PC-Markt, Apple

PC-Markt bricht ein: Apple Mac wächst um 10,1 Prozent

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 00:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Während der globale PC-Markt schrumpft, steigert Apple seine Mac-Auslieferungen zweistellig. Haupttreiber ist das günstige MacBook Neo.

Apple trotzt PC-Marktflaute mit starkem Mac-Wachstum
PC-Markt - Schlankes, modernes Laptop auf Schreibtisch mit aufsteigendem Graph auf dem Bildschirm, im Kontrast zu unscharfen Abwärtstrends. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Daten der Marktforscher IDC und Omdia zeigen: Im zweiten Quartal 2026 sind die weltweiten PC-Auslieferungen erstmals seit zwei Jahren gesunken. Hauptgrund sind anhaltende Lieferkettenprobleme. Apple hingegen konnte seine Mac-Verkäufe deutlich steigern – und das gegen den Trend der Wettbewerber.

Marktführer verlieren, Apple und ASUS wachsen

Nach IDC-Berechnungen fielen die globalen PC-Auslieferungen im zweiten Quartal 2026 um 4,9 Prozent auf 68,2 Millionen Einheiten – der erste Rückgang auf dem Gesamtmarkt seit 2024. Omdia beziffert das Minus auf 3,6 Prozent bei rund 65,67 Millionen ausgelieferten Geräten.

Die größten Anbieter traf es unterschiedlich hart. Marktführer Lenovo verlor 2,1 Prozent, hält aber weiterhin 24,4 Prozent Marktanteil. HP und Dell verbuchten mit neun beziehungsweise fünf Prozent deutlichere Rückgänge. Unter den fünf größten Herstellern konnten nur ASUS (plus 0,2 Prozent) und Apple zulegen.

MacBook Neo als Wachstumstreiber

Apple meldete zweistellige Zuwächse. IDC zufolge wuchsen die Mac-Auslieferungen um 10,1 Prozent auf 6,7 Millionen Einheiten – der Marktanteil stieg von 8,5 auf 9,9 Prozent. Omdia sieht Apple sogar bei plus 15,9 Prozent mit 7,26 Millionen Geräten und einem Marktanteil von 11,1 Prozent.

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Als Hauptgrund gilt das MacBook Neo, das im März 2026 zu einem Einstiegspreis von rund 550 Euro auf den Markt kam. Es half Apple, in einem schrumpfenden Markt neue Käufer zu gewinnen. Besonders in Indien verzeichnet der Konzern starke Nachfrage.

Speicherknappheit treibt Preise nach oben

Der allgemeine Marktrückgang hat eine klare Ursache: Die Verknappung von Arbeitsspeicher und SSD-Komponenten. Grund ist der enorme Bedarf an Hardware für KI-Rechenzentren, der die Lieferungen für den PC-Markt abzieht. Analysten rechnen nicht vor Anfang 208 mit einer Entspannung.

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Die Folgen sind drastisch: PC-Preise stiegen im Jahresvergleich um 20 bis 40 Prozent. Auch Apple zog nach – Ende Juni 2026 hob der Konzern die Preise an. Das MacBook Neo kostet nun rund 640 Euro, das Einstiegs-MacBook Air etwa 1.190 Euro.

Trotz höherer Preise steigen die Umsätze einiger Hersteller, weil sie die Kosten schneller an die Kunden weitergeben, als die Nachfrage sinkt. IDC erwartet, dass Apple seinen Wachstumskurs in den kommenden Monaten fortsetzen kann – auch wenn geopolitische Spannungen und Komponentenengpässe die Branche weiter belasten.

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