RCS-Verschlüsselung, Apple

RCS-Verschlüsselung: Apple und Google einigen sich auf neuen Standard

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 15:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple und Google führen MLS-Verschlüsselung für RCS ein. iOS 26.5 bringt die Funktion bereits, Vodafone fehlt noch in Deutschland.

Apple und Google einigen sich auf neuen RCS-Verschlüsselungsstandard
Ein Smartphone-Display zeigt eine verschlüsselte Chat-Oberfläche, die die neue Sicherheitsarchitektur für RCS symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Technologieunternehmen Apple und Google haben eine offizielle Einigung über einen neuen, einheitlichen Standard für die Verschlüsselung des Rich Communication Services (RCS) bekannt gegeben. Damit wird eine technologische Grundlage geschaffen, um die Sicherheit bei der Kommunikation zwischen verschiedenen Betriebssystemen massiv zu erhöhen. Die Einigung sieht vor, künftig auf die sogenannte MLS-Verschlüsselung (Messaging Layer Security) zu setzen. Dieser Beschluss wurde im Rahmen der IETF-126-Konferenz gefasst, die in der vergangenen Woche in Wien stattfand.

Implementierung in aktuellen Betriebssystemen

Apple setzt die plattformübergreifende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS bereits mit dem aktuellen Software-Update auf iOS 26.5 um. Die Funktion ist nach der Installation des Updates standardmäßig aktiviert und wird den Nutzern durch ein Schloss-Symbol in der Nachrichten-App signalisiert. Voraussetzung für die Nutzung der gesicherten Kommunikation ist neben der installierten Betriebssystemversion die explizite Aktivierung von RCS in den Geräteeinstellungen.

Bereits seit Anfang des Jahres befand sich die RCS-Verschlüsselung in einer Beta-Phase unter iOS 26.5. Mit der nun erfolgten breiten Bereitstellung stehen den Anwendern neben der erhöhten Sicherheit auch funktionale Verbesserungen zur Verfügung. Dazu gehören der Versand von hochauflösenden Fotos und Videos, die Anzeige von Lesebestätigungen sowie die Visualisierung von Tippanzeigen während eines Chats.

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Auf Seiten der Netzbetreiber wird der neue Standard in Deutschland bereits von der Telekom, O2 und 1&1 unterstützt. Einzig Vodafone bietet die Unterstützung für die verschlüsselte RCS-Kommunikation in diesem Rahmen derzeit noch nicht an.

Erweiterte Funktionen und Ausblick auf künftige Versionen

Für den kommenden September plant Apple mit der Veröffentlichung von iOS 27 die Integration von RCS 2.7. Diese Version soll den Funktionsumfang der Nachrichten-App weiter angleichen. Zu den angekündigten Neuerungen zählen Tapbacks, Inline-Antworten sowie die Möglichkeit, bereits gesendete Nachrichten zu bearbeiten oder zu löschen. Zudem soll es unter iOS 27 möglich sein, mit echten Emoji-Reaktionen auf Fotos zu antworten, die über Google Messages empfangen wurden.

Auch Google entwickelt seinen Messaging-Dienst kontinuierlich weiter. In Google Messages wird künftig die KI-Technologie Gemini integriert. Darüber hinaus erhält die Anwendung zahlreiche funktionale Updates, die sich teilweise seit Mai in einer Beta-Phase befanden. Dazu gehören neue Chat-Designs, zitierte Antworten (quoted replies) und ein neues, schwebendes Menü, das sich durch langes Drücken öffnen lässt.

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Weitere Optimierungen in Google Messages umfassen eine Swipe-Geste zum Einblenden von Zeitstempeln und Verschlüsselungsdetails sowie Funktionen zum gebündelten Weiterleiten von Nachrichten (Batch-Forwarding). Eine integrierte Duplikaterkennung soll zudem die Übersichtlichkeit in Gruppenchats verbessern. In der Branche wird dieser Fokus auf RCS als primären Standard durch weitere Konsolidierungsschritte deutlich; so wurde beispielsweise das Konkurrenzprodukt Samsung Messages bereits Anfang Juli eingestellt.

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