Schlafstörungen: 35% der Deutschen betroffen – Zusammenhang mit Tinnitus
11.06.2026 - 08:30:20 | boerse-global.de
Die Vorwürfe: sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverfügung. Die mutmaßlichen Taten sollen von 2009 bis Ende 2025 reichen – neuere Berichte gehen sogar bis in die 1990er Jahre zurück.
Betroffen sind Patienten zwischen Anfang 20 und Mitte 60. Der Arzt soll manipulative Verhaltensweisen gezeigt und schmerzhafte Eingriffe mit Stahlinstrumenten durchgeführt haben. Die Terminvergabe in der Praxis wurde inzwischen eingestellt.
Die Landesärztekammer hatte vor 2023 keine Anhaltspunkte für berufsrechtliche Schritte gesehen. Der Fall zeigt: Die Aufsicht muss enger werden.
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Tinnitus-Therapie: Was wirklich hilft
Rund jeder zehnte Erwachsene in Deutschland leidet unter chronischen Ohrgeräuschen. Eine vollständige Heilung ist oft schwierig. Die S3-Leitlinie „Chronischer Tinnitus“ setzt daher auf Symptomlinderung.
Zu den zentralen Bausteinen gehört das Tinnitus-Retraining. Ziel: Die Wahrnehmung des Geräusches tritt in den Hintergrund. Ergänzend empfehlen Ärzte Stressabbau durch Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.
In der Praxis kommt auch speziell gefilterte Musik zum Einsatz – sie entfernt genau die Störfrequenzen, die das Gehör belasten. Psychotherapie kann helfen, die psychische Belastung durch die Dauerbeschallung zu reduzieren.
Schlafstörungen: Ein unterschätztes Problem
Schlechter Schlaf und Tinnitus hängen oft zusammen. Das Robert Koch-Institut hat die Zahlen: Rund 35 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen. Besonders häufig sind Durchschlafstörungen (32 Prozent), Einschlafstörungen plagen 16 Prozent. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Eine Studie im Fachjournal „Nature Human Behaviour“ zeigt zudem genetische Zusammenhänge. Ein internationales Team identifizierte 74 Genom-Positionen, die mit Angstsymptomen in Verbindung stehen. Die genetischen Korrelationen reichen von Depressionen über chronische Schmerzen bis zu koronaren Herzkrankheiten – alles Faktoren, die Tinnitus verstärken können.
Die innere Uhr entschlüsseln
Forscher der Charité Berlin haben eine Methode entwickelt, um die innere Uhr über Haarwurzeln zu bestimmen. Sie analysieren 17 Gene in Haarfollikel-Zellen und können so den biologischen Rhythmus ermitteln. Das ermöglicht künftig eine präzisere Abstimmung von Medikamentengaben.
Auch bei Alzheimer gibt es Fortschritte. Langzeitdaten zum Wirkstoff Donanemab zeigen: Das Medikament verzögert bei frühen Formen den geistigen Verfall über drei Jahre. Die schützende Wirkung hält auch nach dem Absetzen an.
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Neue Bezeichnung für altes Syndrom
Im Mai 2026 wurde eine wichtige begriffliche Änderung beschlossen: Aus PCOS wird PMOS – polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom. Die Umbenennung macht deutlich, dass die Erkrankung den gesamten Körper betrifft. Für die interdisziplinäre Behandlung älterer Patientinnen ist das relevant.
