PayPal-Masche, Betrüger

PayPal-Masche: Betrüger geben Rückerstattungen vor – 13.000 Euro Schaden

12.06.2026 - 10:20:01 | boerse-global.de

Betrüger nutzen gefälschte PayPal-Nachrichten für neue Erpressungsversuche. Verbraucherschützer warnen vor perfiden Methoden und geben Tipps zur Erkennung.

PayPal-Betrugswelle: Neue Maschen und Schutzmaßnahmen
PayPal-Masche - A close-up of a smartphone screen showing a fraudulent text message impersonating PayPal, held by a person with blurred hands. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de
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Gefälschte Rückerstattungen als Köder

Eine besonders perfide Masche sorgt aktuell für Aufsehen: Kriminelle geben sich als PayPal-Mitarbeiter aus und behaupten, versehentlich zu viel Geld erstattet zu haben. Die Opfer werden aufgefordert, eine bestimmte Nummer anzurufen. Dort fordern die Betrüger dann zur Überweisung oder Bargeldübergabe auf.

In den USA entging eine Familie aus Arizona nur knapp einem Schaden von umgerechnet rund 13.000 Euro. Angehörige griffen rechtzeitig ein. Die Täter nutzen dabei gefälschte Zahlungsbelege und manipulierte Screenshots, um ihre Forderungen glaubwürdig erscheinen zu lassen.

So erkennen Sie den Betrug

Cybersicherheitsexperten raten zu besonderer Vorsicht bei Nachrichten mit angeblichen Zahlungseingängen. Echte PayPal-Transaktions-IDs bestehen aus genau 17 Zeichen. Wer unsicher ist, sollte den Kontostand direkt im offiziellen Konto prüfen – niemals auf Bilder oder Statusmeldungen in E-Mails vertrauen.

Aktuell kursieren auch Phishing-Mails, die eine angebliche Abbuchung von 1.870 Dollar melden. Die Absenderadressen stammen nicht von PayPal. Ein weiterer Trick: Betrüger fordern zur Aktivierung einer WhatsApp-Zwei-Faktor-Authentifizierung auf – PayPal nutzt den Messengerdienst für solche Sicherheitsmaßnahmen jedoch nicht.

Behörden reagieren mit neuen Gesetzen

Die Verunsicherung durch SMS-Betrug hat politische Konsequenzen. In Pennsylvania verabschiedete ein Ausschuss einstimmig ein Gesetz, das Behörden die Nutzung von SMS zur Schuldeneintreibung verbietet. Hintergrund: Ein Pilotprojekt zur Mauterhebung per Textnachricht war kaum noch von Betrugsversuchen zu unterscheiden.

Auch andere Institutionen warnen: Gerichte, Polizei und Steuerbehörden fordern Zahlungen niemals per PayPal, Western Union oder Kryptowährungen. Wer entsprechende Aufforderungen erhält, sollte sie ignorieren und umgehend die echte Behörde kontaktieren.

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Millionenschäden und neue Betrugsmuster

Die Dimension des Problems ist gewaltig: Das FBI meldete für 2025 öffentliche Verluste von umgerechnet über 18 Milliarden Euro durch Internetkriminalität. Besonders ältere Menschen sind betroffen. In einem aktuellen Fall verlor ein Mann aus New Jersey umgerechnet rund 350.000 Euro – die Täter hatten ihn über Monate hinweg zur Beschaffung von Goldmünzen bewegt.

Die Polizei in Texas nahm kürzlich eine Frau fest, die mit gestohlenen Identitätsdaten eines Senioren knapp 900 Euro Schaden verursacht haben soll.

Saisonale Spitzen und Prävention

Experten beobachten regelmäßige Betrugswellen zu bestimmten Jahreszeiten. Eine aktuelle Studie zeigt: Meldungen über Job-Betrug, bei dem die Kommunikation nach ersten SMS-Kontakten auf verschlüsselte Apps verlagert wird, haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Aufklärungsveranstaltungen wie die geplante „Scam Expo“ in Kalifornien sollen helfen, die psychologischen Tricks der Täter zu entlarven. Die wichtigste Regel bleibt: Niemals auf Druck reagieren, immer direkt beim offiziellen Kundenservice nachfragen.

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