Rote-Bete-Saft, Studie

Rote-Bete-Saft: Studie zeigt messbaren Blutdruck-Effekt bei über 60

14.06.2026 - 19:11:26 | boerse-global.de

Studie belegt: Zweimal täglich Rote-Bete-Saft reduziert den Blutdruck bei Senioren durch Umwandlung von Nitrat im Mund.

Rote-Bete-Saft senkt Blutdruck bei über 60-Jährigen
Rote-Bete-Saft - Eine aufgeschnittene rote Bete neben einem Glas Rote-Bete-Saft, im Hintergrund verschwommen medizinische Diagramme. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine Studie der University of Exeter aus dem Juni 2026.

Verantwortlich sind Mundbakterien. Sie wandeln das im Saft enthaltene Nitrat in Stickstoffmonoxid um. Dieser spezifische Effekt zeigte sich bei jüngeren Probanden nicht in gleichem Maße.

Eine Langzeitanalyse über 23 Jahre mit 54.000 Erwachsenen untermauert die Erkenntnis: Täglich rund 60 Milligramm pflanzliches Nitrat senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 15 Prozent. Bei peripheren Arterienerkrankungen liegt die Risikoreduktion sogar bei 26 Prozent.

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Kaffee: Dosis entscheidet

Beim Thema Genussmittel geben Experten differenzierte Empfehlungen. Bis zu fünf Tassen Kaffee täglich gelten für die meisten als unbedenklich. Patienten mit einem Blutdruck über 160/100 mmHg sollten jedoch maximal eine Tasse trinken.

Qualität schlägt Diätform

Eine Harvard-Studie zeigt: Für die Herzgesundheit ist nicht entscheidend, ob man „Low Carb“ oder „Low Fat“ isst. Viel wichtiger ist die Qualität der Lebensmittel.

Das Team um Zhiyuan Wu analysierte Daten von fast 200.000 Teilnehmern über 30 Jahre. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und gesunde Fette verbessern die Herz-Kreislauf-Werte. Ungesunde Varianten beider Diätformen mit verarbeiteten Produkten und tierischen Fetten schnitten signifikant schlechter ab.

Fünf Lebensmittel gegen hohes Cholesterin

Kardiologen empfehlen zur täglichen Cholesterinsenkung fünf Produktgruppen:

  • Haferflocken – hoher Ballaststoffgehalt
  • Hülsenfrüchte wie Kichererbsen – senken LDL-Cholesterin
  • Blattgemüse wie Rucola – liefert Antioxidantien
  • Nüsse und Samen, besonders Walnüsse – Alpha-Linolensäure zeigt bereits nach sechs Wochen Wirkung
  • Chia- und Leinsamen – reich an Omega-3-Fettsäuren

Experten des Gesundheitszentrums Shiraz verweisen zudem auf die schützende Wirkung von Vollkornbrot. In der pharmazeutischen Forschung rückt die Berberitze in den Fokus. Wissenschaftler der Universität Süd-Chorasan untersuchen derzeit ihre bioaktiven Verbindungen.

Neue Medikamente aus China

Bei der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen gibt es Fortschritte. In China wurde mit SaiSiMei® ein selektiver Cholesterin-Absorptionshemmer entwickelt. Die HaiBoMaiBu-Tabletten blockieren die Aufnahme von Cholesterin im Darm. In Kombination mit Statinen senken sie das LDL-Cholesterin um weitere 16 Prozent.

Vier Risikofaktoren dominieren

Eine Langzeitanalyse mit über neun Millionen Erwachsenen aus den USA und Südkorea bestätigt: Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, erhöhter Blutzucker und Tabakkonsum sind für 99 Prozent aller Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich. Bluthochdruck ist mit über 93 Prozent der häufigste Einzelfaktor.

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Vorsicht bei zu starkem Blutdruckabfall

Trotz der Notwendigkeit einer konsequenten Blutdruckkontrolle warnen Forscher vor Hypotonie. Eine Studie im Journal of the American Heart Association basiert auf 800.000 Datensätzen. Ergebnis: Ein übermäßiges Absenken des Blutdrucks kann das Demenzrisiko verdreifachen.

Atemarbeit als Sportersatz? Eine Metaanalyse im European Journal of Preventive Cardiology zeigt, dass gezielte Atemarbeit ähnliche Effekte wie Ausdauersport erzielen kann. Gleichzeitig widerlegte eine systematische Übersicht von 13 Studien: Knoblauchpräparate haben keinen signifikanten Einfluss auf Körpergewicht oder Fettleibigkeit.

de | wissenschaft | 69540103 |