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Psychische Gesundheit: Frauen haben 60% mehr Fehltage im Job

03.06.2026 - 13:32:05 | boerse-global.de

Der DAK-Psychreport 2025 belegt: Weibliche Versicherte haben 60 Prozent mehr Fehltage. Experten raten zu mehr Achtsamkeit und Abgrenzung.

Psychische Gesundheit: Frauen haben 60% mehr Fehltage im Job - Bild: über boerse-global.de
Psychische Gesundheit: Frauen haben 60% mehr Fehltage im Job - Bild: über boerse-global.de

Der DAK-Psychreport 2025 zeigt: Auf 100 weibliche Versicherte kamen 2024 insgesamt 431 Fehltage – rund 60 Prozent mehr als bei Männern.

Die Ärztin Frauke Bataille sieht ein zentrales Problem in der Selbstentfremdung in der Lebensmitte. Ihr Rat: „In kleinen Schritten wieder einen Zugang zu den eigenen Emotionen finden.“ Das helfe, der Erschöpfung entgegenzuwirken.

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Das Wellness-Paradoxon: Mehr Angebote, weniger Wohlbefinden

Die Wellness-Branche boomt – doch das persönliche Wohlbefinden steigt nicht mit. Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) spricht von einem „Wellness-Paradoxon“. Die aktive Suche nach dem Wohlfühlen erzeugt offenbar zusätzlichen Druck.

Besonders betroffen: Junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren. Mehr als die Hälfte steht häufig unter Zeitdruck. Gleichzeitig greifen 84 Prozent zu Nahrungsergänzungsmitteln. Die Forscherin Christine Schäfer beschreibt Wellness als „Reparaturwerkstatt für ein erschöpftes Subjekt“. Wirtschaftlich ist das Phänomen gigantisch: Die globale Wellness-Ökonomie erreichte 2024 ein Volumen von 6,8 Billionen US-Dollar.

Hilfe für Pflegekräfte und Erzieher

In emotional belastenden Berufen wird die Abgrenzung immer wichtiger. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) veröffentlichte im Juni 2026 einen Ratgeber zum Umgang mit Schamgefühlen im Pflegealltag. Expertin Daniela Sulmann betont: „Offener Austausch und klare Regeln verhindern sozialen Rückzug und schützen die häusliche Pflege.“

Konkrete Fortbildungen sind bereits geplant. Im Juni 2026 findet in Hannover eine Schulung zum gesunden Umgang mit Nähe und Distanz für Betreuungskräfte statt. Pädagogische Fachkräfte können sich im April 2027 in Meppen mit starken Gefühlen bei Kindern und eigener Selbstfürsorge beschäftigen.

Promis und Philosophen: „Nein sagen lernen“

Der Schauspieler Tom Schilling betonte Anfang Juni 2026: „Die Fähigkeit, Nein zu sagen, schützt die eigene Integrität.“ Komikerin Ilka Bessin ergänzt: Selbstliebe bedeute vor allem, den aktuellen Zustand anzunehmen – statt ständiger Optimierung.

Der Philosoph Bazon Brock plädierte anlässlich seines 90. Geburtstags Anfang Juni 2026 für eine radikale Akzeptanz des Lebensendes: „Den Tod als Teil des Lebens begreifen – die Ewigkeit im Augenblick suchen.“

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Medizinische Warnungen: Depression als Risikofaktor

Eine finnische Studie mit über 18.000 Teilnehmenden unter 23 Jahren zeigt: Psychische Beschwerden bei Jugendlichen mit Genderdysphorie bleiben auch nach medizinischen Eingriffen oft bestehen. Der Facharzt Alexander Korte fordert deshalb eine sorgfältige psychologische Abklärung vor Eingriffen.

Die Stiftung Gesundheitswissen und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) warnen zudem: Depressionen sind ein signifikanter Risikofaktor für Herzerkrankungen. Ihre Empfehlung: Stress reduzieren und Austausch in Selbsthilfegruppen suchen.

de | wissenschaft | 69476752 |