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Psychische Gesundheit: Frauen haben 60% mehr Fehltage als Männer

03.06.2026 - 10:30:40 | boerse-global.de

Psychisch bedingte Fehlzeiten erreichen Rekordniveau, besonders bei Frauen. Späte Diagnosen und KI-Tools prägen die Versorgung.

Psychische Gesundheit: Frauen haben 60% mehr Fehltage als Männer - Bild: über boerse-global.de
Psychische Gesundheit: Frauen haben 60% mehr Fehltage als Männer - Bild: über boerse-global.de

Steigende Fehlzeiten am Arbeitsplatz, späte Diagnosen und neue technologische Hilfsangebote prägen die Lage.

Fehlzeiten auf Rekordniveau

Frauen sind besonders betroffen. Der DAK-Psychreport 2025 zeigt: Im Jahr 2024 kamen auf 100 weibliche Versicherte 431 psychisch bedingte Fehltage. Das sind rund 60 Prozent mehr als bei Männern.

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Ärztin Frauke Bataille rät: Wer den Zugang zu den eigenen Emotionen verliert, kann ihn durch kleine, kontinuierliche Schritte im Alltag zurückgewinnen. Gerade in der Lebensmitte sei dies essenziell.

Auch international ist der Trend sichtbar. Eine AXA-Studie in Zusammenarbeit mit IPSOS befragte zwischen Januar und Februar 2026 rund 19.000 Erwachsene in 18 Ländern. Ergebnis: 68 Prozent leiden unter leichten Ängsten, Stress oder Depressionen. Besonders alarmierend: In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es 85 Prozent.

Späte Diagnosen: Wenn das Leben plötzlich Sinn ergibt

Immer mehr Menschen erhalten neurodivergente Diagnosen erst im Erwachsenenalter. Tobias Schwede bekam im Dezember 2025 die Diagnose ADHS – mit über 40. Maren Scholz erfuhr im März 2026, dass sie autistisch ist.

Für beide bedeutete dies eine rückwirkende Klärung ihrer Lebensgeschichte. Scholz verarbeitet ihre Erfahrungen in Kinderbüchern, Schwede nutzt die späte Klarheit für eine berufliche Neuorientierung als psychologischer Berater.

Die diagnostische Klarheit führt oft zu enormer Entlastung. Ähnliche Prozesse der Selbstreflexion zeigen sich auch im öffentlichen Diskurs: Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack betonte nach ihrem Erfolg in einer Tanzshow im Frühjahr 2026 die Bedeutung von Geduld und Selbstvertrauen. Komikerin Ilka Bessin definiert Selbstliebe schlicht als das Annehmen des aktuellen Zustands.

Liebe mit 50: Klare Vorstellungen, hohe Ansprüche

In der Altersgruppe über 50 wissen die Menschen genau, was sie wollen. Der Dating Kompass 2026 belegt: 77 Prozent der Singles in ihren 50ern haben präzise Vorstellungen von einer Partnerschaft.

Zwei Drittel der Befragten geben an, aus früheren Dating-Erlebnissen gelernt zu haben. Besonders Frauen in dieser Altersgruppe suchen Verbindlichkeit: 75 Prozent streben ausschließlich nach Langzeitbeziehungen. Zudem wünschen sich 73 Prozent der 50- bis 59-Jährigen aktive Unterstützung durch einen Partner.

KI in der Psychotherapie: Hilfe mit Nebenwirkungen

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die mentale Gesundheitsvorsorge – mit gemischten Ergebnissen. Laut der AXA-Studie nutzen bereits 63 Prozent der Befragten KI-Tools für ihre psychische Gesundheit.

Überraschend: 38 Prozent vertrauen diesen Technologien mehr als menschlichen Fachkräften. Gleichzeitig sind 45 Prozent mit den Ergebnissen der KI-Anwendungen unzufrieden.

Wenn das Herz die Seele belastet

Die Verbindung von körperlicher und psychischer Gesundheit rückt stärker in den Fokus. Die Stiftung Gesundheitswissen und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) betonen: Herzerkrankungen belasten die Psyche massiv. Umgekehrt gelten Depressionen als Risikofaktor für Herzkrankheiten.

Empfehlung der Experten: Stressreduktion, Bewegung und vor allem der Austausch in Selbsthilfegruppen.

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Auch bei Demenz gewinnt die emotionale Ebene an Bedeutung. In Deutschland sind laut der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft rund 1,84 Millionen Menschen betroffen. Ergotherapeutin Stephani Maser betont: Gefühle bleiben trotz kognitiver Verluste bis zum Lebensende erhalten. Methoden wie die Validation nach Naomi Feil helfen, mit Betroffenen in Kontakt zu bleiben.

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