Schlafstörungen, Erwachsenen

Schlafstörungen: 35,5% der Erwachsenen betroffen – Frauen häufiger

05.06.2026 - 09:32:13 | boerse-global.de

Aktuelle RKI-Daten belegen: Über ein Drittel der Erwachsenen leidet unter Schlafproblemen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Schlafstörungen bei 35,5%: RKI-Studie zeigt deutlichen Anstieg
Schlafstörungen - Eine ruhige, minimalistische Schlafzimmerszene in der Abenddämmerung mit einer Person, die auf einer Yogamatte meditiert, um Ruhe und Schlaf zu fördern. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine aktuelle RKI-Studie zeigt: 35,5 Prozent der Erwachsenen haben Probleme mit dem Schlaf – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren.

Frauen trifft es härter

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Besonders betroffen sind Frauen. Rund 36 Prozent von ihnen berichten über Durchschlafstörungen, bei den Männern sind es 27 Prozent. Auch beim Einschlafen haben Frauen häufiger Probleme: 20 Prozent klagen darüber, bei Männern sind es 13 Prozent.

Die RKI-Befragung aus dem Jahr 2024 ist die größte ihrer Art. Über 27.000 Personen nahmen teil. Zum Vergleich: Zwischen 2008 und 2011 lag der Anteil der Betroffenen noch bei 30,3 Prozent.

Warum wir schlechter schlafen

Die Ursachen sind vielfältig. Fachleute sehen eine Mischung aus modernen Lebensgewohnheiten und globalen Krisen. Smartphones, soziale Medien, die Pandemie-Nachwirkungen, der Klimawandel und militärische Konflikte – all das belastet.

Ein niedriger Bildungsstatus gilt laut RKI als Risikofaktor für Insomnie. Hinzu kommt: Unser Nervensystem bekommt kaum echte Pausen. Fehlen diese Erholungsphasen am Tag, bleibt das System auch nachts aktiv.

Koffein verschärft das Problem. Mit einer Halbwertszeit von sechs Stunden stört später Konsum den Schlaf erheblich.

Das Gehirn reinigt sich im Tiefschlaf

Experten betonen die Bedeutung des glymphatischen Systems. Dieses reinigt im Tiefschlaf das Gehirn. Dauerhafter Schlafmangel könnte langfristig das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer erhöhen.

Ein harmloses, aber verbreitetes Phänomen sind hypnische Rucke – plötzliches Zucken beim Einschlafen. Bis zu 70 Prozent der Menschen erleben es gelegentlich. Auslöser sind Schlafmangel, Stress und ein unregelmäßiger Rhythmus.

Magnesium und Entspannung helfen

Zur Förderung der Regeneration gewinnen Entspannungstechniken an Bedeutung. Magnesiumcitrat gilt als gut aufnehmbare Verbindung, die den Parasympathikus unterstützt und die Muskelentspannung fördert. Über 50 Prozent der Erwachsenen erreichen nicht die empfohlene Tagesdosis.

Kurse und Programme gegen Stress

Im Juni 2026 starten bundesweit zahlreiche Kurse zur Stressreduktion:

Achtsamkeit und Yoga: In Oldenburg gibt es ab Anfang Juni über 70 Kurse. Spezialisierte Formate zur Vagusnerv-Aktivierung und tibetisches Heilyoga (Lu Jong) sind dabei. Auch ehemalige Spitzensportler wie Britta Becker-Kerner sprechen öffentlich über die Bedeutung von Yoga für eine bessere Schlafroutine.

Ganzheitliche Ansätze: In St. Ingbert finden im Juni Veranstaltungen zu Ayurveda und Mental Load statt.

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Bewegungsorientierte Entspannung: In Bernau bei Berlin starten im Juni Pilates- und Gymnastik-Angebote, die auf die Entlastung im Alltag und im Pflegeberuf ausgerichtet sind.

Digitale Formate und geführte Meditationen gewinnen ebenfalls an Relevanz. Bodyscan, Visualisierungen oder kurze, zweiminütige Entspannungsübungen helfen, kreisende Gedanken zu unterbrechen.

Fachleute raten zudem zu konsequenter Schlafhygiene: Verzicht auf Blaulicht und Koffein am Abend sowie feste Schlafenszeiten.

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