Selbstdüngende, Tomaten

Selbstdüngende Tomaten: Freiburg forscht an Agrar-Revolution

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 09:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Von Ginseng-Spenden in Vietnam bis zur Genforschung in Freiburg: Projekte zeigen, wie Pflanzenwissen und Technik die Landwirtschaft verändern.

Pflanzen als Zukunftshoffnung: Ginseng, selbstdüngende Tomaten & mehr
Nahaufnahme von Heilpflanzen-Setzlingen in einem modernen Gewächshaus zur Veranschaulichung nachhaltiger Kultivierung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Pflanzen sind mehr als nur Dekoration. Sie sind Medizin, Nahrung und Hoffnungsträger einer postfossilen Zukunft. Ein Überblick über aktuelle Projekte, die zeigen, wie traditionelles Wissen und moderne Technik verschmelzen.

18.550 Ginseng-Setzlinge für vietnamesische Familien

In der vietnamesischen Provinz Quang Ngai läuft ein groß angelegtes Förderprojekt. Die Kon Tum Ngoc Linh Ginseng Joint Stock Company (Marke K5) spendete 18.550 Setzlinge des begehrten Ngoc Linh Ginsengs an 371 Familien in den Gemeinden Tu Mo Rong, Mang Ri und Dak Sao. Der Gesamtwert der Aktion liegt bei rund 5,7 Milliarden VND. Neben den Pflanzen fließen auch finanzielle Mittel und verarbeitete Ginsengprodukte in die Region. Ziel: Die wirtschaftliche Basis ländlicher Gebiete stärken und seltene Arzneipflanzen für die Weiterverarbeitung sichern.

Die selbstdüngende Tomate: Freiburg forscht an der Agrar-Revolution

Während in Vietnam traditionell angebaut wird, geht die Universität Freiburg einen radikal anderen Weg. Ein Team um Thomas Ott und Henriette Rübsam arbeitet an selbstdüngenden Nutzpflanzen. Die Idee: Mittels CRISPR/Cas-Gentechnik sollen Tomaten oder Maniok eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien eingehen. Gelingt dies, könnte die Landwirtschaft ihre Abhängigkeit vom energieintensiven Haber-Bosch-Verfahren und damit von fossilem Erdgas drastisch reduzieren. Das Projekt ist Teil der baden-württembergischen Initiative für eine postfossile Zukunft.

Bildungsoffensive: Vom Weltacker bis zur Genbank

Ohne Fachkräfte und Wissen nützt die beste Pflanze nichts. Gleich mehrere Initiativen sollen das Know-how sichern:

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Wer die Abhängigkeit vom Haber-Bosch-Verfahren und steigenden Erdgaspreisen hinter sich lassen will, findet im aktuellen Report die entscheidenden Hebel: von der CRISPR/Cas-Technologie bis zum Praxisleitfaden für postfossile Landwirtschaft. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern

NAWIGALA II startete am 1. Juni 2026. Das zweijährige Projekt entwickelt neue Weiterbildungsangebote für den gesamten gärtnerischen Berufsstand. Gefördert wird es vom BMBFSFJ und dem ESF Plus, Branchenverbände wie der ZVG und der BVZ sind mit an Bord.

35 Jahre SKEK: Die Schweizerische Kommission für die Erhaltung von Kulturpflanzen feiert 2026 ihr Jubiläum. Gegründet 1991, steht am 19. November eine Fachtagung an. Themen: die Evaluierung von Zucchini-Akzessionen und die Priorisierung genetischer Ressourcen.

Praktisch wird es auf dem Weltacker Bamberg. Heute findet dort ein Workshop zur Ernte und Verarbeitung von Faserlein statt. Das Angebot ist Teil des Citizen-Science-Projekts „1 qm Lein“ – und zeigt, wie Pflanzenwissen direkt vermittelt wird.

Omega-3-Margarine und Wildkräuter-Touren

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Während Ihre Wettbewerber noch auf energieintensive Kunstdünger setzen, zeigt die Freiburger Forschung einen radikal anderen Weg: selbstdüngende Nutzpflanzen, die Stickstoff aus der Luft binden. Dieser Report liefert die konkreten Schritte, um Ihre Produktion zukunftssicher zu machen. Postfossilen Leitfaden jetzt sichern

Die Integration pflanzlicher Wirkstoffe in den Alltag nimmt Fahrt auf. Neu im Handel: eine Halbfettmargarine mit Omega-3-Zusatz, die ohne Palmöl und Konservierungsstoffe auskommt. Expertin Annelina Waller empfiehlt dazu sogenannte Longevity-Habits.

Wer tiefer einsteigen will, findet ein wachsendes Angebot. Der Botanische Garten Berlin bietet im Juli und August spezialisierte Führungen zu Heilpflanzen und Pilzberatungen an. In Düsseldorf stehen im August Exkursionen zu Wildfrüchten auf dem Programm. Und in Osnabrück laufen seit gestern Seminare zur Achtsamkeit in der Natur. Das Interesse an Pflanzenwissen für Gesundheit und Prävention wächst – und die Projekte liefern die Antwort.

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