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Psychische Gesundheit: Mexiko erreicht 37.248 Jugendliche an 184 Schulen

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Programm verankert emotionale Bildung an Schulen und verbindet Unterricht, Prävention sowie Krisenhilfe für Jugendliche.

Mexiko startet landesweite Initiative zur psychischen Gesundheit Jugendlicher
Ein heller, leerer Klassenraum in einer mexikanischen Schule mit Blick auf die Sitzreihen und einfallendem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

In Mexiko steht die psychische Verfassung junger Menschen im Mittelpunkt einer breit angelegten Regierungsinitiative. Unter der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo wurde das Programm „El ABC de las Emociones“ ins Leben gerufen, wie aus einem Bericht von Ende September 2026 hervorgeht.

Die Strategie zielt gezielt auf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren ab, die das dritte Jahr der Sekundarstufe sowie das nationale Bachillerato besuchen. Getragen wird die Initiative gemeinschaftlich vom Bildungsministerium SEP, dem Gesundheitsministerium Salud sowie der nationalen Kommission für psychische Gesundheit und Suchtbekämpfung CONASAMA.

Breites Bündnis für Prävention im Bildungswesen

Für die Umsetzung der Strategie haben sich zahlreiche staatliche Institutionen zusammengeschlossen. Neben dem Bildungs- und dem Gesundheitsministerium sowie der CONASAMA sind unter anderem die Sozialversicherungsinstitute IMSS und ISSSTE, das Jugendinstitut IMJUVE, die Sportkommission CONADE sowie die Kinderschutzbehörde SIPINNA eingebunden.

Ziel ist es, emotionale Bildung und Unterstützung direkt im Schulalltag zu verankern. Zu Beginn der Maßnahmen erfasste eine erste Aktivität der Strategie 184 Schulen und 37.248 Jugendliche.

Um das Umfeld der Schülerinnen und Schüler ganzheitlich einzubinden, setzt das Konzept auf umfangreiches Informationsmaterial: Geplant ist die Verteilung von 16 Millionen gedruckten Orientierungshilfen. Davon entfallen 7,5 Millionen auf Schüler, 7,5 Millionen auf Eltern und eine Million auf Lehrkräfte. Flankiert wird dies durch 250.000 Poster.

Im regulären Ablauf ist wöchentlich eine Stunde für die Thematik vorgesehen; zudem fungiert jeder Mittwoch als spezifischer Aktionstag. Bei akuten seelischen Krisen steht die kostenfreie Hotline Línea de la Vida unter der Telefonnummer 800 911 2000 rund um die Uhr zur Verfügung, ergänzt durch das Webangebot www.gob.mx/lineadelavida.

Das dreistufige Modell und regionale Umsetzung

Inhaltlich folgt das Programm einem festen Dreischritt, wie aus Medienberichten zur Einführung im Bundesstaat Nayarit hervorgeht: Die drei Säulen stehen für A wie Akzeptieren („akzeptiere“), B wie Hilfesuche („suche Hilfe“) und C wie Selbstfürsorge („sorge für dich“).

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In Nayarit startete das Programm an der Sekundaria Técnica Núm. 53 „Ramón G. Bonfil“ in Tepic im Beisein von Gouverneur Miguel Ángel Navarro Quintero und der DIF-Nayarit-Präsidentin Beatriz Estrada Martínez.

Vor Ort unterstützen 45 sogenannte Brigadistas durch Schulbesuche die Vermittlung. Neben der bundesweiten Hotline wird dort zusätzlich die regionale Krisenhotline Línea de Intervención en Crisis Nayarit unter 311 214 0101 genutzt.

Auch der Bundesstaat Aguascalientes schloss sich der nationalen Initiative des Bildungsministeriums an. Dort traten Luis Enrique Gutiérrez Reynoso, Direktor des Bildungsinstituts IEA, und Aquiles Romero González von der Verbindungsstelle Oficina de Enlace Educativo an der Sekundaria Técnica Núm. 43 Saturnino Herrán in den Dialog mit den Jugendlichen.

Gutiérrez Reynoso verwies dabei auf Gouverneurin Teresa Jiménez und betonte die enge Zusammenarbeit des IEA mit dem regionalen Gesundheitssekretariat Secretaría de Salud.

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Die Maßnahmen in Aguascalientes erstrecken sich über mehrere Einrichtungen: Einbezogen wurden die Sekundaria Núm. 6 José Guadalupe Posada Aguilar, die Sekundaria Técnica Núm. 42 Dolores Castro Varela, die berufsbildenden Schulen CBTIS 195 und CBTIS 168 sowie das Kolleg CEB 8/4 Frida Kahlo.

Durch die koordinierte Einbindung von Kommunen und Schulen soll eine frühzeitige Intervention bei psychischen Belastungen von Jugendlichen bundesweit erleichtert werden.

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