Phishing-Angriffe, E-Mails

Phishing-Angriffe: 82,6% der E-Mails sind KI-generiert

12.06.2026 - 10:11:04 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen gefälschte Sicherheitsseiten und QR-Codes, um WhatsApp-Konten zu übernehmen. Auch KI-Phishing und WM-Betrug nehmen zu.

WhatsApp-Phishing: Neue QR-Code-Masche bedroht Ihre Privatsphäre
Phishing-Angriffe - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine gefälschte WhatsApp-Sicherheitsseite mit einem QR-Code und einem digitalen Vorhängeschloss. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Angreifer geben sich als offizielles Sicherheitszentrum des Messengers aus.

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Betrugsmasche mit QR-Codes

Die Kriminellen kontaktieren ihre Opfer mit der Behauptung, das Konto sei gesperrt oder müsse verifiziert werden. Eine gefälschte Webseite, die wie ein „WhatsApp Security Centre“ aussieht, fordert dann zum Scannen eines QR-Codes auf.

Was harmlos aussieht, ist die Funktion zur Verknüpfung von Zweitgeräten. Wer den Code scannt, gibt den Angreifern unwissentlich Vollzugriff auf sein Konto. Die Folgen: Identitätsdiebstahl, Ausspähung privater Chats und Betrug an Kontakten.

Kettenbrief sorgt für Verunsicherung

Parallel dazu verbreitet sich ein Kettenbrief mit einer dramatischen Warnung: Eine KI von Meta würde sämtliche Chats mitlesen. Das ist schlicht falsch.

WhatsApp schützt private Nachrichten weiterhin durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Weder Meta noch dessen KI-Modelle haben darauf Zugriff. Die empfohlene Aktivierung des „Erweiterten Chat-Datenschutzes“ schützt lediglich vor unerwünschten Medien-Exporten – nicht vor Metadaten wie IP-Adressen.

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Explosion der KI-Phishing-Angriffe

Die aktuelle Welle ist kein Einzelfall. Die Zahl KI-gesteuerter Phishing-Angriffe hat sich 2026 bereits vervierzehnfacht. Rund 82,6 Prozent aller Phishing-E-Mails sind inzwischen KI-generiert – für Laien kaum noch erkennbar.

Der wirtschaftliche Schaden durch Online-Betrug in Europa liegt bei rund 57 Milliarden Euro. Überraschend: Jüngere sind häufiger betroffen. Während bei den über 55-Jährigen knapp 10 Prozent Opfer werden, liegt die Quote bei den unter 35-Jährigen bei rund 20 Prozent.

WM 2026: Fakeshops und Schadsoftware

Auch Großereignisse locken Kriminelle an. Das LKA Hannover warnt vor einer Zunahme von Cybercrime rund um die Fußball-Weltmeisterschaft. Fakeshops für Fanartikel, manipulierte Apps und Streaming-Seiten verbreiten Schadsoftware.

Bereits vor Turnierbeginn wurden rund 13.000 verdächtige Domains registriert. Ein signifikanter Teil gilt als bösartig.

Die Empfehlung der Experten: Kontenverknüpfungen nur über die offiziellen Menüpunkte in der App vornehmen. Niemals Sicherheitscodes an Dritte weitergeben. Bei Verdacht auf Betrug hilft der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen – und die Polizei nimmt Anzeigen entgegen.

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