RetterPlus, Senioren

RetterPlus für Senioren: SOS, Klopf-Alarm und automatische Sturzerkennung

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 19:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Anwendung verbindet automatische Gefahrenerkennung und Standortmeldungen mit EU-Datenspeicherung, ersetzt aber keine professionelle Notfallversorgung.

RetterPlus: Sicherheits-App für Senioren mit Sturz- und Notfallalarm
Ein helles, modern eingerichtetes Wohnzimmer mit einem bequemen Sessel in einer ruhigen, privaten Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Mit der Anwendung RetterPlus ist eine neue digitale Sicherheitslösung für ältere Menschen vorgestellt worden. Die mobile Applikation entstand in einer Kooperation zweier Entwickler: Konzipiert und umgesetzt wurde sie von Jörg Haupt aus Haan-Gruiten und Prasad Pawar aus Bangalore.

Das Angebot richtet sich an Senioren, die ihren Alltag eigenständig bestreiten möchten, sowie an deren Angehörige. Ziel des Projekts ist es, älteren Personen durch technische Assistenzfunktionen mehr Sicherheit im häuslichen Umfeld und unterwegs zu bieten.

Vielfältige Schutzmechanismen und Notfallalarme

Das System kombiniert mehrere manuelle und automatisierte Auslöser, um auf unterschiedliche Notlagen reagieren zu können. Neben einem klassischen SOS-Alarm verfügt die Software über einen Dreifach-Klopf-Alarm, der eine schnelle Signalisierung auch dann ermöglichen soll, wenn eine reguläre Bedienung des Bildschirms erschwert ist.

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Für plötzliche Unfälle ist zudem eine automatische Sturz- und Aufprallerkennung integriert, die Erschütterungen registriert und selbstständig Alarm auslösen kann.

Ergänzend bietet RetterPlus Kontrollfunktionen für den routinemäßigen Tagesablauf. Dazu zählt eine individuell einstellbare Inaktivitätsüberwachung, die registriert, wenn das Smartphone über einen definierten Zeitraum hinweg nicht bewegt wird. Für Wege außer Haus steht zudem ein Ankunfts-Check bereit, der das sichere Erreichen eines Zielorts erfasst und Rückmeldung gibt.

Standortübermittlung und KI-gestützte Notfallkontakte

Kommt es zu einer Auslösung, setzt die Software verschiedene Kommunikationskanäle in Gang, um hinterlegte Vertrauenspersonen zu informieren. Vorgesehen sind unter anderem der Versand einer GPS-SMS zur präzisen Standortübermittlung sowie ein KI-gestützter Anruf an die jeweiligen Notfallkontakte.

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Über eine integrierte Medizin-ID können Nutzer zudem relevante gesundheitliche Basisdaten hinterlegen, die im Ernstfall wichtige Erstinformationen liefern.

Datenschutz auf EU-Servern und Abgrenzung zum Rettungsdienst

Da derartige Schutzsysteme sensible Bewegungs- und Gesundheitsdaten erfassen, spielt die Datenverarbeitung eine wesentliche Rolle. Nach Angaben der Anbieter arbeitet die Lösung vollständig konform mit den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sämtliche Daten der Nutzer werden demnach auf Servern innerhalb der Europäischen Union verarbeitet.

Gleichzeitig verweisen die Entwickler auf die funktionalen Grenzen der Anwendung. RetterPlus dient der privaten Vorsorge und der Vernetzung mit vertrauten Personen im Notfall. Die Software ersetzt jedoch ausdrücklich keine professionellen Rettungsdienst und bietet keinen Ersatz für eine qualifizierte medizinische Notfallversorgung.

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