Psychische, Gesundheit

Psychische Gesundheit: Deutsches Zentrum startet mit 20 Mio. Euro

27.06.2026 - 10:23:29 | boerse-global.de

Der mitteldeutsche Forschungsverbund DZPG startet mit 20 Millionen Euro Förderung in die erweiterte Arbeit. Schwerpunkte sind Früherkennung und neue Therapien für Kinder.

DZPG Mitteldeutschland: 20 Mio. Euro für psychische Gesundheit
Psychische - Ein hochmoderner 7-Tesla-MRT-Scanner in einem hellen, sauberen Forschungslabor, beleuchtet mit blauen und weißen Lichtern. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der mitteldeutsche Standort des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) hat nach zweijähriger Aufbauphase die erweiterte Forschungsarbeit aufgenommen. Die Standorte Jena, Halle und Magdeburg bündeln ihre Expertise für neue Ansätze in Prävention, Diagnose und Therapie. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben bis 2030 mit rund 20 Millionen Euro.

Koordination und Netzwerk

Die Koordination liegt derzeit beim Universitätsklinikum Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2028 wechselt die Verbundkoordination turnusgemäß nach Magdeburg. Neben den Unikliniken in Halle, Jena und Magdeburg sind auch das Leibniz-Institut für Neurobiologie und das Leibniz-Institut für Naturstoffforschung beteiligt. Mehr als 200 Wissenschaftler arbeiten an den Projekten.

Die materielle Ausstattung wurde bereits gestärkt. Seit August 2024 ist in Jena ein 7-Tesla-MRT im Betrieb – angeschafft für rund 10,1 Millionen Euro aus dem EFRE/REACT-EU-Programm. Geplant ist zudem ein neues Forschungsgebäude auf dem Campus für psychische Gesundheit in Jena. Der Wissenschaftsrat hat dafür eine Förderempfehlung über etwa 70 Millionen Euro ausgesprochen.

Forschungsschwerpunkte

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Der Anstieg psychischer Auffälligkeiten bei Kindern seit der Pandemie macht vielen Eltern Sorgen. Der neue Forschungsverbund in Jena, Halle und Magdeburg hat jetzt konkrete Früherkennungs-Checklisten und Präventionsansätze entwickelt – für ADHS, Legasthenie und mehr. Jetzt kostenlosen Eltern-Ratgeber anfordern

Das wissenschaftliche Programm konzentriert sich auf komplexe Wirkzusammenhänge bei der Entstehung psychischer Leiden. Ein zentraler Aspekt: die Untersuchung sozialer Interaktionen und deren Einfluss auf die seelische Resilienz. Zudem erforschen die Teams den Zusammenhang zwischen entzündlichen Prozessen, Stoffwechselstörungen und psychischen Erkrankungen.

Ein weiterer Fokus liegt auf Stressfaktoren in Polykrisen. Wie wirken sich globale Krisenszenarien auf die individuelle psychische Verfassung aus? Die Forschenden verfolgen einen translationalen Ansatz: Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung sollen möglichst direkt in die klinische Anwendung fließen.

Fokus auf Kinder und Jugendliche

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Ein wesentlicher Teil der Ressourcen fließt in die Erforschung von Entwicklungsprozessen im Kindes- und Jugendalter. Hintergrund: der beobachtete Anstieg psychischer Auffälligkeiten in dieser Altersgruppe seit der Corona-Pandemie. In Jena wurde eine neue Tagesklinik für Adoleszenzpsychiatrie etabliert – sie schließt die Versorgungslücke an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Erwachsenenalter.

Im Projekt „CADDY“ widmen sich die Fachleute der Früherkennung von Entwicklungsstörungen wie ADHS oder Lese-Rechtschreib-Schwäche. Ziel: diagnostische Verfahren verfeinern und präventive Maßnahmen entwickeln, die bereits in frühen Lebensphasen ansetzen. Der Verbund reagiert damit auf den wachsenden Bedarf an spezialisierten Angeboten für junge Patienten.

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