SIM-Swap-Angriffe, FBI

SIM-Swap-Angriffe: FBI meldet Anstieg um 27% bei Senioren

24.06.2026 - 11:33:46 | boerse-global.de

Neue Gesetze in Mexiko und steigende Roamingkosten befeuern den eSIM-Markt. Banken entdecken das Geschäft mit mobiler Konnektivität.

eSIM-Boom: Reisetrends treiben Nachfrage nach günstigen Datenkarten
SIM-Swap-Angriffe - A hand holding a smartphone with a North American map and network signal icons. Blurred US, Mexico, and Canada landmarks in background. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Großereignisse in den USA, Mexiko und Kanada machen mobiles Internet zur Pflicht – digitale Tickets und ständige Erreichbarkeit sind gefragt. Reisende setzen daher zunehmend auf eSIM-Karten, um horrende Roaming-Gebühren zu umgehen.

Mexiko lockert Registrierungspflicht für Touristen

Seit Januar 2026 gilt in Mexiko das neue RENAUT-Gesetz. Es schreibt die Registrierung lokaler SIM-Karten mit der mexikanischen Steueridentifikationsnummer CURP vor. Eine wichtige Ausnahme: Internationale eSIMs fallen nicht unter diese Regelung. Für Besucher bedeutet das einen deutlich einfacheren Zugang zum Mobilfunknetz.

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Die Netzabdeckung bleibt jedoch eine Herausforderung, besonders auf Reisen zwischen Großstädten und Küstenregionen. Der Marktführer Telcel hält einen Anteil von 54,8 Prozent und erreicht rund 86,7 Prozent der Bevölkerung. In Mexiko-Stadt liegt der tägliche Datenverbrauch zwischen 1,5 und 2,5 Gigabyte. Anbieter wie HelloRoam haben auf diesen Bedarf reagiert und bieten Tarife mit 4G- und 5G-Zugang über lokale Netze wie Telcel und AT&T Mexico an.

Preiskampf auf dem eSIM-Markt

Der Wettbewerb zwischen Anbietern wie Sim Local, Airalo und Nomad ist enorm. Während klassisches Roaming täglich zwischen zehn und zwölf Euro kostet, sind lokale eSIM-Tarife oft deutlich günstiger.

In den USA liegen die Preise für Highspeed-Datentarife aktuell zwischen rund 13 Euro für zehn Gigabyte und 29 Euro für 20 Gigabyte. Die Angebote unterscheiden sich stark: Manche setzen auf unbegrenztes Datenvolumen, andere auf Extras wie eine lokale Telefonnummer für Anrufe und SMS. Einige Anbieter decken über 200 Länder ab, andere legen den Fokus auf besonders hohe Datenqualität und großzügige Highspeed-Limits.

Banken entdecken eSIM als Geschäftsfeld

Ein neuer Trend: Finanzdienstleister integrieren eSIM-Dienste direkt in ihre Apps. Die belgische Bankengruppe KBC arbeitet dafür mit dem 2023 gegründeten Anbieter Firsty zusammen. Kunden können nun direkt aus der Banking-App heraus Tagespässe für Highspeed-Daten in über 180 Ländern buchen.

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Dieser Schritt folgt ähnlichen Initiativen anderer Digitalbanken. Das Ziel ist klar: Man will sich ein Stück vom wachsenden Konnektivitätsmarkt sichern. Dabei ist das Potenzial enorm: Laut GSMA machten eSIM-Smartphone-Verbindungen 2024 gerade einmal drei Prozent aller weltweiten Verbindungen aus.

Neue Funktionen und wachsende Sicherheitsrisiken

Die Technik entwickelt sich rasant weiter. Erst am Dienstag, dem 23. Juni 2026, startete A1 Slovenia einen MultiSIM-Dienst für iOS. Nutzer können damit ihre Telefonnummer auf zusätzliche Geräte wie die Apple Watch Cellular übertragen.

Gleichzeitig wachsen die Sicherheitsbedenken. Das FBI meldet einen deutlichen Anstieg von SIM-Swap-Angriffen. Allein 2025 waren 222 Personen über 60 Jahre betroffen – 2023 waren es noch 174. Der Gesamtschaden wird auf rund 6,2 Millionen Euro geschätzt.

Verbraucher sollten zudem Preisanpassungen im Blick behalten. AT&T kündigte an, die monatliche Verwaltungsgebühr ab dem 5. August 2026 von rund 3,70 Euro auf 4,60 Euro zu erhöhen.

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