Psoriasis, Pflanzenarten

Psoriasis: 30 Pflanzenarten pro Woche senken Entzündungen um 31%

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 06:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: Pflanzliche Ernährung und Intervallfasten können Entzündungen bei Schuppenflechte reduzieren.

Psoriasis-Therapie: Neue Studien zu Ernährung und Lebensstil
Eine Nahaufnahme einer gesunden Mahlzeit mit Fisch, grünem Blattgemüse, Beeren, Nüssen und Samen, die Entzündungen reduzieren soll. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Neben Medikamenten rücken Ernährung und Lebensstil in den Fokus – gestützt durch aktuelle Studien aus dem Jahr 2026.

Pflanzenvielfalt senkt Entzündungen

Forscher der Tufts University haben einen direkten Zusammenhang zwischen pflanzlicher Ernährung und Entzündungswerten nachgewiesen. Eine Studie mit über 15.000 Teilnehmern zeigt: Wer 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche isst, senkt sein Entzündungsrisiko um 31 Prozent. Besonders Vitamin C wirkt – es reduziert den C-reaktiven Proteinwert (CRP) um etwa 24 Prozent.

Für Psoriasis-Betroffene empfehlen Experten entzündungshemmende Lebensmittel: fettreichen Fisch mit Omega-3-Fettsäuren, grünes Blattgemüse, Beeren, Nüsse und Samen. Gleichzeitig sollen Patienten rotes Fleisch, Alkohol und raffinierte Kohlenhydrate meiden. Auch Nachtschattengewächse stehen im Verdacht, bei manchen Patienten Schübe auszulösen.

Eine Studie der Charité Berlin aus diesem Jahr deutet zudem auf einen neuen Mechanismus hin: Oxalat fördert offenbar die Bildung von IL-17A und Th17-Zellen – beides treibt die Entzündungsreaktionen bei Schuppenflechte an.

Vitamin-E-Metaboliten mit Doppelwirkung

In der Lipidforschung gibt es Fortschritte. Andreas Koeberle von der Universität Graz untersuchte langkettige Vitamin-E-Metaboliten (LCM). In Mausmodellen zeigten sie eine doppelte Wirkung: Sie hemmten Entzündungen und lösten bestehende gleichzeitig auf. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Acta Pharmaceutica Sinica B erschienen.

Bei Vitamin D mahnt die Weltgesundheitsorganisation zur Vorsicht. In ihren aktualisierten Leitlinien vom Juli empfiehlt sie keine pauschale Einnahme ohne nachgewiesenen Mangel. Hochdosen ab 10.000 IE pro Tag erhöhen das Risiko für Hyperkalzämie und Nierensteine. Ab 40.000 IE pro Tag drohen Herzrhythmusstörungen. Ein stabiler Spiegel von 50 bis 70 ng/ml bleibt jedoch für die allgemeine Gesundheit relevant.

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Weitere wichtige Nährstoffe bei Psoriasis: Zink, Selen und Probiotika. Letztere werden auch mit einem geringeren Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht – belegt durch Studien der Chung Shan Medical University aus dem Frühjahr 2026.

Intervallfasten und Phototherapie

Neben der Ernährung rückt Intervallfasten in den Fokus. Meta-Analysen aus dem Jahr 2024 deuten darauf hin, dass diese Ernährungsform Entzündungsmarker wie TNF-? und CRP senken kann.

Für Patienten mit dunkleren Hauttypen (Fitzpatrick III-VI) bestätigte eine Übersichtsarbeit vom September 2025 die Wirksamkeit der NB-UVB-Phototherapie. In der Analyse von 54 Studien erreichten rund 70 Prozent der Patienten eine deutliche Verbesserung des Hautbildes (PASI75).

Stigmatisierung bleibt Problem

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Oxalat fördert Entzündungen – das zeigt eine neue Studie der Charité Berlin. Wer seine Psoriasis-Schübe reduzieren will, sollte nicht nur auf Pflanzenvielfalt achten, sondern auch Nachtschattengewächse meiden. Der Report liefert Ihnen eine praktische Einkaufsliste und einen Wochenplan. Entzündungshemmenden Ernährungsplan jetzt sichern

Trotz medizinischer Fortschritte leiden Betroffene weiterhin unter psychosozialen Belastungen. April Armstrong von der UCLA verweist auf Daten der National Psoriasis Foundation: Über 50 Prozent der Amerikaner ohne Psoriasis fühlen sich beim Dating mit Betroffenen unwohl. Ein Drittel hat Bedenken beim gemeinsamen Essen.

Experten betonen die Notwendigkeit von Aufklärung über die Nicht-Ansteckbarkeit der Erkrankung. In der Deutschschweiz organisieren Selbsthilfegruppen regelmäßige Treffen für Betroffene und Angehörige – unter anderem im September in Zürich.

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