Siri, Apple

Siri 2.0: Apple baut Sprachassistenten zum KI-Chatbot um

05.06.2026 - 01:48:33 | boerse-global.de

Apple kündigt auf der WWDC 2026 Siri 2.0, watchOS 27 mit Blutdruck-Trendanalyse und iOS 27 an. Tim Cooks letzte Keynote als CEO.

Apple WWDC 2026: Cooks letzte Keynote mit Siri 2.0 und KI-Offensive
Siri - A close-up of a modern smartwatch with a glowing, futuristic interface displaying health data and digital information. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Es ist die letzte unter CEO Tim Cook.

Der Tech-Riese präsentiert am 8. Juni 2026 um 19 Uhr MEZ die nächste Generation seiner Betriebssysteme. Im Mittelpunkt stehen Apple Intelligence 2.0 und ein komplett überarbeiteter Sprachassistent. Doch die eigentliche Sensation liegt hinter den Kulissen: Cook soll am 1. September seinen Posten räumen. Sein Nachfolger wird voraussichtlich John Ternus, bisher Hardware-Chef des Konzerns.

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watchOS 27: Blutdruckwarnung und neue Gesichter

Die Apple Watch bekommt ein entscheidendes Gesundheits-Feature. watchOS 27 führt ein System zur Blutdruck-Trendanalyse ein. Es warnt Nutzer frühzeitig vor möglichem Bluthochdruck. Allerdings steht die Funktion noch unter Vorbehalt – die US-Gesundheitsbehörde FDA muss sie erst absegnen.

Erstmals können auch Besitzer der Standard-Modelle das beliebte „Modular Ultra“-Zifferblatt nutzen. Bisher war es der teuren Ultra-Version vorbehalten. Das Watchface bietet Platz für drei Komplikationen. Dazu kommt verbesserte Herzfrequenzmessung über alle kompatiblen Modelle hinweg.

Die Apple Watch Ultra 3 bekommt exklusive Extras: Satellitenunterstützung für Apple Maps und die Möglichkeit, Fotos zu übertragen.

Siri 2.0: Vom Assistenten zum Chatbot

Der größte Umbau betrifft Siri. Der Sprachassistent wird zum KI-Chatbot mit Kontextverständnis. Siri 2.0 kann längere Unterhaltungen führen, Folgefragen verstehen und auf das verweisen, was gerade auf dem Bildschirm passiert.

Die Technik dahinter: Apples eigene Foundation Models, die aber auch auf Googles Gemini-Modellen basieren. Teile der Berechnungen laufen auf Google-Servern mit Nvidia-Chips. Apple öffnet das System zudem für Drittanbieter – ChatGPT, Claude und Gemini lassen sich künftig per Erweiterung einbinden.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Persönlicher Kontext: Siri greift auf Mails, Nachrichten, Dateien und Fotos zu
  • Bildschirmverständnis: Der Assistent erkennt und bearbeitet Inhalte auf dem Display
  • App-Steuerung: Tiefe Integration in Apple-Apps und Drittanbieter
  • Datenschutz: Verarbeitung erfolgt wo möglich auf dem Gerät, komplexe Aufgaben in der Private Cloud

Nutzer können einstellen, dass der Chatverlauf automatisch nach 30 Tagen oder einem Jahr gelöscht wird. Auf der Apple Watch laufen die KI-Funktionen ab Series 10, Series 11 und Ultra 2 oder 3. Voraussetzung für den vollen Funktionsumfang ist ein iPhone 15 Pro oder neuer.

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iOS 27: Rechnung teilen und neue Kamerafunktionen

Neben Siri bringt iOS 27 praktische Alltagsfunktionen. Die Rechnungsteilung in Wallet und Nachrichten erlaubt es, Belege zu scannen, Beträge zuzuweisen und Trinkgeld zu berechnen. Apple Watch-Nutzer können Zahlungsanfragen direkt vom Handgelenk bestätigen.

Die Kamera erhält einen visuellen Intelligenzmodus. Treuekarten lassen sich künftig in die Wallet-App einscannen. Fünf neue Barrierefreiheits-Funktionen kommen hinzu, darunter KI-gestützte Sprachausgabe, automatische Videountertitel und eine digitale Lupe mit KI-Unterstützung.

Zeitplan und Kompatibilität

Die erste Entwickler-Beta von watchOS 27 und iOS 27 erscheint direkt nach der Keynote am Montag. Eine öffentliche Beta folgt im Juli, der stabile Release ist für September geplant.

iOS 27 wird voraussichtlich ab dem iPhone 12 aufwärts laufen. Das iPhone 11 und das iPhone SE der zweiten Generation fallen raus. Neue Hardware wie HomePod oder Apple TV stellt Apple wohl erst vor, wenn Siri 2.0 vollständig läuft.

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