Roaming-Kostenfalle, Schweiz

Roaming-Kostenfalle Schweiz: Bis zu 3 Euro pro Minute drohen

06.07.2026 - 15:27:22 | boerse-global.de

Gefälschte QR-Codes, hohe Roaming-Gebühren und unsichere WLANs bedrohen Reisende. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen im Überblick.

Urlaubszeit: Experten warnen vor Smartphone-Risiken im Ausland
Roaming-Kostenfalle - Eine Hand hält ein Smartphone mit einer Karte und einer Sicherheitswarnung. Im unscharfen Hintergrund sind Reiseziele zu sehen. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Gefahren reichen von manipulierten QR-Codes bis zu hohen Roaming-Kosten.

„QRishing“ auf Mallorca: Gefälschte Codes lauern überall

Die Polizei warnt aktuell vor einer Betrugsmasche auf Mallorca. Kriminelle überkleben legitime QR-Codes auf Speisekarten, an Parkautomaten oder auf fingierten Strafzetteln. Wer den gefälschten Code scannt, landet auf einer Phishing-Seite. Das Ziel: sensible Daten abgreifen oder Schadsoftware installieren. Betroffen sind unter anderem der Flughafen Palma und Gebiete in Calvià.

Auch in Österreich treibt eine neue Phishing-Welle ihr Unwesen. Betroffene erhalten SMS über angebliche Parkverstöße. Ein Link führt auf ein gefälschtes Zahlungsportal. Die Masche: Kreditkartendaten abfragen. Experten betonen: Behörden versenden Zahlungsaufforderungen niemals per SMS.

Roaming-Falle Schweiz: Fünfstellige Rechnungen möglich

In Grenznähe zur Schweiz droht eine Kostenfalle. Das Land fällt nicht unter die EU-Roaming-Verordnung. Schaltet sich das Smartphone unbemerkt ins Schweizer Netz, können pro Minute bis zu drei Euro anfallen. Verbraucherschützer berichten von Einzelfällen mit fünfstelligen Rechnungsbeträgen.

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Die Lösung: Die automatische Netzwahl in den Geräteeinstellungen deaktivieren und das Heimatznetz manuell festlegen. In Grenznähe sollte das Datenroaming vorsorglich ausgeschaltet werden.

Öffentliche WLANs: Ein Paradies für Datendiebe

Hotels und Flughäfen locken mit kostenlosem WLAN. Doch diese Verbindungen sind oft unverschlüsselt. IT-Experten raten zur Nutzung eines VPN-Dienstes wie ProtonVPN oder Mullvad. Zusätzlich sollten die automatische WLAN- und Bluetooth-Verbindung deaktiviert werden. Mobilfunk über 4G oder 5G gilt als deutlich sicherer.

Bei Grenzkontrollen droht ein weiteres Risiko: Behörden können in bestimmten Ländern Gerätedurchsuchungen durchführen. Frühere Richtlinien für Schweizer Bundesangestellte empfahlen, vor Reisen dienstliche E-Mail-Apps zu löschen.

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Digitale Reisevorbereitung: Diese Apps schützen

Zur Vorbereitung auf den Urlaub empfehlen Reiseexperten die Installation von Offline-Karten. Google Maps, CoMaps oder Osmand bieten diese Funktion. Auch Übersetzungs-Apps und Cloud-Backups für Fotos gehören zur digitalen Packliste.

Für Einkäufe im Grenzgebiet zu Deutschland startete eine Pilotphase für eine neue Zoll-App. Die dAKZ genannte Anwendung ermöglicht es, Ausfuhrscheine digital zu erstellen. Das verkürzt Wartezeiten an der Grenze. Reisende sollten zudem die neuen Freigrenzen für Wareneinfuhren beachten – seit Anfang 2025 gelten andere Regeln.

Bei der Buchung von Mietwagen gilt: Das Fahrzeug bei Übernahme umfassend dokumentieren und Upgrades nur schriftlich bestätigen lassen. Das verhindert spätere Unklarheiten bei der Abrechnung.

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