Schokoladenduft: 18 mehr Wiederholungen beim Krafttraining
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
23 trainierte Männer rochen vor dem Beinstrecken an dunkler Schokolade – und schafften deutlich mehr Wiederholungen. Das zeigt eine Studie der University of Malaya, veröffentlicht in „Frontiers in Physiology“.
Duft als Leistungsbooster
Die Probanden fasteten zehn Stunden, dann rochen sie 30 Sekunden lang an dunkler Schokolade mit 90 Prozent Kakao, an Milchschokolade oder an einer geruchsneutralen Kontrolllösung. Anschließend trainierten sie Beinstrecken mit 80 Prozent ihrer Maximalkraft.
Das Ergebnis: Nach dem Riechen an dunkler Schokolade absolvierten die Teilnehmer im Schnitt 18 Wiederholungen mehr als die Kontrollgruppe. Milchschokolade mit 60 Prozent Kakao brachte immerhin neun zusätzliche Wiederholungen.
Die Forscher vermuten einen psychobiologischen Effekt: Der Geruch wirkt als konditionierter Hinweisreiz, der den Körper auf bevorstehende Energiezufuhr oder Sättigung einstellt.
Weniger Hunger, gleiche Anstrengung
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Der Duft der dunklen Schokolade reduzierte zudem das Hungergefühl und steigerte das Sättigungsempfinden. Milchschokolade zeigte hier keinen messbaren Effekt. Bemerkenswert: Trotz der höheren Leistung blieb die subjektiv empfundene Anstrengung in allen Gruppen gleich.
Die Studienautoren ordnen die Ergebnisse als explorativ ein. Die Stichprobe war klein und umfasste ausschließlich Männer. Auch Erwartungshaltungen könnten die Resultate beeinflusst haben. Da keine Blutuntersuchungen durchgeführt wurden, bleiben die genauen Mechanismen unklar.
Mehr als nur Schokolade
Auch andere Ansätze zur Leistungsoptimierung sorgen 2026 für Aufsehen. Eine Meta-Analyse in „Frontiers in Nutrition“ mit 33 Studien und 519 Athleten belegt: Rote-Bete-Saft, etwa 1,5 bis 2,5 Stunden vor der Belastung eingenommen, verbessert Sprintleistung und maximale Sauerstoffaufnahme signifikant. Wer die Wirkung nicht gefährden will, sollte nach der Einnahme auf antibakterielle Mundspülungen verzichten.
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Auch die Bewegungsausführung macht den Unterschied. Forscher der Shandong Sport University zeigten: Beim Kniebeugen-Training ist eine kontrollierte Abwärtsphase von zwei Sekunden effektiver für Kraftaufbau und Sprungleistung als eine langsamere Variante mit vier Sekunden.
Für die Einordnung solcher Leistungen haben die IST-Hochschule Düsseldorf und die Deutsche Sporthochschule Köln eine neue Methode vorgestellt. Ein Z-Score, basierend auf Daten von 393 Teilnehmern, ermöglicht faire Vergleiche der Kraftwerte bei Bankdrücken, Kniebeuge und Kreuzheben – unabhängig von Alter, Gewicht und Körpergröße.
