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Psychologische Hilfe für Pflegekräfte: Termin binnen fünf Tagen garantiert

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Spanische Pflegekräfte erhalten psychologische Videosprechstunden mit garantierter Terminvergabe binnen fünf Tagen und Folgeterminen beim selben Psychologen.
Ein ruhiger, menschenleerer Krankenhausflur im fahlen Licht des Morgengrauens, der die Atmosphäre der Arbeitsbelastung reflektiert. Illustration mit AI erstellt.

Die psychische Belastung im Gesundheitswesen bleibt eine der zentralen Herausforderungen für die Versorgungsstrukturen. Wie aus Berichten vom 20. Oktober 2026 hervorgeht, haben der Consejo General de Enfermería (CGE) und die spanischen Pflegekammern gemeinsam mit dem Gesundheitsdienstleister Asisa eine spezialisierte Online-Psychologieplattform eingerichtet. Das digitale Angebot richtet sich gezielt an colegiierte Pflegekräfte in Spanien, um den Folgen von berufsbedingtem Stress und seelischer Erschöpfung mit professioneller Hilfe zu begegnen.

Niederschwelliger Zugang und feste Betreuungsstrukturen

Das Konzept setzt auf eine unkomplizierte und vertrauliche Inanspruchnahme psychologischer Unterstützung. Die Konsultationen auf der Plattform sind auf eine Dauer von 30 Minuten ausgelegt. Ein zentrales Element des Dienstes ist die kurze Wartezeit: Ein Termin wird den teilnehmenden Pflegekräften innerhalb von maximal fünf Tagen garantiert. Um eine kontinuierliche Begleitung zu ermöglichen, finden Folge-Termine bei demselben Psychologen statt.

Die Kosten für colegiierte Pflegekräfte belaufen sich auf 16 Euro pro Sitzung. Der Zugang erfolgt direkt über die Webseite des CGE unter Verwendung der persönlichen Registrierungsdaten. Fachkräfte können dort den jeweiligen Psychologen auswählen, den Termin reservieren und die Zahlung abwickeln. Der Link für die Videosprechstunde wird anschließend per E-Mail zugestellt.

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Alarmierende Umfrageergebnisse zur Belastung im Pflegeberuf

Hintergrund der Initiative sind deutliche Belastungsanzeichen innerhalb der Berufsgruppe. Einer Erhebung des CGE zufolge verzeichneten 84,7 Prozent der Pflegekräfte infolge der COVID-19-Pandemie eine Beeinträchtigung ihrer psychischen Gesundheit.

Konkret gaben 33 Prozent der Befragten an, unter Depressionen zu leiden, während 58,6 Prozent mit Schlafstörungen kämpften. Angstzustände traten laut den Ergebnissen bei über zwei Dritteln der befragten Pflegefachkräfte auf.

CGE-Präsident Florentino Pérez Raya erklärte vor diesem Hintergrund, dass die täglichen beruflichen Herausforderungen die emotionale Stabilität der Beschäftigten gefährdeten. Viele Pflegekräfte litten infolgedessen unter Angst, Depressionen oder einem Burnout. Asisa-Direktorin Aurora Barbero hob hervor, dass das Pflegepersonal zwingend eigene Ressourcen benötige, um die persönliche Gesundheit zu schützen.

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Einordnung in die gesundheitliche Gesamtlage

Die Problematik im Pflegebereich berührt zugleich eine breitere gesellschaftliche Entwicklung. Nach dem letzten Bericht des spanischen Gesundheitsministeriums weisen rund 34 Prozent der spanischen Bevölkerung ein psychisches Problem auf.

Fachleute verweisen darauf, dass gezielte Unterstützungsmaßnahmen für medizinisches Personal erforderlich sind, um die Versorgungsqualität dauerhaft zu sichern. Digitale Betreuungskonzepte wie die Kooperation zwischen dem CGE und Asisa zielen darauf ab, bestehende Hürden abzubauen und stark belasteten Berufsgruppen zeitnahe Hilfe zugänglich zu machen.

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