Schlaf und Krebs: Studie mit 472.000 zeigt Schutzeffekt
31.05.2026 - 13:30:54 | boerse-global.deIm Fokus stehen nicht-medikamentöse Ansätze für besseren Schlaf und mehr Wohlbefinden. Was hilft wirklich – und wo ist Vorsicht geboten?
Lindenblüten und Co.: Die Rückkehr der Phytotherapie
Pflanzliche Heilmittel spielen eine wachsende Rolle bei der Behandlung von Schlafstörungen und Stress. Lindenblüten etwa werden in der Phytotherapie gegen Unruhe, trockenen Husten und fieberhafte Infekte eingesetzt. Ihre Wirkung verdanken sie dem Schleimstoffgehalt, der die Schleimhäute beruhigt, sowie Flavonoiden und ätherischen Ölen, die entspannend wirken. Experten zufolge kann Lindenblütentee besonders effektiv zu einer erholsamen Nacht beitragen.
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In der traditionellen Heilkunde werden bestimmte Blätter für den abendlichen Verzehr empfohlen, um die Leberfunktion zu unterstützen und eine beruhigende Wirkung zu erzielen. Dazu gehören Erythrina variegata wegen seiner sedierenden Eigenschaften, Lotus-Plumulen zur Stärkung des Herzens und zur Kühlung, sowie Maulbeerblätter für ihren kühlenden Effekt. Die Fachleute betonen jedoch: Diese Mittel ersetzen keine medizinische Behandlung. Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Schwangere sollten sie nur mit Vorsicht anwenden.
Der Rosemary-Trend: Was steckt wirklich dahinter?
Ein auffälliger Trend Ende Mai 2026: Ein Rosmarinzweig im Wasserglas neben dem Bett. Die Idee ist simpel – Insekten fernhalten und gleichzeitig den Schlaf verbessern. Rosmarin enthält ätherische Öle wie Borneol, Polyphenole und Cineol.
Karin Buchart von der Universität Salzburg erklärt: Der Duft von Rosmarin kann die Durchblutung der Hirnkapillaren optimieren, die Sauerstoffversorgung verbessern und den Geist beruhigen. Der Inhaltsstoff 1,8-Cineol, auch als Eucalyptol bekannt, wird zudem von Mücken gemieden. Klingt nach einem Rundum-Wohlfühlpaket – doch Mediziner mahnen zur Vorsicht: Menschen mit Bluthochdruck sollten vorsichtig sein, da Rosmarin den Blutdruck weiter erhöhen kann. Auch Kontaktallergien sind möglich.
Schlaf als Krebsvorsorge: Die Zahlen sind eindeutig
Die Bedeutung der Schlafhygiene wird durch beeindruckende klinische Daten untermauert. Auf der Digestive Disease Week (DDW) 2026 präsentierten Forscher eine Studie auf Basis der UK Biobank mit rund 472.000 Teilnehmern. Das Ergebnis: Gesunde Schlafmuster senken das Risiko für sechs verschiedene Arten von Magen-Darm-Krebs. Die Forscher ermittelten einen Schlaf-Gesundheits-Score aus selbstberichteten Daten, um diesen Zusammenhang zu belegen.
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Longevity-Trends: Vom Hype zur Wissenschaft
Der Life Summit Berlin Ende Mai 2026 zeigte, wohin die Reise im Bereich „Longevity" geht. Der Fokus liegt zunehmend auf präziser Körpervermessung: Bluttests auf Entzündungswerte und Telomerlänge, Gesundheitschecks per Stimme oder Gesichtserkennung. Auch technologische Lösungen zur Stressreduktion waren vertreten – darunter molekulare Wasserstoffbehandlungen, Infrarot-Therapie und Höhentrainingsmasken.
Doch parallel zu diesen Innovationen schlagen Mediziner Alarm: Auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram grassiert eine regelrechte „Cortisol-Panik". Der Einfluss des Stresshormons werde oft übertrieben dargestellt, um unnötige Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen. Die Fachleute stellen klar: Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das einem natürlichen circadianen Rhythmus folgt. Statt auf fragwürdige Supplements zu setzen, empfehlen sie grundlegende Lebensstiländerungen – ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und gezieltes Stressmanagement.
Wohlbefinden im eigenen Zuhause
Das Wohlgefühl erstreckt sich auch auf die unmittelbare Wohnumgebung. Für bessere Raumluft sorgt ein natürlicher Raumspray aus Wasser, Natron und ätherischen Ölen wie Lavendel oder Zitrone. Er neutralisiert Gerüche – etwa von Zigarettenrauch – auf einfache und chemiefreie Weise.
Hautpflege im Sommer: Retinol ja oder nein?
Auch die Hautpflege rückt in den Fokus. Dermatologin Dr. med. Elisabeth Zott-Schuhmachers stellte klar: Retinol kann auch im Sommer verwendet werden – vorausgesetzt, die Haut ist bereits an den Wirkstoff gewöhnt. Da Retinol als Antioxidans wirkt, kann es helfen, lichtbedingte Schäden zu reparieren. Allerdings betont sie die zwingende Notwendigkeit eines hohen Sonnenschutzes (LSF 50+ oder 100). Wer mit Retinol neu beginnt, sollte dies in Phasen intensiver Sonneneinstrahlung vermeiden – die anfängliche Hautirritation könnte sonst unangenehme Folgen haben.
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