Schüler-Gesundheit, Schlafstörungen

Schüler-Gesundheit: 49% leiden unter Schlafstörungen, 69% unter Erschöpfung

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DAK-Präventionsradar 2025/2026 zeigt mehr Schlafprobleme und Erschöpfung bei Schülern; 49 Prozent melden geringeres Wohlbefinden.

DAK-Präventionsradar: Schlafprobleme und Erschöpfung nehmen zu
Ein leerer, sonnendurchfluteter Klassenraum mit ordentlich aufgereihten Schulbänken in einer ruhigen Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt.

Der aktuelle DAK-Präventionsradar für das Schuljahr 2025/2026 liefert detaillierte Einblicke in den Gesundheitszustand von Schülern in Deutschland. Die Ergebnisse der großangelegten Untersuchung deuten auf eine zunehmende Belastung innerhalb der Schülerschaft hin. Insbesondere Schlafstörungen und ein hohes Maß an Erschöpfung prägen demnach das tägliche Erleben vieler Jugendlicher in den Klassenstufen 5 bis 10.

Signifikanter Anstieg bei Schlafstörungen und Erschöpfung

Ein zentrales Ergebnis der Erhebung ist die Häufigkeit von Schlafproblemen unter den Befragten. Demnach klagen 49 % der Schüler über Schlafstörungen. Ein Blick auf die Daten der vergangenen Jahre verdeutlicht dabei einen kontinuierlichen Aufwärtstrend: Im Schuljahr 2019/20 lag der Anteil der Betroffenen noch bei 36 %, während er im Vorjahr auf 46 % anstieg. Mit dem aktuellen Wert von 49 % hat die Verbreitung von Schlafschwierigkeiten einen neuen Höchststand innerhalb des Untersuchungszeitraums erreicht.

Parallel dazu hat auch das Empfinden von Erschöpfung deutlich zugenommen. Laut dem Präventionsradar fühlen sich 69 % der Kinder und Jugendlichen mindestens einmal pro Woche erschöpft. Auch hier zeigt der Vergleich eine Verschlechterung der Situation: Vor drei Jahren gaben 52 % der Befragten an, mindestens einmal wöchentlich unter Erschöpfung zu leiden. Die aktuelle Quote liegt somit 17 Prozentpunkte über dem Wert des Vergleichszeitraums.

Methodik und Umfang der Untersuchung

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Die Datenbasis des DAK-Präventionsradars für das Schuljahr 2025/2026 umfasst eine breite Stichprobe. Für die Untersuchung wurden rund 30.000 Kinder und Jugendliche befragt. Die Erhebung fand an insgesamt 141 Schulen statt, die sich über 15 Bundesländer verteilen. Durch diesen Umfang liefert die Studie repräsentative Anhaltspunkte für die gesundheitliche Verfassung der Schüler in den mittleren Jahrgangsstufen.

Psychisches Wohlbefinden und Zukunftsaussichten

Neben den physischen Symptomen wie Schlafmangel und Müdigkeit beleuchtet die Studie auch das allgemeine psychische Befinden. Demnach berichten 49 % der Befragten über ein vermindertes Wohlbefinden. Diese subjektive Einschätzung der eigenen Lebensqualität korrespondiert mit den beobachteten physischen Belastungsfaktoren.

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Die psychische Belastung spiegelt sich zudem in der Erwartungshaltung der jungen Generation wider. Den Ergebnissen zufolge blicken lediglich 57 % der befragten Schüler positiv in die Zukunft. Damit zeigt ein erheblicher Teil der Schülerschaft eine eher skeptische oder pessimistische Haltung bezüglich der kommenden Jahre.

Zusammenfassend dokumentiert der DAK-Präventionsradar für das Schuljahr 2025/2026 eine Entwicklung, in der sich gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen und regelmäßige Erschöpfung zunehmend im Schulalltag verfestigen. Das Wohlbefinden der Schüler der Klassen 5 bis 10 scheint demnach durch verschiedene Faktoren massiv unter Druck zu stehen.

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