Restaurantgäste, Speisen

Restaurantgäste: 29% wollen ausgewogene Speisen, 22% leichtere Kost

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 21:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Lightspeed-Studie zeigt: Gäste achten stärker auf Protein, Ausgewogenheit und Kalorien, während viele Betriebsrestaurants noch nachziehen müssen.

Restaurantgäste wünschen mehr Protein und ausgewogene Speisen
Frische, gesunde Lebensmittel wie Gemüse und Hülsenfrüchte in einer modernen, minimalistischen Profiküche. Illustration mit AI erstellt.

Die Erwartungen von Restaurantgästen an Speiseangebote wandeln sich spürbar. Verbraucher achten bei Restaurantbesuchen zunehmend auf ernährungsphysiologische Aspekte, wobei insbesondere proteinreiche Kost, Ausgewogenheit und leichtere Alternativen an Bedeutung gewinnen. Dies geht aus dem aktuellen Branchenbericht „State of Hospitality Report“ des Softwareanbieters Lightspeed hervor, für den das Marktforschungsinstitut Censuswide im April 2026 jeweils 1.000 volljährige Personen mit Restaurantbesuchen in den vorangegangenen sechs Monaten in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien befragte.

Proteinbedarf und leichtere Kost im Fokus der Gäste

Den Erhebungen zufolge spielt der Proteingehalt bei Restaurantbestellungen eine wachsende Rolle. Insgesamt 14 Prozent der Befragten geben an, gezielt Gerichte mit hohem Proteingehalt zu bestellen, während 11 Prozent aktiv nach entsprechenden proteinreichen Optionen auf der Speisekarte suchen. Zudem legen 13 Prozent Wert darauf, dass auch kleinere Portionsgrößen eine ausreichende Proteinmenge aufweisen.

Neben dem Eiweißgehalt stehen allgemeine Aspekte einer bewussten Ernährung im Vordergrund des Gästeverhaltens. Laut dem Bericht achten 29 Prozent der Befragten auf eine ausgewogene Zusammensetzung ihrer Speisen.

Eine Präferenz für leichtere Gerichte äußern 22 Prozent der Umfrageteilnehmer. Darüber hinaus achten 18 Prozent auf einen geringen Zuckergehalt, während 15 Prozent der Gäste Interesse an konkreten Kalorienangaben auf den Speisekarten zeigen.

Wandel beim Gesundheitsverständnis und funktionale Zutaten

Die Daten des Berichts verdeutlichen zugleich eine inhaltliche Verschiebung bei der individuellen Bewertung von Lebensmitteln. So gaben 22 Prozent der befragten Personen an, dass sich ihre persönliche Definition von gesundem Essen in den vergangenen zwei Jahren verändert habe.

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29 Prozent der Restaurantgäste achten inzwischen auf eine ausgewogene Zusammensetzung ihrer Speisen, 22 Prozent bevorzugen leichtere Gerichte — und 15 Prozent wünschen sich konkrete Kalorienangaben auf der Karte. Wie Sie diese Erwartungen Schritt für Schritt in Ihrer Speisekarte abbilden, zeigt dieser kostenlose Praxisleitfaden. Kostenlosen Praxisleitfaden zur Speisekarten-Gestaltung anfordern

In diesem Zusammenhang gewinnen funktionale Eigenschaften an Bedeutung: Für 11 Prozent der Gäste spielen die Auswirkungen der Mahlzeiten auf die eigene Verdauung und Darmgesundheit eine Rolle bei der Restaurantauswahl. Weitere 6 Prozent nennen probiotische oder darmfreundliche Zutaten explizit als Kriterium bei der Entscheidung für bestimmte Speisen.

Relevanz für betriebliche Verpflegungskonzepte

Die steigende Nachfrage nach gesundheitsorientierten Speisen spiegelt sich auch in der Gemeinschaftsgastronomie wider. Eine Untersuchung der Compass Group unter 210 Entscheidern aus deutschen Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten verdeutlicht diesen Trend: Demnach registrieren 97 Prozent der betrieblichen Verantwortlichen den Wunsch der Belegschaft nach schnellem und zugleich gesundem Essen; 61 Prozent stufen diese Anforderung als relevanteste Entwicklung ein.

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In vielen Betrieben hinkt die Verpflegung den Ernährungstrends hinterher: Nur 14 Prozent der Entscheider sagen, ihr Angebot entspreche aktuellen Trends regelmäßig. Wer jetzt Protein- und Kalorienangaben sauber auf die Karte bringt, verliert keine Gäste an Betriebe, die es bereits tun. Die Checkliste zeigt, welche Angaben gefragt sind und wie Sie sie einführen. Checkliste für Protein- und Kalorienangaben jetzt sichern

Gleichzeitig besteht in vielen Betrieben noch Anpassungsbedarf bei der praktischen Umsetzung. Während 83 Prozent der befragten Unternehmensentscheider sogenanntes Wellness-Food als Trend wahrnehmen, geben lediglich 14 Prozent an, dass ihr bestehendes Verpflegungsangebot aktuellen Ernährungstrends bereits regelmäßig entspricht.

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