Schmerzbehandlung, OPAL-Beratung

Schmerzbehandlung: OPAL-Beratung für Krebspatienten ab Juni 2026

08.06.2026 - 13:21:21 | boerse-global.de

Krankenkassen fördern Naturheilverfahren, während Kliniken auf 3D-Bildgebung und Telemedizin setzen. Neue Beratungsangebote ergänzen die Versorgung.

Schmerztherapie im Wandel: Kliniken setzen auf Teamarbeit und Technik
Schmerzbehandlung - Medizinisches Team bespricht Patientenfall vor digitalem Interface, das integrative Schmerztherapie und Technologie symbolisiert. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Kliniken und Krankenkassen setzen zunehmend auf eine Mischung aus Technologie, digitalen Helfern und klassischen Naturheilverfahren.

Kassen zahlen für Akupunktur und Co.

Ein wichtiger Schritt zur Verbreitung integrativer Ansätze: Die AOK Sachsen-Anhalt erstattet bereits seit April 2015 anteilig Kosten für Naturheilverfahren. Dazu gehören Akupunktur, Phytotherapie, Hydrotherapie und Reflextherapie.

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Während Krankenkassen die Kosten für professionelle Behandlungen anteilig übernehmen, können Betroffene auch selbst aktiv werden: Ein bebilderter PDF-Guide zeigt Schritt für Schritt, wie Sie 101 bewährte Druckpunkte zur Schmerzlinderung ohne Hilfsmittel selbst aktivieren können. 101 Druckpunkte gegen Arthrose kostenlos herunterladen

Versicherte erhalten 50 Prozent der Kosten erstattet – maximal 50 Euro pro Kalenderjahr. Voraussetzung: Die behandelnden Ärzte müssen eine entsprechende Zusatzqualifikation nachweisen. Die Regelung zeigt: Komplementärmedizin soll kontrolliert in die Regelversorgung einfließen.

O-Arm-System: 3D-Bilder in Echtzeit

Doch nicht nur die Naturheilkunde macht Fortschritte. Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt-Hochegg setzt bei Wirbelsäulen-Operationen auf ein neues intraoperatives 3D-Bildgebungssystem. Das sogenannte O-Arm-System liefert hochauflösende 3D-Bilder in Echtzeit während des Eingriffs.

Das erhöht die Sicherheit und Genauigkeit bei komplexen schmerztherapeutischen Operationen. Die erste erfolgreiche Anwendung des Systems ist bereits dokumentiert.

Parallel dazu gewinnen digitale Werkzeuge an Bedeutung. Oberarzt Türker Kurt von der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie am St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank hält Mitte Juni 2026 einen Fachvortrag über den Einsatz von Apps und Videosprechstunden in der Rheumatologie.

Neue Beratungsangebote für Patienten

Auch die Vernetzung der Fachdisziplinen wird ausgebaut. Am Universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL) startete am 1. Juni 2026 die onkologische Pflegeberatung „OPAL“. Speziell qualifizierte Pflegekräfte beraten Krebspatienten stationär und ambulant zu Nebenwirkungen und Alltagsunterstützung – inklusive Fragen zur Schmerzlinderung.

In der Schlaganfallversorgung zeigt das Netzwerk „STENO“ in Nordbayern, was Telemedizin leisten kann. Das Klinikum Forchheim – Fränkische Schweiz ist seit über 20 Jahren Partner und ermöglicht rund um die Uhr Facharzt-Beurteilungen per Video.

Informationsabende für Betroffene

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Ergänzend zu modernen Klinikverfahren empfiehlt ein renommierter Orthopädie-Professor gezielte Übungen für zuhause, um Schmerzen vorzubeugen und die Muskulatur zu stärken. Dieser kostenlose Ratgeber stellt 17 einfache Übungen vor, die täglich nur 3 Minuten Zeit erfordern. Kostenlosen Ratgeber mit 3-Minuten-Wunderübungen sichern

Viele Kliniken setzen gezielt auf Aufklärung. Am 23. Juni 2026 referiert Dr. Carola Maitra, Leiterin der Sektion Schmerztherapie an der RKH Orthopädischen Klinik in Markgröningen, über aktuelle Behandlungsansätze. Einen Tag später bietet das Team um Chefarzt Dr. Daniel Begrich vom Kompetenzzentrum Wirbelsäule und Schmerz in Essen-Kupferdreh Dialogmöglichkeiten zu Rückenbeschwerden.

Die Veranstaltungen zeigen die Bandbreite von konservativen bis zu interventionellen Methoden.

Dass eine adäquate Schmerztherapie existenzielle Bedeutung hat, zeigen Einzelschicksale. Ein Patient in Österreich nahm nach jahrelangen unerträglichen Schmerzen und Spastiken infolge einer Querschnittlähmung eine Sterbeverfügung in Anspruch. Zuvor hatte er Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischem Cannabis kritisiert. Der Fall verdeutlicht die medizinischen und ethischen Herausforderungen bei schwersten chronischen Verläufen.

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