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Gesundheit, Wellness

Psychosomatische Probleme – Wenn der Körper streikt, wie die Seele krank ist

16.10.2014 - 12:50:10

Ganz oben auf der Liste der Gründe für Erwerbsunfähigkeit und Krankheit stehen psychosomatische Erkrankungen. Depressionen, Essstörungen, Schmerzen ohne organische Ursache oder chronische Erschöpfungszustände. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind zunehmend hohen Belastungen ausgesetzt. Stress gehört fast schon zum guten Ton.

Nicht nur Erwachsene sind betroffen

Stress hat wenig mit der Altersgruppe zu tun, als mehr mit den aktuellen Umständen, in denen sich eine Person befindet. Ungünstige Lebensumstände, wie beispielsweise die Trennung vom Partner, der Verlust des Arbeitsplatzes oder schlicht und ergreifend der Beginn einer neuen Lebenssituation, können dafür sorgen, dass man sich einer Situation nicht mehr gewachsen fühlt. 

Meist ist dieses Unwohlsein nur von kurzer Dauer. Hält dieser Zustand jedoch länger an, sollte man darauf achten, dass die eigene Gesundheit keinen Schaden nimmt. Im Idealfall sucht man das Gespräch, kann selbst etwas an der Situation ändern oder sucht sich professionelle Hilfe von außen.  

Auch Kinder und Jugendliche sind immer häufiger die Leidtragenden, wenn es um psychosomatische und psychische Erkrankungen geht. Am meisten bekannt, sind die für Kinder typischen Bauchschmerzen, ohne dass eine organische Erkrankung dahinter steckt. Doch es können sich, für die Kleinen ungünstige Lebenssituationen, auch auf andere Weise äußern. Weinerlichkeit, Angstzustände oder gar Essstörungen können die Folge sein. 

Dabei reagieren Kinder und auch Jugendliche verständlicherweise wesentlich sensibler, als mancher Erwachsene. Doch in vielen Fällen kann mit Hilfe einer ambulanten Therapie oder dem Aufenthalt in einer psychosomatischen Rehaklinik die persönliche Situation erheblich verbessert oder der aktuelle Gesundheitszustand bewahrt werden.

Erkrankungen und Folgen für die Psyche

Doch nicht nur Probleme mit Arbeitskollegen, dem Chef oder dem Partner können sich psychisch auswirken auch Unfallfolgen und plötzliche Behinderungen können eine erhebliche psychische Belastung darstellen. In diesem Fall bietet sich das Konzept einer psychosomatischen Rehaklinik an. 

Auch  die Pflege eines Angehörigen kann mitunter sehr kraftraubend sein, auch hier kann es psychisch bedingt zu körperlichen Beschwerden für den Pflegenden kommen. Damit diese Situation nicht ausweglos erscheint und bleibt gibt es die Möglichkeit ein spezielles Therapieangebt wahrzunehmen, bei dem auch der pflegebedürftige Angehörige in der Zwischenzeit gut betreut wird. So kann sich der oder die Betroffene ganz auf sich selbst und die Genesung konzentrieren. 

Psychosomatische Erkrankungen – Wissenswertes

Studien zur Folge sind die Betroffenen psychosomatischer Erkrankungen häufiger weiblich als männlich. Auch hat die Zahl psychosomatischer Erkrankungen in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. 

Dies kann an den veränderten Lebensumständen liegen, zum Teil aber auch an den verbesserten Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankte. Auch das teilweise stark stigmatisierte Thema psychologisch zu betreuender Erkrankungen hat sich deutlich zum Positiven gewandelt. So trauen sich Betroffene inzwischen sehr viel offener mit ihrem Leiden umzugehen und es bei einem Arzt direkt zur Sprache zu bringen.  

Jedoch sind zunehmend psychische Belastungen klar auch dem immer schneller werdenden und anspruchsvolleren Alltag zuzuschreiben. Viele Menschen können da einfach nicht mehr Schritt halten.

Eine Tatsache ist, das seit dem Jahr 2001, psychische Erkrankungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen, einer der Hauptgründe dafür ist, dass diese verfrüht die Erwerbsminderungsrente antreten, so der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.  

Prävention und Therapie

Es muss nicht zwangsläufig zu einer psychosomatischen Erkrankung kommen. Man kann im Vorfeld viel dafür tun, damit die „Seele“ gesund bleibt. Oft verrät einem auch das eigene Bauchgefühl buchstäblich was man jetzt am dringendsten benötigt. Wir müssen nur darauf hören. Vielfältige Präventionsangebote der Krankenkassen, Kliniken aber auch örtliche Gruppen für Entspannungstechniken uvm. machen es möglich sich einen möglichen Ausgleich zum Alltag zu suchen. 

Auch belastende Situationen im Beruf lassen sich häufig durch die gezielte Suche nach einem klärenden Gespräch bereinigen. Sollte es doch mal zu psychosomatischen Beschwerden kommen, braucht man sich in keinem Fall zu scheuen eines der vielseitigen Therapieangebote- ambulant oder stationär – für sich und seine Gesundheit zu nutzen.