Paracetamol, Blutdruck

Paracetamol treibt Blutdruck bei Hypertonie-Patienten in die Höhe

20.05.2026 - 22:59:43 | boerse-global.de

Neue Forschung zeigt: Vier Gramm Paracetamol täglich erhöhen den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 5 mmHg.

Paracetamol treibt Blutdruck bei Hypertonie-Patienten in die Höhe - Foto: über boerse-global.de
Paracetamol treibt Blutdruck bei Hypertonie-Patienten in die Höhe - Foto: über boerse-global.de

Neue Studiendaten zeigen: Schon vier Gramm Paracetamol täglich lassen den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 5 mmHg steigen. Für Millionen Deutsche mit Bluthochdruck könnte das fatale Folgen haben.

Die Erkenntnisse, die Mitte Mai 2026 veröffentlicht wurden, werfen ein neues Licht auf ein weit verbreitetes Schmerzmittel. Gerade Patienten, die bereits unter Hypertonie leiden, sollten die Einnahme von Paracetamol kritisch hinterfragen. Denn die regelmäßige Einnahme von vier Gramm täglich – eine durchaus übliche Dosis bei akuten Schmerzen – führte bei den Studienteilnehmern ohne chronische Schmerzen zu einem deutlichen Anstieg der Blutdruckwerte.

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Schmerz und Bluthochdruck – eine gefährliche Verbindung

Die aktuelle Studie ist nicht die erste, die auf einen Zusammenhang hinweist. Bereits eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025 belegte: Chronische Schmerzen erhöhen das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, um alarmierende 66 Prozent. Experten raten daher, die sogenannten „3S"-Risikofaktoren konsequent zu managen: Salzkonsum, Stress und Schlafmangel.

Die Empfehlungen sind klar: Die Salzzufuhr reduzieren, sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht und täglich 30 bis 45 Minuten Bewegung. Das klingt banal, ist aber nach wie vor die wirksamste Waffe gegen die Volkskrankheit Nummer eins.

Neue Hoffnung aus der Pharmaindustrie

Doch es tut sich auch etwas auf dem Medikamentensektor. Gleich mehrere neue Wirkstoffe stehen in den Startlöchern oder sind bereits auf dem Markt. Am 18. Mai 2026 erhielt Baxdrostat, ein sogenannter Aldosteron-Synthase-Hemmer, die Zulassung in den USA. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) prüft den Wirkstoff noch. Das Besondere: Baxdrostat ist für Patienten gedacht, deren Blutdruck trotz dreier oder mehrerer Standardmedikamente über 140/90 mmHg liegt.

Mit Lorundrostat und Dexfadrostat stehen zwei weitere Kandidaten dieser neuen Wirkstoffklasse in den Startlöchern. Während Lorundrostat bereits von der FDA geprüft wird, liegen für Dexfadrostat seit 2024 Phase-II-Daten vor.

Nicht alle Studien verliefen jedoch erfolgreich. Die KARDIA-3-Studie zu Zilebesiran, einem RNAi-basierten Therapeutikum, das nur zweimal jährlich unter die Haut gespritzt werden müsste, verfehlte ihren primären Endpunkt. Ein herber Rückschlag für einen vielversprechenden Ansatz.

Für europäische Patienten gibt es dagegen eine gute Nachricht: Aprocitentan, ein dualer Endothelin-Antagonist, hat bereits die Zulassung in der EU erhalten.

Qi-Gong als Alternative zum Spaziergang?

Dass auch traditionelle Methoden wirken können, zeigt eine Studie mit 216 Teilnehmern. Wer fünfmal pro Woche für zehn bis 15 Minuten Baduanjin (Qi-Gong) praktizierte, senkte seinen 24-Stunden-Blutdruck nach zwölf Wochen um 3,1 mmHg – nach einem Jahr sogar um 3,3 mmHg. Das ist vergleichbar mit der Wirkung von zügigem Spazierengehen.

Neue Technik für hartnäckige Fälle

Für Patienten mit therapieresistentem Bluthochdruck gibt es einen weiteren Hoffnungsschimmer: die renale Denervation. Das Paradise™-System für ultraschallbasierte Nierennerv-Verödung (uRDN) hat sowohl die CE-Zertifizierung als auch die FDA-Zulassung erhalten. Der Eingriff dauert weniger als eine Stunde: Über die Oberschenkelarterie wird ein Katheter eingeführt, der überaktive Nervenfasern zu den Nieren deaktiviert.

Die Erholungszeit beträgt nur etwa zwei Tage. Allerdings betonen Mediziner: Die uRDN ist eine Ergänzung, kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil. Eine Langzeitstudie über 24 Jahre mit mehr als 25.000 Teilnehmern untermauert das: Hypertoniker, die gesund leben, haben ein 51 Prozent niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein 79 Prozent niedrigeres Risiko für Typ-2-Diabetes – im Vergleich zu jenen, die sich nur auf Medikamente verlassen.

Bluthochdruck in Deutschland – eine unterschätzte Gefahr

Die Zahlen sind erschreckend: Rund jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet an Bluthochdruck. Bei den über 70-Jährigen sind es sogar etwa 75 Prozent. Internationale Daten vom 19. Mai 2026 zeigen ähnliche Herausforderungen: In Vietnam sind über 17 Millionen Menschen betroffen, aber nur etwa 50 Prozent werden diagnostiziert und behandelt.

Die medizinischen Leitlinien definieren Hypertonie ab Werten von 140/90 mmHg. Die Europäische Gesellschaft für Hypertonie (ESH) empfiehlt Zielwerte unter 140/90 mmHg, bei guter Verträglichkeit sogar unter 130/80 mmHg. Eine aktuelle Auswertung zeigt: Bei jungen Patienten unter 30 Jahren mit isoliert systolischer Hypertonie ist eine sofortige Behandlung möglicherweise nicht nötig, wenn der zentrale Blutdruck niedrig bleibt – allerdings ist eine jährliche Kontrolle ratsam.

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Ausblick: Vom Welt-Präeklampsie-Tag bis zum Hypertonie-Kongress

Die kommenden Monate stehen im Zeichen der Aufklärung. Die Deutsche Hochdruckliga hat für den 22. Mai 2026 Aktionen zum Welt-Präeklampsie-Tag angekündigt. Ziel ist es, auf den Zusammenhang zwischen schwangerschaftsbedingten Komplikationen und dem späteren Herz-Kreislauf-Risiko aufmerksam zu machen.

Neben pharmakologischen und technologischen Fortschritten gewinnen auch ganzheitliche Ansätze an Bedeutung. Die fünf Säulen der Kneipp-Therapie – Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und Lebensordnung – werden zunehmend als Ergänzung zur Schulmedizin propagiert.

Die Fachwelt blickt bereits auf den Hypertonie-Kongress 2026, dessen Frühbucher-Registrierung noch bis zum 15. Juli 2026 geöffnet ist. Dort wird es unter anderem um die Integration neuer Wirkstoffklassen wie GLP-1-Agonisten und die Rolle spezieller Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Kalium und Omega-3-Fettsäuren gehen.

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