Phishing-Betrug: FBI meldet 58% Anstieg auf 388 Millionen Dollar
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 23:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Kriminelle setzen Bürger mit gefälschten Haftbefehlen und Videoanrufen unter Druck. Jetzt bringt die Behörde ein neues Hilfsmittel gegen die Masche.
ABHAY: Hilfe per Knopfdruck
Der neue Helpbot ABHAY soll Betroffenen helfen, die Echtheit von CBI-Bescheiden zu prüfen. Nutzer können Dokumente hochladen oder Mitteilungen per Einmalpasswort (OTP) verifizieren. Die Behörde betont: Offizielle Stellen fordern niemals Zahlungen per Kryptowährung oder Bargeld über digitale Kanäle.
Allein im indischen Bundesstaat Jharkhand wurden Dutzende Fälle registriert. Die Täter erbeuteten beträchtliche Summen. Auch die Durchsetzungsbehörde ED warnt bereits – mit QR-Codes zur Identifizierung echter Vorladungen. Die Fallzahlen sinken zwar teilweise, die Schadenssummen bleiben aber hoch.
Weltweit steigen die Verluste
Der Trend ist global. Das FBI IC3 meldet für das vergangene Jahr einen Anstieg der Verluste durch Betrug an Krypto-Geldautomaten um 58 Prozent – auf rund 388 Millionen US-Dollar. Auch hier geben sich Täter als Beamte oder Gerichtsmitarbeiter aus. Besonders ältere Menschen geraten ins Visier.
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Ermittler gehen parallel gegen die Geldwäsche-Infrastruktur vor. Im indischen Gonda hob die Polizei ein Netzwerk aus über 20 fingierten Konten aus. In Kanpur wurde eine Gruppe festgenommen, die Konten eines Schulehepaars für Transaktionen in Höhe von 1,90 Crore Rupien missbrauchte. Den Kontoinhabern war eine Provision aus politischen Fonds versprochen worden.
Europa verschärft die Regeln
Das belgische Kassationsgericht entschied: Banken dürfen Entschädigungen nach Phishing-Angriffen nicht mehr pauschal mit dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit verweigern. Eine Ablehnung ist nur zulässig, wenn das Opfer ein Verhalten gezeigt hat, das keine umsichtige Person gewählt hätte.
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In Deutschland warnen Verbraucherschützer vor Phishing-Wellen gegen Kunden der DKB und der Raiffeisenbank. Gefälschte E-Mails fordern eine dringende Re-Authentifizierung der Banking-Apps bis Mitte Juli. Juristen betonen: Banken müssen im Schadensfall nachweisen, dass eine Zahlung autorisiert wurde. Die bloße Bestätigung per TAN reicht als Beweis oft nicht.
Experten raten: Bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen durch angebliche Behörden oder Banken misstrauisch bleiben. Keine Fernzugriffs-Software installieren. Verdächtige Vorfälle sofort der Cyber-Polizei melden.
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