RTX 5090 nähert 3.000 Euro: KI treibt Grafikkarten-Preise
Veröffentlicht am: 06.07.2026 um 15:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Gaming-Community auf Steam hat einen klaren Trend bestätigt: Windows 11 ist nun auf mehr als sieben von zehn PCs installiert. Die aktuelle Hardware-Umfrage für Juni 2026 zeigt einen Marktanteil von 70,44 Prozent – ein Plus von 0,68 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat.
Der Niedergang von Windows 10 beschleunigt sich
Der Aufstieg von Windows 11 geht direkt zulasten des Vorgängers. Windows 10 verlor 0,43 Prozent und liegt nun bei 23,56 Prozent der Nutzer. Insgesamt bleibt Microsofts Ökosystem mit einem kombinierten Anteil von 94,1 Prozent die unangefochtene Nummer eins im Gaming-Bereich.
Andere Betriebssysteme haben dagegen leichte Einbußen hinnehmen müssen. Linux verlor 0,30 Prozent und kommt nun auf 3,69 Prozent. Im Apple-Universum hält der M2-Prozessor einen Anteil von 1,96 Prozent der erfassten Hardware.
Speicherpreise explodieren – Gamer reagieren
Die Umfrage offenbart einen bemerkenswerten Wendepunkt bei der Arbeitsspeicher-Ausstattung. Steigende Preise zwingen Spieler zum Umdenken. Erstmals seit Monaten legte der Anteil von 16-GB-Konfigurationen wieder zu – um 0,43 Prozent auf 41,57 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil von 32 GB um 0,08 Prozent auf 36,79 Prozent, während 64-GB-Systeme auf 3,95 Prozent fielen.
Die Zahlen spiegeln eine drastische Preisentwicklung wider. Seit September 2025 haben sich die Kosten für 32 GB DDR5-6000-Speicher vervierfacht. Ein Einsteiger-Kit kostet mittlerweile umgerechnet rund 390 Euro, einzelne 16-GB-Module schlagen mit etwa 200 Euro zu Buche.
Während Windows 11 bei Gamern zum Standard wird, zögern viele Nutzer im Alltag noch mit dem Umstieg. Der kostenlose Report bündelt alles Wichtige, damit Ihr Wechsel reibungslos und ohne Datenverlust klappt. Sicher und schnell auf Windows 11 umsteigen – Gratis-Report sichern
Auch bei den Festplatten zeigt sich der Sparkurs. SSDs zwischen 750 und 999 GB legten um 0,80 Prozent zu, während Laufwerke über 1 TB um 0,73 Prozent auf unter 50 Prozent der Nutzerbasis fielen.
Grafikkarten-Markt unter Druck
Im GPU-Segment dominiert weiterhin die Mittelklasse. Die Nvidia RTX 4060 Laptop Edition führt die Rangliste an. Doch im High-End-Bereich tobt ein Preiskampf der besonderen Art. Analysten beobachten, dass die KI-Industrie die Speicherpreise in die Höhe treibt. Beim Arbeitsspeicher für Grafikkarten (VRAM) entfallen mittlerweile über 80 Prozent der Produktionskosten auf den Speicher selbst.
Die Folgen sind dramatisch: Der Straßenpreis für die Flaggschiff-Grafikkarte RTX 5090 nähert sich der 3.000-Euro-Marke – 50 Prozent über der unverbindlichen Preisempfehlung. Auch die RTX 5080 und AMDs RX 9070 XT verteuerten sich im Spotmarkt um bis zu 20 Prozent. Laut IDC könnten KI-Rechenzentren im Laufe des Jahres 2026 bis zu 70 Prozent der weltweiten Speicherproduktion absorbieren.
Das neue Startmenü und die optimierten Gaming-Features sind nur der Anfang dessen, was das aktuelle Betriebssystem bietet. Was hinter den wichtigsten Windows-11-Neuheiten steckt, erfahren Sie kompakt erklärt in diesem kostenlosen Ratgeber. 3 Windows-11-Neuheiten jetzt entdecken
Microsoft reagiert mit neuem Xbox-Modus
Angesichts des wachsenden Ressourcenhungers moderner Spiele hat Microsoft im April 2026 einen neuen „Xbox-Modus" eingeführt. Das kostenlose Feature reduziert den Arbeitsspeicher-Verbrauch und bietet eine für Controller optimierte Oberfläche für Wohnzimmer-PCs. Es bündelt Bibliotheken von Steam, Epic Games Store und GOG.
Chip-Hersteller stellen sich neu auf
Die Halbleiterindustrie reagiert auf die veränderten Marktbedingungen mit milliardenschweren Investitionen. Micron steckt 9,2 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Speicherfabriken in Hiroshima. Samsung Foundry wiederum konzentriert sich Berichten zufolge auf die 2-Nanometer-Fertigung und verschiebt seine 1,4-Nanometer-Pläne auf frühestens 2029.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
