Schockanruf-Betrug, Euro

Schockanruf-Betrug: 83-Jährige verliert 25.000 Euro in Weimar

29.06.2026 - 10:04:45 | boerse-global.de

Phishing-Attacken auf Mobilgeräte und Schockanrufe nehmen zu. Polizei und Experten geben Tipps zum Schutz vor digitalen und telefonischen Betrugsversuchen.

Urlaubszeit: Kriminelle nutzen Reisezeit für Betrugsmaschen
Schockanruf-Betrug - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Warnmeldung vor Betrug, im unscharfen Hintergrund ein belebter Reiseknotenpunkt. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sicherheitsexperten und Polizeibehörden schlagen Alarm: Besonders Mobilgeräte und Telefonanschlüsse sind im Visier.

Phishing-Fallen auf Reisen

Kriminelle nutzen die Urlaubszeit gezielt aus, um Reisende über digitale Kanäle anzugreifen. Dr. Martin J. Krämer, Berater beim Sicherheitsdienstleister KnowBe4, warnt vor Phishing-E-Mails, die Reisebuchungen oder Unterkünfte vortäuschen. Seine Empfehlung: Buchungen nur über offizielle Kanäle abwickeln und bei unerwarteten Nachrichten skeptisch bleiben.

Für mobile Geräte raten Experten zur Aktivierung biometrischer Funktionen und der Multi-Faktor-Authentisierung (MFA). Reisende sollten zudem Geräteortung und Fernlöschung vorbereiten – für den Fall eines Diebstahls. Lokale SIM-Karten bergen unter Umständen Sicherheitsrisiken. Als sicherere Alternative für den Zugang zur Unterkunft gelten digitale Schlüssel.

Ein weiterer Punkt: Urlaubsfotos erst nach der Rückkehr posten. So geben Einbrechern keine Hinweise auf die Abwesenheit der Bewohner. Zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins stellten Experten zudem das kostenlose Cyber-Awareness-Programm CAPY vor.

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25.000 Euro Schaden durch Schockanruf

Neben digitalen Gefahren warnen Polizeibehörden vor anhaltendem Telefonbetrug. In Weimar verlor eine 83-jährige Frau am vergangenen Wochenende 25.000 Euro. Die Täter gaben sich als Klinikmitarbeiter aus und täuschten einen medizinischen Notfall eines Angehörigen vor. Unter psychischem Druck übergab das Opfer das Bargeld an einen Abholer.

Ähnliche Fälle wurden aus anderen Regionen gemeldet. Im Kreis Paderborn versuchten Täter, eine Seniorin um 65.000 Euro zu bringen – scheiterten jedoch am unerwarteten Erscheinen von Familienangehörigen. Die Polizei appelliert: Ältere Verwandte über diese Maschen aufklären und bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen.

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Schutz vor Einbrüchen im Urlaub

Um Einbrüchen vorzubeugen, empfehlen Sicherheitsberater eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Maßnahmen. Neben dem Verriegeln von Fenstern und Türen spielt die Simulation von Anwesenheit eine entscheidende Rolle. Licht- und Tonsysteme oder Nachbarn, die den Briefkasten leeren, können helfen.

Wertgegenstände sollten vor der Abreise fotografiert und Gerätenummern dokumentiert werden. Für umfassenden Schutz empfehlen Experten Alarmanlagen mit Anbindung an Notrufleitstellen.

Hitzewelle fordert Todesopfer an Gewässern

Die aktuelle Hitzewelle verschärft die Sicherheitslage an Gewässern. Seit Beginn des vergangenen Wochenendes wurden bundesweit mindestens 15 Todesfälle bei Badeunfällen verzeichnet. Bei Temperaturen von teils über 40 Grad mahnen die Behörden zu extremer Vorsicht beim Abkühlen in Seen und Flüssen.

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