Rückenschmerzen, Minuten

Rückenschmerzen: Zehn Minuten tägliche Übungen stärken Muskulatur

16.06.2026 - 18:24:05 | boerse-global.de

Neue Zulassung für Cannabinoid-Medikament Exilby bei Rückenschmerzen. Bewegungstherapie und Trends wie Quadrobics ergänzen die Behandlung.

BfArM genehmigt Cannabis-Präparat gegen chronische Kreuzschmerzen
Rückenschmerzen - Eine Person auf einer Yogamatte, die eine Rückenübung ohne Geräte ausführt, in einem hellen, ruhigen Raum. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleichzeitig zeigen Trends in der Schmerztherapie: Bewegung bleibt die wichtigste Säule.

Zehn Minuten für den Rücken

Für Menschen ab 55 Jahren empfehlen Physiotherapeuten kurze, spezialisierte Übungsprogramme. Experte Sascha Bade rät zu abendlichen Routinen von etwa zehn Minuten. Sie stärken die Rückenmuskulatur und unterstützen die Bandscheibenversorgung.

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Im Fokus stehen Mobilisation, Kräftigung und Dehnung. Zentrale Übungen: die Beckenkippung, der Katzenbuckel und die diagonale Streckung. Auch die Hüftbrücke und das Heranziehen der Knie zur Brust entlasten die Wirbelsäule.

Wichtig: Bei anhaltenden Schmerzen oder Taubheitsgefühlen ist eine ärztliche Abklärung zwingend nötig.

Quadrobics: Training auf allen Vieren

Ein neuer Fitnesstrend heißt Quadrobics oder Animal Flow. Dabei kombiniert man Krabbel-, Spring- und Balanceelemente auf allen Vieren. Typische Übungen sind der Bärengang, Froschsprünge oder der Krabbenlauf.

Laut der Pharmazeutischen Zeitung liegt der Energieverbrauch ähnlich hoch wie beim zügigen Gehen. Quadrobics beansprucht die Schultern besonders und entlastet die Waden. Für gezielten Muskelaufbau ist klassisches Krafttraining aber weiterhin überlegen.

Ein typisches Workout dauert 30 Minuten – inklusive Aufwärmen, Zirkeltraining und Cool-down.

Neue Hoffnung bei chronischen Schmerzen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilte am 9. Juni die Zulassung für das Cannabis-Präparat Exilby. Hersteller Vertanical hat es speziell für chronische Kreuzschmerzen mit neuropathischer Komponente entwickelt.

Eine Phase-3-Studie mit 820 Teilnehmenden zeigte: Die Schmerzreduktion lag bei 1,9 Punkten auf der entsprechenden Skala. In der Placebogruppe waren es 1,4 Punkte. Ein wichtiger Befund: Die Patienten entwickelten kein Abhängigkeitspotenzial.

Die Markteinführung in Deutschland und Österreich ist für September 2026 geplant.

Bewegung ohne Hürden

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Neben Heimprogrammen entstehen neue öffentliche Präventionsangebote. Bis Ende August bieten Städte kostenlose Kurse an – von Yoga über Pilates bis zur Wirbelsäulengymnastik. Das Ziel: Bewegungsmangel ohne finanzielle Barrieren bekämpfen.

Auf der Fachmesse „therapie MÜNCHEN“ im Juni stehen neuro-physiologische Konzepte im Fokus. Koordinationstraining mit Bällen oder Jonglieren fördert sowohl motorische als auch kognitive Fähigkeiten.

Für spezifische Krankheiten wie Morbus Bechterew setzen Selbsthilfegruppen auf Kombinationstherapien. In der Mecklenburgischen Seenplatte – rund 1200 Betroffene leben dort – ergänzen Qigong und Musiktherapie die konventionelle Behandlung.

de | wissenschaft | 69555007 |