Shingrix, Studien

Shingrix: Neue Studien belegen messbaren Demenz-Schutz im Alter

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 12:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Shingrix schützt wirksam vor Gürtelrose, mögliche Zusatzeffekte bleiben unbestätigt. Österreich baut Impfangebote und Walking Football aus.

Shingrix und Walking Football: Neue Impulse für die Prävention
Ein steriler, modern eingerichteter medizinischer Untersuchungsraum mit einem Stethoskop auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Die medizinische Prävention von Gürtelrose rückt aufgrund neuer Beobachtungsstudien und erweiterter Impfprogramme verstärkt in den Fokus der öffentlichen Gesundheitspflege. Aktuelle Daten zum Impfstoff Shingrix belegen nicht nur eine hohe Wirksamkeit gegen die primäre Erkrankung, sondern deuten auch auf signifikante Zusatznutzen für die langfristige Gesundheit hin.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Schutzwirkung von Shingrix

Der Impfstoff Shingrix gilt als hochwirksam und bietet laut aktuellen Daten einen Schutz von knapp 90 % gegen Gürtelrose sowie die damit verbundene postherpetische Neuralgie. Über diese primäre Schutzfunktion hinaus liefern Beobachtungsstudien Hinweise auf weitere präventive Effekte.

So legen Analysen nahe, dass die Impfung mit einem etwa 20-prozentigen Schutz vor Demenzerkrankungen korreliert. Zudem wurde beobachtet, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach einer erfolgten Impfung niedriger ausfällt.

Trotz dieser vielversprechenden Beobachtungen mahnen Fachbehörden zur Zurückhaltung bei der abschließenden Bewertung. Wie aus einem Bericht vom 6. September 2026 hervorgeht, hält es das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) für verfrüht, eine direkte Kausalität zwischen der Gürtelrose-Impfung und dem Schutz vor Demenz zu bestätigen.

Infolgedessen wurden die bestehenden Impfempfehlungen in der Schweiz bislang nicht angepasst. Die Behörde sieht weiteren Forschungsbedarf, um die statistischen Korrelationen wissenschaftlich abzusichern.

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Impfstrategien und infrastrukturelle Umsetzung in Österreich

In Österreich wird die Prävention durch eine Ausweitung der staatlich geförderten Impfprogramme vorangetrieben. Für die kommende Grippesaison werden knapp 1,7 Mio. Impfstoffdosen bereitgestellt, was eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren darstellt.

Zum Vergleich: In der Saison 2023/24 standen 1,02 Mio. Dosen zur Verfügung, während es 2025/26 bereits 1,481 Mio. Einheiten waren. Neben der Influenza-Vorsorge sind in Österreich nun auch Impfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken für Personen ab 60 Jahren sowie für Risikogruppen ab 18 Jahren kostenlos zugänglich.

Die Digitalisierung spielt bei der Dokumentation dieser Maßnahmen eine zentrale Rolle. Seit dem Herbst 2025 bis Ende August 2026 wurden im elektronischen Impfpass (E-Impfpass) insgesamt 642.400 Impfungen digital erfasst, wie Berichte vom 5. September 2026 dokumentieren. Trotz des Ausbaus der Programme gibt es jedoch auch Herausforderungen in der Logistik; so wurde Kritik an bestehenden Lieferproblemen beim Gürtelrose-Impfstoff laut.

Ergänzende Prävention durch gesundheitsfördernde Aktivitäten

Neben medikamentösen Maßnahmen gewinnen alternative Bewegungsangebote als Teil einer ganzheitlichen Präventionsstrategie an Bedeutung. Ein Beispiel hierfür ist die Sportart Walking Football, die ursprünglich 2011 im englischen Chesterfield initiiert wurde und mittlerweile in 80 Ländern verbreitet ist.

In Deutschland unterhalten bereits 16 Profiklubs entsprechende Abteilungen, und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) führt diesbezüglich Verhandlungen mit Krankenkassen über eine mögliche Anerkennung als Präventionsleistung.

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In Österreich treibt die Walking Football Austria Association (WFAA) die Entwicklung voran. Die Sportart, die insbesondere auf ältere Zielgruppen zugeschnitten ist, zeigt messbare gesundheitliche Erfolge.

Teilnehmer berichteten laut Medienberichten vom 6. September 2026 von Gewichtsverlusten von bis zu 30 Kilo sowie einer verbesserten Beweglichkeit und einem gestärkten Selbstbewusstsein.

Flankiert wird dieser Trend durch neue Fachliteratur, wie das aktuell erschienene Buch „WALKING FOOTBALL! Warum ich wieder zum Fußball gehe“, das die Motivationen und gesundheitlichen Vorteile dieser Bewegungsform thematisiert.

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