Rheuma-Leitlinie: 30 Gramm Ballaststoffe senken Herzrisiko
06.07.2026 - 22:49:13 | boerse-global.de
Im Fokus: Riesenzellarteriitis (RZA) und Polymyalgia rheumatica (PMR). Experten fordern differenzierte Behandlungs- und Überwachungskonzepte.
Weniger Kortison, mehr Biologika
Der EULAR-Kongress 2026 zeigte: Glukokortikoide bleiben zentral, doch die Strategien ändern sich. Ziel ist die Optimierung der Dosierung und die Reduktion von Langzeitnebenwirkungen.
Moderne Biologika gewinnen an Bedeutung. Sie kontrollieren die Entzündungsaktivität effektiver und senken die kumulative Steroiddosis. Die Wahl des Biologikums muss individuell auf das Risikoprofil des Patienten abgestimmt werden, so die Fachleute.
Fortschritte bei Diagnostik und Überwachung
Ein strukturiertes Rezidiv-Monitoring ist essenziell. Rückfälle sind bei GVA häufig, daher braucht es eine engmaschige Kontrolle von Symptomen und Entzündungswerten.
Die Forschung untersucht neue Marker für die Therapiesteuerung. Ein Biomarker-Trio aus urinärem CD163, Serum-CD25 und Serum-CD206 zeigte bei der ANCA-assoziierten Vaskulitis vielversprechende Ergebnisse: 95,8 Prozent Sensitivität und 81,9 Prozent Spezifität. Der negative Vorhersagewert lag bei 98,6 Prozent.
Die neue S3-Leitlinie empfiehlt Rheuma-Patienten mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich – doch der deutsche Durchschnitt liegt bei nur 18 Gramm. Mit dem kostenlosen Ernährungsplan erreichen Sie den Zielwert ganz einfach. Jetzt kostenlosen Ernährungsplan anfordern
Forscher identifizierten zudem genetische Varianten wie REXO2-Verlust oder CDC42-Varianten. Sie vertiefen das Verständnis der Krankheitsentstehung und könnten künftig als Ansatzpunkte für personalisierte Therapien dienen.
Neue Leitlinie: Ballaststoffe gegen Herzrisiko
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie veröffentlichte am 19. Juni 2026 eine neue S3-Leitlinie. Sie enthält erstmals konkrete Ernährungsempfehlungen für Rheuma-Patienten.
Empfohlen werden mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Grund: Das kardiovaskuläre Risiko ist bei chronisch-entzündlichen Gefäßerkrankungen oft erhöht. Der deutsche Durchschnitt liegt bei nur 18 Gramm – weit unter dem Zielwert. Ballaststoffe verbessern die Darmbarriere und das Mikrobiom, was systemische Entzündungsmarker positiv beeinflussen kann.
Digitale Helfer für die Therapie
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Seit Anfang Juli 2026 gibt es Updates für die Apps der elektronischen Patientenakte (ePA). Sie enthalten einen elektronischen Medikationsplan (eMP) und Push-Benachrichtigungen bei neuen Dokumenten.
Die Funktionen verbessern die sektorenübergreifende Kommunikation. Gerade bei komplexen Therapien, wie sie bei GVA nötig sind, erhöht das die Arzneimittelsicherheit.
