften mit Dell, Lenovo, Microsoft, HP, Asus und MSI. Apple war nicht dabei.

Das ist kein gutes Zeichen für die Mac-Sparte des Konzerns, die im letzten Quartal zwar rund 8,4 Milliarden Euro Umsatz erzielte. Doch das Aufkommen KI-optimierter PC-Chips von Wettbewerbern setzt Apple zunehmend unter Druck.

Die Botschaft ist klar: Apple priorisiert kurzfristig die Verbesserung seines Software-Ökosystems – auch wenn das bedeutet, den lang gehegten Traum von vollständiger Hardware-Unabhängigkeit vorerst auf Eis zu legen.

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