Schmerztherapie, Ultraschall

Schmerztherapie: Ultraschall und Hirnscans gegen chronische Rückenschmerzen

05.06.2026 - 05:31:24 | boerse-global.de

Akupunktur und TCM sind in Metropolen etabliert. Eine Münchner Studie erforscht personalisierte Neuromodulation gegen chronische Schmerzen.

TCM und Akupunktur: Boom in deutschen Großstädten und neue Schmerztherapie
Schmerztherapie - Eine Hand setzt eine Akupunkturnadel in die Haut eines Patienten ein, im Hintergrund verschwommen traditionelle chinesische Kräuter. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Verzeichnisse zeigen ein dichtes Netz an spezialisierten Therapeuten – getragen von Ärzten und Heilpraktikern.

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Metropolen als Zentren der Alternativmedizin

In Hamburg und Köln finden Patienten eine hohe Konzentration an Akupunkteuren und TCM-Experten. Das Angebot reicht von kassenärztlichen Leistungen bis zu privaten Zusatzangeboten.

Nordrhein-Westfalen zeigt ähnliche Strukturen: In Mülheim an der Ruhr und im Kölner Stadtteil Bickendorf bieten Praxen verschiedene Schwerpunkte der chinesischen Heilkunst an – oft kombiniert mit klassischer Allgemeinmedizin.

Im Berliner Umland, etwa in Hohen Neuendorf, ergänzen Disziplinen wie die Osteopathie das komplementärmedizinische Spektrum. In Süddeutschland, unter anderem in Ludwigsburg, erweitern spezialisierte Massage-Angebote unter Heilpraktiker-Leitung das Feld der physikalischen Therapien.

Schmerztherapie: Zwischen Akupunktur und Hightech

Die Nachfrage nach ergänzenden Behandlungsmethoden ist enorm. Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden Schätzungen zufolge unter chronischen Schmerzen.

Während TCM-Methoden wie die Akupunktur seit Jahrzehnten zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, startet am LMU Klinikum in München im Juni 2026 die NeuroPain-Studie. Dr. Enrico Schulz, Veronica Meedt und Dr. Daniel Keeser untersuchen dort personalisierte Neuromodulation. Fokussierter Ultraschall, gesteuert durch individuelle fMRT-Hirnscans, soll chronische Rückenschmerzen lindern.

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Primärversorgung im Umbruch

Parallel zur Verfügbarkeit komplementärmedizinischer Angebote bahnen sich strukturelle Veränderungen an. Hamburg plant als Modellregion ein verbindliches Primärarzt-System. Sozialsenatorin Schlotzhauer will durch bessere Steuerung die Wartezeiten bei Fachärzten verkürzen.

Der Hausärzteverband zeigt sich skeptisch. Angesichts der Sparpläne der Bundespolitik warnt er vor einem Scheitern der Pläne.

Auch die Apotheker streben eine Aufwertung an. Die Standesvertretung Abda fordert in einem Positionspapier neue Aufgaben für Apotheken: Ab 2027 sollen sie durch das geplante Apotheken-Verbesserungsgesetz (ApoVWG) Schutzimpfungen, Blutentnahmen und Schnelltests übernehmen dürfen. Das Medikationsmanagement käme hinzu.

Prävention vor Ort

Ergänzt wird die professionelle Versorgung durch lokale Angebote. In Bernau bei Berlin starten im Juni 2026 Kurse für sanfte Gymnastik und Bewegungsprogramme für den Pflegealltag, geleitet von Christina Schmeling.

In Magdeburg zeigt sich der Markt für spirituelle Heilweisen: Eine Naturheilpraxis organisiert Mitte Juni einen schamanischen Heilkreis als Gruppenangebot.

Auch über die Grenzen hinaus ist die Nachfrage stabil. In Zürich werden für TCM und Osteopathie möblierte Behandlungsräume zur Untermiete angeboten – ein Zeichen für flexiblere Praxisstrukturen in diesem Segment.

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