Radeon RX 7000: FSR 4.1 kommt im Juli, RX 6000 wartet bis 2027
17.06.2026 - 10:33:01 | boerse-global.de
AMD hat die Einführung seiner neuen Upscaling-Technologie FSR 4.1 präzisiert – Besitzer älterer Radeon-Karten brauchen Geduld.
Der Chiphersteller bestätigte auf der Computex 2026 die zeitliche Staffelung: Während die Radeon RX 7000 Serie bereits im Juli 2026 in den Genuss der neuen Technik kommt, müssen Nutzer der RX 6000 Serie bis Anfang 2027 warten. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Hardware-Ausstattung der Grafikarchitekturen.
Technische Hürden für ältere Generationen
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Die RDNA-3-Karten (RX 7000) erhalten FSR 4.1 im Juli – allerdings in einer speziell angepassten Version. Anders als die aktuelle RDNA-4-Generation (RX 9000), die auf das moderne FP8-Datenmodell setzt, fehlt RDNA 3 die native Unterstützung dafür. AMD hat daher eine Variante entwickelt, die auf INT8-Berechnungen basiert.
Noch komplizierter wird es für die RDNA-2-Architektur – also die RX 6000 Serie, die integrierte Radeon-680M-Grafik und den Steam Deck. Hier fehlen spezielle KI-Beschleuniger. Während neuere Karten die Upscaling-Aufgaben an dedizierte Hardware auslagern können, müssen die älteren Modelle die Berechnungen über ihre normalen Stream-Prozessoren erledigen. Das erfordert aufwendige Optimierungen, damit die Bildverbesserung nicht mit dem eigentlichen Spiel um Rechenleistung konkurriert.
Gleiche Qualität, weniger Features
Trotz der technischen Unterschiede verspricht AMD eine identische Bildqualität – unabhängig davon, ob die Berechnung auf FP8 oder INT8 basiert. „Wir haben sichergestellt, dass bei der Konvertierung kein Qualitätsverlust auftritt", so das Unternehmen.
Einschränkungen gibt es jedoch bei den Zusatzfunktionen: Frame Generation und Ray Regeneration bleiben den neuen RDNA-4-Karten vorbehalten. Für ältere Generationen konzentriert sich FSR 4.1 vorrangig auf eine verbesserte Upscaling-Qualität.
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Entwicklung auf Profi-Hardware
Die neuen KI-Modelle entstanden auf AMDs Unternehmenshardware: Das Training lief auf Instinct-MI-Beschleunigern, die Verfeinerung auf Radeon-Pro-Karten mit der ROCm-Plattform. Getestet wurde die Technologie laut AMD auf Hunderttausenden verschiedenen Hardware-Konfigurationen.
Die Verzögerung für RDNA 2 hat einen einfachen Grund: Die Optimierung gestaltet sich aufwändiger als erwartet. Ohne hardwarebasierte KI-Unterstützung müssen Leistung und Bildtreue sorgfältig austariert werden – ein Balanceakt, der Zeit braucht.
