Pflanzliche, Ernährung

Pflanzliche Ernährung: 170 g Hülsenfrüchte senken Blutdruck um 30%

01.06.2026 - 09:35:36 | boerse-global.de

Neue Studien belegen: Pflanzliche Ernährung reduziert Bluthochdruck um 30% und Demenzrisiko um 7%. Politik fordert Lenkungssteuern auf Zucker.

Pflanzliche Ernährung: 170 g Hülsenfrüchte senken Blutdruck um 30% - Bild: über boerse-global.de
Pflanzliche Ernährung: 170 g Hülsenfrüchte senken Blutdruck um 30% - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal „BMJ Nutrition Prevention & Health“.

Wer täglich 170 Gramm Hülsenfrüchte plus 60 bis 80 Gramm Soja isst, schützt sein Herz-Kreislauf-System massiv. Parallel dazu reduziert eine pflanzenbetonte Ernährung das Demenzrisiko um 7 Prozent. Das belegt eine Analyse von über 92.000 Datensätzen, veröffentlicht im Mai 2026 in „Neurology“.

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Die dunkle Seite der Industriekost

Doch nicht jede Ernährung wirkt positiv. Eine französische Studie mit 112.000 Teilnehmern zeigt: Konservierungsstoffe wie Natriumnitrit und Kaliumsorbat treiben das Bluthochdruckrisiko um bis zu 29 Prozent nach oben.

Auch das Essverhalten selbst spielt eine Rolle. Weniger als fünf Hauptmahlzeiten pro Woche erhöhen das Depressionsrisiko um das 1,55-fache. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im „Journal of Affective Disorders“ vom 28. Mai 2026.

Darmflora als Schlüssel zur Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung und der Universität Jena haben im Mai 2026 neue Erkenntnisse zur Immunseneszenz veröffentlicht. Die Instabilität der Darmflora im Alter entsteht demnach durch nachlassende Immunüberwachung. Die Folge: chronische Entzündungsprozesse, sogenanntes „Inflammaging“.

In der Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen setzen Ärzte zunehmend auf Ernährung. Professor Yanai vom Rabin Medical Center empfahl Ende Mai 2026 die Ernährungstherapie als erste Option bei leichten Morbus-Crook-Fällen. Eine Beschränkung der Aminosäure Methionin könnte zudem Symptome bei Colitis ulcerosa lindern.

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Das Hospital de Manises in Valencia ging noch einen Schritt weiter: Im Mai 2026 setzte die Klinik erstmals Stuhlmikrobiota-Transplantationen gegen schwer behandelbare Infektionen ein.

Kaffee schützt die Leber

Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich senken das Risiko für Leberkrebs um 30 bis 50 Prozent. Epidemiologische Auswertungen vom Mai 2026 bestätigen diesen Effekt. Die verantwortliche Caffeesäure wirkt nicht nur anticarcinogen, sondern soll laut Studien vom 1. Juni 2026 auch die Replikation des Zika-Virus hemmen.

Schon fünf Prozent Gewichtsreduktion senken das Krebsrisiko um 12 Prozent. Zur Unterstützung steht Semaglutid (Wegovy) bereit – in Deutschland aber als Lifestyle-Arzneimittel eingestuft. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.

Auf dem ASCO-Kongress Ende Mai 2026 meldeten Forscher Fortschritte bei Zelltherapien. Der EMA-Ausschuss CHMP empfahl am 31. Mai 2026 die Zulassung einer neuen Kombinationstherapie mit Encorafenib. Bei metastasiertem Darmkrebs senkt sie das Sterberisiko um 51 Prozent.

Politik gefordert: Lenkungssteuern statt Aufklärung

Das Bangkok Hospital startete am 1. Juni 2026 die „CKM CHALLENGE“ für herz-, nieren- und stoffwechselfreundliche Ernährung. In Deutschland widmet sich die Landeszahnärztekammer Thüringen in der Juni-Ausgabe des „ZahnRat“ dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Mundgesundheit.

Die Wirtschaftsweisen gehen weiter. In ihrem Frühjahrsgutachten von Ende Mai 2026 fordern sie Lenkungssteuern auf stark zuckerhaltige Lebensmittel und Alkohol. Strengere Werbebeschränkungen sollen folgen. Die Botschaft: Reine Aufklärung reicht nicht. Die Politik muss handeln.

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