Samsung schließt Ära: Aus für Samsung Messages und alte Flagschiffe
01.05.2026 - 19:18:09 | boerse-global.deSamsung stellt mit Samsung Messages einen seiner ältesten Dienste ein und beendet den Support für die einstigen Flaggschiffe der Galaxy-S20-Serie. Für deutsche Nutzer bedeutet das: Umdenken bei der Messaging-App und ein genauer Blick auf die Sicherheit ihrer Geräte.
Das Ende einer Ära: Samsung Messages wird eingestellt
Im Juli 2026 ist Schluss. Samsung hat offiziell bestätigt, dass seine hauseigene Nachrichten-App Samsung Messages in den USA und weiteren wichtigen Märkten eingestellt wird. Die Galaxy-Nutzer werden auf Google Messages umgeleitet – die neue Standardplattform für SMS und RCS (Rich Communication Services).
Die neuesten Flaggschiffe wie die Galaxy-S26-Serie können die App bereits nicht mehr aus dem Galaxy Store herunterladen. Für Besitzer älterer Geräte gilt: Nach der Juli-Frist können keine Nachrichten mehr gesendet oder empfangen werden – mit Ausnahme von Notrufen und hinterlegten Notfallkontakten.
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Die weitreichenden Änderungen im Galaxy-Ökosystem verdeutlichen, wie wichtig eine konsistente Software-Pflege für die Gerätesicherheit ist. Während Samsung die Messaging-Struktur vereinheitlicht, profitieren Nutzer vor allem von Funktionen wie dem hochauflösenden Medienversand zwischen verschiedenen Betriebssystemen und der Integration von KI-Tools auf Basis von Google Gemini.
Eine Ausnahme gibt es: Geräte mit Android 11 oder älter behalten vorerst die volle Funktionalität – weil sie mit den neuen Standards schlicht nicht kompatibel sind.
Aus für Galaxy S20: Sicherheitsupdates eingestellt
Bereits im Frühjahr 2026 hat Samsung die Galaxy-S20-Serie offiziell aus dem Sicherheitsupdate-Programm genommen. Die Modelle S20, S20+ und S20 Ultra – 2020 als Nonplusultra gestartet – erhielten im März 2025 ihren letzten Patch. Zuvor gab es noch ein Jahr lang vierteljährliche statt monatlicher Updates.
Die Zahlen zeigen die Dimension: Weltweit wurden rund 28 Millionen Einheiten der S20-Serie verkauft, allein 8,2 Millionen im ersten Quartal. Diese Geräte erhalten nun keine Sicherheitsupdates mehr – ein Einfallstor für Hacker.
Auch die Samsung Wallet ist betroffen. Seit Juni 2025 gibt es keine Updates mehr für Geräte mit Android 10. Zwar funktionieren einfache Transaktionen noch, doch neue Sicherheitsfunktionen und Verbesserungen bleiben außen vor. Finanzdaten sind damit potenziell gefährdet.
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Galaxy AI: Kostenlos war gestern
Samsung verändert auch sein KI-Angebot grundlegend. Die 2024 eingeführte Galaxy AI wird nun in zwei Stufen aufgeteilt: „Basic“ und „Enhanced“. Basic-Funktionen wie Bixby-Werkzeuge, der Audio-Entferner und Schreibhilfe bleiben kostenlos. Doch für die neuen generativen und cloudbasierten Dienste wird zur Kasse gebeten.
Der Grund: Die Betriebskosten für generative KI sind enorm. Samsung folgt damit einem Branchentrend – andere Hersteller experimentieren ebenfalls mit Abo-Modellen für KI-Features.
Die am 28. April 2026 gestartete One UI 8.5 Beta unterstreicht diesen Kurs. Sie bringt erweiterte Datenschutzfunktionen und KI-Features von Drittanbietern, die möglicherweise extra kosten. Entwickler sehen darin den Übergang zu One UI 9, das die KI noch tiefer im System verankern soll.
Plattform-Konsolidierung: Weniger Eigenbau, mehr Google
Der Abschied von Samsung Messages ist Teil einer größeren Strategie. Samsung baut seine Eigenentwicklungen zurück und setzt auf Googles Dienste. Bereits im Frühjahr 2024 wurde „Find My Mobile“ durch die einheitliche Samsung Find-App ersetzt. Das reduziert den Wartungsaufwand und verbessert die Kompatibilität zwischen verschiedenen Geräten.
Sicherheit bleibt der Haupttreiber. Über ein Drittel aller Android-Geräte weltweit laufen noch mit veralteten Betriebssystemversionen – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle. Samsung hat deshalb für seine neuesten Modelle ab 2024 einen Sieben-Jahres-Support angekündigt. Besitzer älterer Geräte stehen vor der Wahl: Upgrade oder steigendes Sicherheitsrisiko.
Ausblick: Was kommt auf die Nutzer zu?
In den kommenden Wochen wird Samsung die In-App-Hinweise für Samsung-Messages-Nutzer verstärken, um den Umstieg auf Google Messages zu erleichtern. Parallel dazu dürfte der genaue Preis für die „Enhanced“-KI-Stufe bekannt gegeben werden – ein Signal für die gesamte Branche.
Für Besitzer der Galaxy-S20- und S21-Serie rücken Trade-In-Programme und der Gebrauchtmarkt in den Fokus. Die Geräte verlieren ihren Status als voll unterstützte Arbeitsgeräte. Der Wandel des Galaxy-Ökosystems zeigt: Software-Konsistenz und Service-Erlöse sind heute genauso wichtig wie die Hardware-Datenblätter.
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