QR-Code-Phishing, FBI

QR-Code-Phishing: FBI warnt vor Kimusky-Anschlägen auf Behörden

12.06.2026 - 13:23:01 | boerse-global.de

Die Hackergruppe Kimusky setzt auf Quishing gegen Regierungsmitarbeiter. KI treibt die Zahl der Phishing-Angriffe 2026 auf ein Rekordniveau.

FBI warnt: Nordkoreanische Hacker nutzen QR-Codes für Phishing
QR-Code-Phishing - Ein stilisiertes Bild eines QR-Codes, der auf eine Wand projiziert wird, mit einer digitalen Hand, die danach greift. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das FBI schlägt Alarm: Cyberkriminelle nutzen vermehrt QR-Codes in E-Mails, um Opfer auf gefälschte Phishing-Seiten zu locken. Hinter den aktuellen Kampagnen steckt offenbar die nordkoreanische Hackergruppe Kimusky, die diese Methode seit dem Frühjahr 2025 einsetzt.

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Gezielte Angriffe auf Regierungsmitarbeiter

Die Angriffe richten sich besonders gegen Think Tanks und Regierungsbeamte. Die Täter wollen sensible Zugangsdaten stehlen oder Schadsoftware einschleusen. Der Trick ist perfide: QR-Codes umgehen herkömmliche Sicherheitsfilter, die Links in E-Mails normalerweise blockieren.

Sicherheitsexperten raten zur Vorsicht. Prüfe die Quelle eines QR-Codes genau, bevor du ihn scannst. Gib niemals Anmeldedaten auf einer Seite ein, ohne vorher die URL zu checken.

KI treibt Phishing-Welle auf Rekordniveau

Quishing ist nur die Spitze des Eisbergs. KI-gesteuerte Phishing-Angriffe haben sich 2026 bereits vervierzehnfacht. Die Gesamtzahl der Phishing-Versuche stieg um über 140 Prozent. Und die meisten Angriffe laufen inzwischen über verschlüsselten Datenverkehr – schwer zu entdecken.

Die Folgen sind in Deutschland massiv. Laut Bitkom waren 87 Prozent der heimischen Unternehmen von Phishing betroffen. Besonders leiden kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Rund 45 Prozent wurden dieses Jahr attackiert. Auch Vishing (Telefon-Phishing) legt zu – mit einer angeblich 40 Prozent höheren Erfolgsrate als klassische Textnachrichten.

57 Milliarden Euro Schaden durch Online-Betrug

Die Global Anti-Scam Alliance (GASA) beziffert den Gesamtschaden durch Online-Betrug in der EU auf rund 57 Milliarden Euro. Über 80 Prozent der Phishing-Mails werden inzwischen von KI generiert. Die Automatisierung macht Angreifer fast 200-mal schneller als bei manuellen Verfahren.

Betrüger nutzen auch die Fußball-WM 2026 als Aufhänger. Das LKA Hannover warnt vor Tausenden verdächtigen Domains rund um das Turnier. Neben gefälschten Gewinnspielen locken manipulierte Fanartikel-Shops.

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Unternehmen haften jetzt persönlich

Seit Dezember 2025 gilt die NIS-2-Richtlinie. Rund 30.000 Unternehmen in Deutschland müssen sich daran halten. Die bittere Pille: Geschäftsleitungen haften persönlich, wenn sie notwendige Sicherheitsmaßnahmen vernachlässigen.

Auch andere Kanäle bleiben gefährlich. Smishing (Phishing via SMS) macht inzwischen 35 Prozent aller Angriffe aus – ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Branchenexperten erwarten, dass die Kombination aus KI-Inhalten und schwer filterbaren QR-Codes die IT-Sicherheit in den kommenden Monaten massiv fordern wird.

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