KI-Brillen-Boom, Rogbid

KI-Brillen-Boom: Rogbid startet bei 110 Euro, Samsung folgt am 22. Juli

03.07.2026 - 19:14:52 | boerse-global.de

Rogbid launcht günstige KI-Brille, XGIMI setzt auf Display-Technik, Meta führt Abo-Modell ein und Samsung sorgt mit Leak für Spekulationen.

KI-Brillen-Boom: Neue Modelle und Metas Abo-Strategie im Juli 2026
KI-Brillen-Boom - Nahaufnahme einer eleganten, futuristischen Smart-Brille mit dezent leuchtenden Schnittstellen, gehalten von einer Person in einem modernen Büro. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleich mehrere Hersteller bringen neue Smart Glasses auf den Markt, während Meta auf ein Abo-Modell umstellt und Samsung mit einem Leak für Spannung sorgt.

Rogbid bringt günstige KI-Brille für den Massenmarkt

Mit einem Preis von rund 110 Euro will Rogbid die Einstiegsklasse erobern. Die VisionPro AI Glasses sind seit dem 3. Juli erhältlich und bieten eine 13-Megapixel-Kamera, die Bilder in 0,6 Sekunden aufnimmt. Der leichte TR90-Rahmen ist mit photochromen Gläsern ausgestattet, die sich automatisch an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen.

Die technische Ausstattung kann sich sehen lassen: Ein 290-mAh-Akku soll für einen ganzen Tag reichen, zwei Lautsprecher liefern den Sound. Der integrierte KI-Assistent „Hey Alice" ermöglicht Echtzeit-Übersetzungen und die elektronische Bildstabilisierung sorgt für verwacklungsfreie Aufnahmen. Aktuell ist das Modell nur in Schwarz erhältlich.

XGIMI setzt auf Display statt Kamera

Einen anderen Weg geht der Projektor-Spezialist XGIMI. Die MemoMind One Smart Glasses setzen nicht auf Kamerafunktionen, sondern auf visuelle Informationsdarstellung. Zwei grüne Micro-LED-Displays mit beeindruckenden 2.000 Nits Helligkeit projizieren Inhalte direkt ins Sichtfeld.

Das Gerät positioniert sich als reines Produktivitätstool: Teleprompter-Funktion, Navigationshilfen und Echtzeit-Übersetzungen für über 26 Sprachen sind an Bord. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat das Projekt bereits die 500.000-Dollar-Marke geknackt. Der Preis liegt je nach Linsenanpassung zwischen 370 und 460 Euro, ein optionales Memo+-Abo kostet rund 18 Euro monatlich.

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Meta führt Abo-Modell ein – kostenlose Nutzung wird eingeschränkt

Meta hat seine Ray-Ban- und Oakley-Smart-Glasses mit neuen Funktionen ausgestattet – und gleichzeitig die Kostenfalle zugeschnappt. Seit dem 2. Juli gibt es Spin View, eine Panorama-Funktion für Instagram Stories, sowie Multi-Cam, das Aufnahmen von Brille und Smartphone synchronisiert.

Mit dem Update v126 vom 3. Juli hält zudem der KI-Assistent Muse Spark Einzug – allerdings vorerst nur in den USA und Kanada. Die Sprachunterstützung wurde um Japanisch und Koreanisch erweitert. Der Haken: Die neue Meta One Premium-Mitgliedschaft für rund 18 Euro monatlich schaltet erst die volle Funktionalität frei. Besonders hart trifft es Nutzer der Conversation Focus-Funktion, die Stimmen in lauten Umgebungen isoliert. Gratis-Nutzer dürfen sie nur drei Stunden pro Monat verwenden, Abonnenten erhalten 15 Stunden.

Samsung Galaxy Glasses: Leak vor offizieller Vorstellung?

Noch im Juli könnte der Markt einen weiteren großen Player begrüßen. Ein 27-sekündiges Werbevideo, das kürzlich im Netz auftauchte, zeigt angeblich die Samsung Galaxy Glasses. Das Design erinnert an Wayfarer-Modelle mit eckigem Rahmen, das Gewicht soll bei rund 50 Gramm liegen.

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Die technischen Daten, die durchgesickert sind, lesen sich vielversprechend: Ein Snapdragon-AR1-Prozessor, eine 12-Megapixel-Sony-IMX681-Kamera und ein 155-mAh-Akku sollen zum Einsatz kommen. Die Brille würde auf Android XR laufen und Googles Gemini-KI für Objekterkennung und Navigation nutzen. Branchenkenner rechnen mit einer Vorstellung beim Galaxy Unpacked-Event, das angeblich für den 22. Juli in London geplant ist. Gerüchten zufolge arbeitet Samsung dabei mit der Brillenmarke Gentle Monster zusammen.

Mehr als nur Brillen: Neue Wearables für Gesundheit und Produktivität

Auch jenseits der Smart Glasses tut sich einiges. Am 2. Juli kam der Fieldy 3 auf den Markt – ein tragbares Gerät, das als Uhr oder Anhänger getragen wird und Gespräche in Echtzeit transkribiert und zusammenfasst. Rogbid erweiterte sein Portfolio zudem um das Loop Air, ein bildschirmloses Smart Band für rund 55 Euro, das sich auf Gesundheitsüberwachung spezialisiert hat – inklusive EKG und Blutdruckmessung.

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