Senioren-Sicherheit: Betrüger erbeuten 25.000 Euro per Fernzugriff
03.07.2026 - 19:14:52 | boerse-global.de
Kommunen und Hilfsorganisationen reagieren darauf mit neuen Beratungsangeboten. Im Fokus: Sicherheit im Netz, Schutz vor Betrug und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
Handysprechstunden und Digitalcafés
In Buchholz bieten die Johanniter regelmäßig eine kostenlose Handysprechstunde an – in den Räumen der Haspa. Die Termine fürs zweite Halbjahr stehen bereits fest. In Steinen helfen Jugendliche Senioren bei Fragen rund ums Smartphone.
In Dresden läuft ein Projekt eines sozialen Vereins in Kooperation mit einem Kulturforum. Wöchentliche Digitalcafés richten sich an Menschen ab 60 Jahren. Vorkenntnisse sind nicht nötig, das Angebot läuft noch bis Jahresende. Auch in Leipzig gibt es spezifische Kurse zu Windows und Laptops – für Anfänger wie Fortgeschrittene.
KI-Risiken und Datenschutz
Ein zentrales Thema: Sicherheit bei neuen Technologien. In Münster verfolgten knapp hundert Teilnehmer eine Informationsveranstaltung – vor Ort und online. Ein Referent des Projekts Digitaler Engel sprach über die Risiken Künstlicher Intelligenz. Viele Senioren zeigten sich skeptisch, vor allem mit Blick auf mögliche Überwachung.
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Die Experten raten: Sprachassistenten bei Nichtgebrauch ausschalten. App-Zugriffe aufs Mikrofon strikt einschränken. Und nicht notwendige Cookies ablehnen. So lässt sich die Datenerfassung durch Dritte minimieren.
Warnung vor aktuellen Betrugsmaschen
Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor gefälschten E-Mails, die angeblich vom Bundeskriminalamt stammen. Die Absender setzen Empfänger mit erfundenen Straftatvorwürfen unter Druck. Sie fordern eine Stellungnahme oder die Kopie eines Ausweisdokuments.
Die Experten stellen klar: Behörden versenden keine Vorladungen per E-Mail. Solche Nachrichten gehören sofort gelöscht.
Ein Fall aus Weida zeigt die finanziellen Risiken: Eine Seniorin verlor zwischen 20.000 und 25.000 Euro an einen falschen Microsoft-Mitarbeiter. Der Täter verschaffte sich per Fernzugriffssoftware Kontrolle über ihren Rechner und veranlasste unberechtigte Banktransaktionen. Die Polizei betont: Softwarehersteller kontaktieren Kunden niemals unaufgefordert und fragen nie nach Bankdaten.
Millionen Deutsche nutzen täglich Online-Banking per Smartphone – ohne diesen Schutz ist das gefährlich. Experten warnen: Wer diese 5 Maßnahmen nicht kennt, riskiert Datenverlust und finanzielle Schäden. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Vorsicht in der Urlaubszeit
Die Polizei Mittelhessen mahnt zur Zurückhaltung bei Urlaubsfotos in sozialen Medien. Sie signalisieren Abwesenheit und erhöhen die Einbruchsgefahr. Zur technischen Absicherung empfehlen die Beamten: Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, den Router bei längerer Abwesenheit abschalten und Smart-Home-Systeme in den Abwesenheitsmodus versetzen. Öffentliche WLAN-Netze sollten Nutzer nur über eine verschlüsselte VPN-Verbindung verwenden.
